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Rund vier Hektar Riet, Maria Bildstein als seit 500 Jahren geltender Kraftort und eine je nach Wasserstand rund vierstündige Gummibootfahrt zeigen, wie unterschiedliche Themen Benken prägen. Natur, sakrale Orte, lokale Kultur und Aktivitäten am Wasser geben Ihnen verschiedene Anhaltspunkte für die Planung eines Aufenthalts.

Rietflächen und Naturkunde

Das Schulreservat an der 4. Gangstrasse umfasst eine rund vier Hektar grosse Rietfläche. Sie wird als Riet erhalten und dient als Anschauungsobjekt für den Naturkundeunterricht. Seit 1991 ist das Schulreservat ein Flachmoor von nationaler Bedeutung (Objekt SG1830) und die einzige ursprüngliche Rietfläche auf dem Gemeindegebiet von Benken. Bei einem Spaziergang können Sie neben der Sitzbank die Informationstafel «Libellen – elegante Flugkünstler» beachten.

Ein weiterer naturkundlicher Schwerpunkt ist das Mösli, ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung (Objekt SG367). Es bietet Amphibien Lebensraum; von den Aufwertungsmassnahmen profitieren ausserdem verschiedene Libellen, die Ringelnatter und die Zauneidechse. Zwei weitere Informationstafeln greifen andere Themen auf: Beim Altersheim Tschächli informiert «Linthläufe durch die Geschichte» über die alten Linthläufe. An der Linthbettstrasse, bei der Abzweigung zur Forsthütte, steht die Tafel «Fledermäuse – heimliche Nachbarn».

Maria Bildstein und sakrale Architektur

Maria Bildstein liegt auf dem Benkner Büchel und ist seit 500 Jahren ein Kraftort und Ort der Stille. Zur Wallfahrtskirche gehört ein Grotten- und Stationenweg mit verschiedenen sakralen Kleinarchitekturen, der zur Meditation einlädt. Der Weg ist für Rollatoren und Rollstühle geeignet. Wenn Sie darauf angewiesen sind, empfiehlt es sich, vor dem Besuch die aktuellen Hinweise zur Eignung zu prüfen.

Museen, Kirche und Fasnacht

Das Bäckereimuseum ist als Bäckerei-, Konditorei- und Confiseriemuseum ausgerichtet. Zu sehen sind auch drei fahrbereite Oldtimer aus den Jahrgängen 1899 bis 1924. Einen anderen Einblick in die Handwerksgeschichte bietet das Holzwurmsanatorium, ein Museum für alte Holzbearbeitungswerkzeuge und -geräte. Die Pfarrkirche von Benken wurde zwischen 1792 und 1795 erbaut und ergänzt diese Museums- und Architekturthemen um einen klar datierten historischen Bezug.

Zum kulturellen Bild Benkens gehören auch lokale Fasnachtsbräuche: Chesslätä, Türggä-Buzzi ufzie, Suppälöfflätä, Drägglizug, Türggä-Buzzi-Abzug und Verbrännätä. Wer sich für Ortskultur interessiert, findet damit neben Gebäuden und Sammlungen auch eine Reihe eigenständig benannter Bräuche.

Am Linthkanal: Baden oder Gummibootfahrt

Der Linthkanal zwischen Walensee und Zürichsee wurde vor rund 200 Jahren nach den Plänen von Konrad Escher von der Linth gebaut. Die Badestellen der Gemeinde am Kanal liegen im Giessen beidseits der Linth sowie im 5. Gang beim Steg. Das sind andere Möglichkeiten der Wasserzeit als eine längere Fahrt: Für die Strecke mit dem Gummiboot vom Walensee in den Zürichsee werden je nach Wasserstand rund vier Stunden angegeben. Ein- und Ausstiegsplätze gibt es unter anderem in Giessen; die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Bei der Planung sollten Sie daher sowohl den Wasserstand als auch die Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten berücksichtigen.

Wandern mit beziffertem Zeit- und Höhenprofil

Eine T1-Wanderroute beginnt am Bahnhof Benken SG und führt über Uznach nach Schmerikon. Sie ist 13,9 Kilometer lang, dauert etwa drei Stunden und 35 bis 40 Minuten und weist 324 Meter Aufstieg sowie 333 Meter Abstieg auf. Strecke, ungefähre Dauer und Höhenmeter geben Ihnen mehrere konkrete Eckwerte für die Routenwahl. Im Unterschied dazu steht beim Spaziergang am Schulreservat eine einzelne Informationstafel als naturkundlicher Orientierungspunkt im Mittelpunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Eschenbach, Ernetschwil, Goldingen, Hintergoldingen, Rapperswil-Jona, Uznach, Gommiswald, Schmerikon.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: See-Gaster.

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