Chur bietet Ihnen zwei unterschiedliche Schwerpunkte: eine nahezu vollständig verkehrsfreie Altstadt mit historischen Sehenswürdigkeiten und die Hochebene Brambrüesch, die von der Stadt aus direkt mit der Seilbahn erreichbar ist. So können Sie bei der Wahl Ihres Reiseziels abwägen, ob Sie Ihre Zeit vor allem den Museen und der Stadtgeschichte widmen oder auch Wanderwege und Ausblicke einbeziehen möchten.
Altstadt und Churer Geschichte
Die Altstadt von Chur zählt zu den am besten erhaltenen der Schweiz. Rote Schilder weisen zu Sehenswürdigkeiten, Plätzen und Gassen; erkunden können Sie das Viertel zu Fuss oder im Rahmen einer Altstadtführung. Das Obertor ist einer der erhaltenen Turmbauten der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Oberhalb der Altstadt steht die Kathedrale St. Mariä Himmelfahrt: Sie entstand zwischen 1150 und 1272 und zählt als rund 800 Jahre altes Bauwerk zu den wichtigen Kulturdenkmälern der Schweiz.
Auch im Innern gibt es markante Details: Der spätgotische Hochaltar von Jakob Russ stammt aus dem Jahr 1492. Das zentrale Rundbogenfenster gilt vermutlich als grösstes mittelalterliches Fenster Graubündens. Ein weiteres frühes Zeugnis der Stadtgeschichte ist die St.-Stephanskirche, die im 5. Jahrhundert erbaut wurde und als Grabkirche der Churer Bischöfe diente. Ihre Überreste können Sie eigenständig erkunden; der Zutritt erfolgt über das Sekretariat der Kantonsschule Graubünden. Informieren Sie sich vorab über die geltenden Zugangsregelungen und Öffnungszeiten.
Im Churer Stadtteil Welschdörfli befinden sich Überreste einer römischen Strassenstation. Archäologische Ausgrabungen und Funde aus dieser Zeit sind auf dem Areal Ackermann am Seilerbahnweg öffentlich zugänglich. Klären Sie die praktischen Besuchsbedingungen vor Ihrem Besuch. Für eine aktive Entdeckung führt der Urban-Golf-Parcours über neun kreative Bahnen durch versteckte Gassen und charmante Plätze; die Buchungsbedingungen können sich ändern.
Museen und Ausstellungen
Das Rätische Museum vermittelt in einer Dauerausstellung auf vier Stockwerken die Geschichte Graubündens von den Anfängen bis in die Gegenwart. In der archäologischen Ausstellung begegnen Ihnen Siedlungsspuren von Chur-Marsöl aus der Zeit um 11.000 bis 9.500 v. Chr. Das Bündner Kunstmuseum erreichen Sie vom Bahnhof und von der Postautostation in fünf Minuten. Alle Museumsräume sind rollstuhlgerecht und über Aufzüge erreichbar.
Im Bündner Naturmuseum ist das gesamte Museum rollstuhlgängig; wenn Sie konkrete Zugangsbedürfnisse haben, klären Sie diese am besten vor Ihrem Besuch ab. Die erdwissenschaftliche Ausstellung zeigt, wie Gesteine, Klima, Wasser, Gletscher und Erosion die Alpen fortwährend verändern. Millionen Jahre alte Fossilien und Saurierspuren veranschaulichen zudem, dass Graubünden einst ein tropisches Flachmeer war.
Das Domschatzmuseum zeigt im Südflügel des Bischöflichen Schlosses die Domschatzkammer und die Bilder des Todes. Letztere sind öffentlich zugänglich; prüfen Sie vor Ihrer Reise die aktuellen Besuchsregelungen. Im Forum Würth Chur wechseln Ausstellungen mit Werken aus der Sammlung Würth regelmässig. Zum Haus gehört ausserdem ein dauerhafter Skulpturenpark im Aussenbereich. Die Angebote stehen allen Interessierten offen und umfassen öffentliche Führungen, Workshops und weitere Veranstaltungen. Da sich das Programm ändert, lohnt sich ein Blick auf die jeweiligen Termine.
Wenn Sie Chur mit Kindern erkunden, bietet der Kinderstadtplan Hinweise und Beobachtungsaufgaben, die zu den drei grossen Bündner Museen in der Stadt führen. Er setzt damit einen anderen Schwerpunkt als ein Besuch, bei dem Architektur oder archäologische Spuren im Vordergrund stehen.
Wandern und Velofahren
Auf Brambrüesch finden Sie eine Hochebene mit Wanderwegen und Panoramablick über das Rheintal. Der Brambiweg ist ein beschilderter Spazierweg für Familien. Zu den Wandermöglichkeiten zählt auch die Dreibündenstein-Rundtour. Die Dreibündenstein-Rundwanderung führt durch vielfältige Alpenflora und erreicht bei Furggabüel einen Punkt mit eindrücklichem Rundumpanorama.
Für eine Velotour bietet sich die Churer Rheinroute als Rundtour an, die in Chur beginnt. Sie durchquert den Fürstenwald, ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Blick auf die Stadt und den Calanda. Als Startpunkt ist auch der Bahnhof Chur möglich; prüfen Sie vor der Fahrt die Routen- und Stationsangaben. Die beiden Schwerpunkte unterscheiden sich deutlich: Auf Brambrüesch stehen Wanderwege und Alpenflora im Mittelpunkt, während die Rheinroute eine Runde durch den Fürstenwald mit Stadt- und Bergblick verbindet.
Weitere Reiseziele entdecken: Castiel, Litzirüti, Molinis, Churwalden, Langwies, Peist, Praden, Malix.
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