Wer eine Ferienwohnung in Montmollin sucht, kann die Reise nach den eigenen Interessen planen: Wanderungen, besondere Landschaftsräume und Ortsgeschichte bieten unterschiedliche Ansatzpunkte. Ein konkretes Wanderziel ist die Grande Sagneule auf 1.313 Metern Höhe, die über Rochefort und La Tourne erreichbar ist. Daneben prägen die hohen Jurakämme und mehrere beschriebene Lebensräume das Bild der Gemeinde.
Jurakämme, Weiden und Naturplätze
Die geschützte Zone des „crêtes“ umfasst in Montmollin den gesamten Bereich der hohen Jurakämme. Ihre Landschaft besteht hauptsächlich aus Magerweiden und bewaldeten Weiden. Einzelne Bäume und Sträucher, Trockenmauern, Lesesteinhaufen und anstehender Kalkstein gehören zu den prägenden Elementen. Damit stehen neben den Kämmen auch die kleinteiligen Strukturen der Weiden im Mittelpunkt.
Die Mare de la Grande-Sagneule ist ein kleiner Teich, der sich in einer Doline gebildet hat. Sie ist das einzige offene Gewässer der Gemeinde Montmollin. Eine kleine Amphibienpopulation lebt dort; außerdem dient der Teich Libellen als Lebensraum. Das macht den Ort auch aus ökologischer Perspektive interessant, nicht nur als Landschaftsmerkmal.
Weitere Lebensräume unterscheiden sich deutlich voneinander. Die Clairière de la Vy Neuve ist überwiegend eine bewaldete Weide, die von Hundsrosen geprägt ist. Verstreute Sträucher und Gehölzgruppen bieten der lokalen Vogelwelt Lebensraum. Bei Le Rafou lohnt die Unterscheidung zwischen den beiden Teilbereichen: Im Süden verbinden sich offene, trockene Lebensräume mit verstreuten Gehölzgruppen und Büschen; dieser Bereich ist besonders für die lokale Vogelwelt bedeutsam. Der nördliche Teil bildet den unregelmäßigen Waldrand des Rasereule-Waldes und wird häufig von Schmetterlingen als Lebensraum genutzt.
Auch der südliche Waldrand des Bois de La Rochette hat einen eigenen ökologischen Charakter: Er ist ein vielfältiger Lebensraum für die Fauna von Ökotonen, insbesondere für Schmetterlinge. Wer Naturthemen in die Reiseplanung einbezieht, findet damit mehr als eine einzelne Landschaftsform: Weide, Waldrand, Gehölzgruppen und Teich unterscheiden sich in ihrem Charakter und in den beschriebenen Lebensgemeinschaften.
Wandern und Ausblicke
Der Chemin chouette Nr. 7 führt durch Montmollin und ist als Rundwanderung angelegt. Die Strecke ist 9 Kilometer lang; die angegebene Dauer beträgt 2 Stunden und 24 Minuten. Das Anforderungsprofil gilt als familienfreundlich und ziemlich leicht. Unterwegs eröffnen sich Ausblicke auf den Creux du Van, den Neuenburgersee und die Alpen. Länge und Zeitangabe geben der Tour einen konkreten Rahmen, während die Aussicht mehrere markante Landschaften in den Blick nimmt.
Eine andere Perspektive bietet die Balade 7 – Perspectives Sud-Ouest, deren aufgeführter Streckenverlauf Montmollin umfasst. Die Ausblicke reichen zum Schweizer Mittelland, zu den Alpen und zu den gefalteten Kämmen des Juramassivs. Wer die beschriebenen Touren vergleicht, kann so zwischen der Rundwanderung mit ausgewiesener Länge und Dauer und einer Route wählen, deren besonderer Akzent auf den weiten Landschaftsblicken liegt. Zu den Prés-Devant führt beispielsweise ein Zugang über Les Geneveys-sur-Coffrane.
Grenzsteine und Ortsgeschichte
Auf einer Weide der Grande Sagneule markiert ein Grenzstein den Treffpunkt der vier Bezirke La Chaux-de-Fonds, Le Locle, Boudry und Val-de-Ruz. Ein weiterer historischer Bezugspunkt liegt im Weiler Gletterens zwischen dem Dorf und Coffrane: Dort erinnern Grenzsteine an die früheren administrativen Unterteilungen Valangin und La Côte. Die beiden Orte machen unterschiedliche historische Grenzen sichtbar – einmal den Treffpunkt von vier Bezirken, einmal frühere administrative Einteilungen.
Östlich des Dorfes stand eine ehemalige Wascherei, die später zum kommunalen Schlachthof wurde. Das Gebäude besitzt ein Krüppelwalmdach, einen Wasservorrat, ein Granitbecken aus dem Jahr 1859 sowie Tür- und Fensterrahmungen aus grauem Kalkstein. Die Geschichte der Nutzung und die baulichen Einzelheiten lassen sich dabei getrennt betrachten: Die frühere Wascherei wurde später kommunal genutzt, während Dachform, Becken und Steinrahmungen konkrete Merkmale des Gebäudes sind.
Am Collège primaire befindet sich auf dem nach der Schule benannten Platz eine Informationstafel über Claude Loewer. Sie stellt sein Schaffen in Malerei, Tapisserie, Keramik, Collage, Theater- und Architekturdekoration, Lithografie, Mosaik und Glasmalerei vor. Für einen Aufenthalt, der neben Wanderungen auch lokale Geschichte und Kunst einbezieht, ergänzen diese Themen die Natur- und Landschaftsdetails um einen kulturellen Blick auf Montmollin.
Weitere Reiseziele entdecken: La Vue Des Alpes, Fontainemelon, Cernier, Villiers Ne, Les Geneveys-sur-Coffrane, Le Pâquier, Dombresson, Savagnier.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Val-De-Ruz.