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Innerferrera bietet zwei sehr unterschiedliche Zeitmaßstäbe fürs Wandern: Der leichte Waldweg dauert 45 Minuten, die Säumerweg-Etappe nach Juppa fünf Stunden und zehn Minuten. Mit der Staumauer Valle di Lei und der regionalen Bergbaugeschichte kommen weitere Themen hinzu.

Wandern: kurzer Waldweg oder lange Etappe

Der Waldweg Innerferrera ist eine leichte, zwei Kilometer lange Route mit einer Dauer von 45 Minuten. Er führt durch Wiesen und einen mystischen Wald. Auf dem Rückweg verläuft er über die Alte Averserstrasse beziehungsweise den Walserweg zurück zum Ausgangspunkt in Innerferrera. Damit verbindet die Route einen kurzen Zeitaufwand mit einem Wegverlauf, der zum Startpunkt zurückführt.

Deutlich länger ist die Etappe Säumerweg Avers: Innerferrera–Juppa. Sie ist 15,3 Kilometer lang und dauert fünf Stunden und zehn Minuten. Die Wanderung beginnt im Dorf Innerferrera auf 1481 Metern an der PostAuto-Haltestelle gegenüber dem Alpenrose. Auf dem Weg liegen Sinterbildungen bei einer warmen Quelle nahe Starlera. Waldweg und Säumerweg unterscheiden sich somit sowohl beim Zeitbedarf als auch beim Endpunkt: Der Waldweg führt zurück nach Innerferrera, die Etappe endet in Juppa.

Staumauer Valle di Lei: Führung und Ausstellung

Die Besichtigung der Staumauer Valle di Lei wird von einem Mitarbeiter der Kraftwerke Hinterrhein geführt und dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden. Eine Anmeldung ist bis am Vorabend um 16.00 Uhr erforderlich; nicht angemeldete Personen können nicht berücksichtigt werden. Die feste Frist und die angegebene Dauer sind wichtige Punkte für die Planung dieses Besuchs.

Direkt bei der Staumauer liegt das KHR-Inforama. Die Ausstellung vermittelt Höhepunkte der 50-jährigen Geschichte der KHR mit Exponaten, Bildtafeln, Kurzfilmen und interaktiven Elementen. Der Besuch ist kostenlos und ohne Begleitung möglich; alle Elemente sind selbsterklärend. Damit unterscheidet sich die Ausstellung von der geführten Staumauerbesichtigung: Sie kann frei und selbstständig erkundet werden, während für die Führung eine Anmeldung nötig ist.

Bergbaugeschichte im Museum und auf dem Rundweg

Das Bergbau-Museum Innerferrera bietet geführte Besichtigungen und thematische Angebote an; für Führungen ist eine Anmeldung erforderlich. Die 2026 neu gestaltete Ausstellung lädt dazu ein, die Geschichte des Bergbaus in Ferrera und im Schams auf einem historischen Rundgang zu entdecken. Eine weitere Perspektive eröffnet der Rundweg Nurseras: Er folgt einem alten Erzweg und führt an einem ehemaligen Stollen, Grabungsstellen und dem kleinen Eisenlager „Gruoba“ vorbei.

Die beiden Angebote setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Im Museum stehen die Ausstellung und geführte oder thematische Besichtigungen im Mittelpunkt, der Rundweg führt an historischen Bergbaustellen entlang. Bis ins 20. Jahrhundert wurden in Innerferrera neben der Viehwirtschaft Erze abgebaut und verhüttet; außerdem ließen sich dort österreichische Knappen nieder. Der Verein Erzminen Hinterrhein engagiert sich beim Bergbau-Museum für den Erhalt, die Erforschung und die Vermittlung des bergbaulichen Erbes der Region.

Dorf und weitere Etappen

Innerferrera ist ein Haufendorf am Zusammenfluss des Ferrera-Rheins und des Niemetbachs, im einzigen Talboden im hinteren Teil des Ferreratals. Der Ort ist mit dem PostAuto erreichbar. Für die Säumerweg-Wanderung liegt der Startpunkt im Dorf an der Haltestelle gegenüber dem Alpenrose.

Auch die Etappe viaMala Alta: Montespluga–Innerferrera führt durch das Val Niemet und endet in Innerferrera. Ihr Verlauf und Endpunkt unterscheiden sie von der Etappe nach Juppa.

Weitere Reiseziele entdecken: Masein, Rodels, Ausserferrera, Zillis, Paspels, Sufers, Portein, Flerden

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