Zillis ist ein Straßendorf am südlichen Ende der Viamala-Schlucht und liegt östlich des Hinterrheins. Der Ort gehört zum Schams in der Region Viamala und liegt im Tal des Hinterrheins. Auch die Lage am Westhang des Curvér Pintg da Taspegn gehört zur geografischen Einordnung; die Höhe des Berges wird mit 2.731 Metern angegeben. Bei der Orientierung sind das verschiedene Ebenen: die Lage des Dorfes am Hang, seine Position am Schluchtende und seine regionale Zugehörigkeit.
Anreise und Routen rund um Zillis
Zillis ist mit dem PostAuto erreichbar. Da sich Verbindungen nach dem Fahrplan richten und Änderungen unterliegen können, prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen SBB/PostAuto-Fahrplan. Die Wanderwege zwischen dem Viamala Besucherzentrum, Reischen und Zillis tragen die Bezeichnung regionale Wanderroute Nr. 50 und sind mit braunen Wegweisern der ViaSpluga beschildert. Kontrollieren Sie vor dem Aufbruch die Wegverhältnisse. Zillis ist außerdem Zielort der Route Veia Traversina.
Direkt gegenüber der Feuerstelle Nislas in Zillis-Reischen befindet sich ein öffentlicher, kostenloser Parkplatz. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuelle Parkplatzregelung. Einen historischen Bezug zur Region bietet die Viamala-Straße über die Alpen: Sie wurde 1473 eröffnet. Ihre Eröffnung führte zu mehr Verkehr in Richtung der Pässe Splügen und San Bernardino.
Kirche St. Martin und ihre Bildtafeln
Die Pfarrkirche St. Martin wurde um 840 erstmals erwähnt. In der Kirche ist eine karolingische Apsidenanlage in einen Vorgängerbau integriert; diese Integration gilt in Graubünden als Besonderheit. Die Decke besteht aus 153 quadratischen Bildtafeln. An den Rändern zeigen Tafeln Fabelwesen und Szenen aus der Geschichte des Jona.
Eine Ausstellung zur Kirche erläutert anhand von Texten, Modellen und einer Multimediaschau das mittelalterliche Weltbild, die Arbeitsweise eines damaligen Malers, die Konstruktion der Holzdecke und die Bestimmung des Alters der Tafeln. Damit stehen Bildmotive, Bauweise und die Entstehung der Holztafeln als unterschiedliche Zugänge zum Thema nebeneinander.
Museum und weitere Kulturthemen
Das Talmuseum Tgea da Schons ist in einem für Mittelbünden typischen Bauernhaus aus dem Jahr 1580 untergebracht. Es zeigt das bäuerliche Wohnen und das vorindustrielle Handwerk des Schamser Tals. Zugleich dokumentiert das Museum, wie die Menschen im Schams früher lebten und arbeiteten. So verbindet sich der historische Haustyp mit einer Darstellung regionaler Lebens- und Arbeitsweisen. Der Schwerpunkt liegt damit auf dem Alltag im Tal, während die Ausstellung zu St. Martin die Kirche, ihre Bildtafeln und deren Entstehung in den Blick nimmt.
Die Ausstellung s-cultura.ch in Zillis-Reischen bewahrt stillgelegte Mühlenmaschinen als Kulturzeugnisse eines faszinierenden Industriedesigns. Da sich Besuchsmöglichkeiten ändern können, erkundigen Sie sich vorab nach den aktuellen Besuchsbedingungen.
Bei der Exkursion zu den Silberminen auf der Alp Taspegn erfolgt die Fahrt mit einem Land Rover; eine Führung verläuft durch ehemalige Erz- und Silberminen. Prüfen Sie vorab die Termine und Reservationsmöglichkeiten.
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