Himmelried liegt auf dem südlichen Gempen-Plateau am Fuss des Hombergs. Trockenwiese, Bachlauf und Spuren verschiedener Epochen geben dem Ort unterschiedliche Seiten: Sie können sich mit Naturschutz und Landschaft befassen, archäologische Geschichte kennenlernen oder Bauwerke im Dorf betrachten.
Lage und Anreise
Himmelried liegt auf 662 Metern über Meer, südlich von Basel und über dem Chastelbachtal. Nördlich des Ortes erreicht der Homberg 793 Meter über Meer. Der Kastelbach durchfliesst Himmelried vom Vorderen Igraben bis zur Grenze des Kantons Basel-Landschaft. Diese Angaben ordnen den Ort in seine Landschaft ein, ohne dass Sie dafür eine bestimmte Route voraussetzen müssen.
Postautos verkehren von Grellingen über Himmelried nach Nunningen und zurück. Wenn Sie mit dieser Verbindung planen, prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag. So können Sie Ihre Anreise mit den vor Ort interessierenden Themen abstimmen, ohne eine bestimmte Aufenthaltsdauer einzuplanen.
Naturschutzgebiet und Wanderlandschaft
Unterhalb von Himmelried liegt die 3,3 Hektar grosse Trockenwiese Latschgetweid. Sie ist seit 1972 durch einen Schutzvertrag zwischen Pro Natura und der Gemeinde geschützt; seit 1988 ist sie zudem ein kantonales Schutzgebiet. Rund 50 Tagfalterarten und 16 Heuschreckenarten kommen dort vor. Ein Pfad führt direkt in die Latschgetweid, und Informationstafeln stehen vor Ort. Damit lässt sich die Schutzfläche nicht nur als Landschaft, sondern auch über ihre Tierwelt einordnen.
Eine andere Perspektive bietet die Rundwanderung Chastelbach–Chaltbrunnental. Sie verläuft zunächst am Chastelbach entlang in Richtung Himmelried. Der Rückweg führt durch das Chaltbrunnental mit moosbewachsenen Felsen und schattigen Waldpassagen. Teile der Runde verlaufen auf dem informativen Karstlehrpfad. Vor einer Wanderung lohnt es sich, die aktuellen Wegverhältnisse zu prüfen.
Archäologie und Dorfgeschichte
Die Kastelhöhle in Himmelried ist mit der Altsteinzeit verbunden: Neandertaler suchten dort vor über 40.000 Jahren Unterschlupf. Die Höhle wurde zwischen 1948 und 1950 ausgegraben und ist für die Altsteinzeitforschung sehr wichtig. Das macht sie zu einem besonderen historischen Bezugspunkt des Ortes, auch unabhängig davon, ob Ihr Schwerpunkt auf Landschaft oder Kulturgeschichte liegt.
Die Kirche St. Franz Xaver wurde im Winter 1807/08 erbaut und 1810 von Bischof Franz Xaver von Neveu eingeweiht. Der klassizistische Saalbau hat ein steiles Satteldach; der Turm ist östlich angebaut. Ein historischer Taufstein in der Kirche stammt aus dem Jahr 1513. So begegnen Ihnen am selben Bauwerk unterschiedliche Zeitschichten: der Taufstein aus dem frühen 16. Jahrhundert und die Kirche aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Auch die Römerbrücke gehört zur Geschichte des Ortes. Sie führt zwischen Waldeck und dem Gebiet Steffen über den Chastelbach und steht seit 1944 unter kantonalem Denkmalschutz. Heute dient sie wieder als Feld- und Wanderweg. Ihre Nutzung als Weg und ihr Schutzstatus machen sie zu einem anderen Typ von historischem Ort als die Kirche oder die Kastelhöhle.
Lokale Produkte und Brauereibesichtigung
In Himmelried verkaufen verschiedene Einwohnerinnen und Einwohner Produkte aus dem Ort. Eine Liste der Angebote steht zum Download bereit; da einzelne Anbieter und Angebote wechseln können, ist sie für die Planung ein hilfreicher Anhaltspunkt.
Die Chastelbach Brauerei produziert Chastelbach-Biere nach traditioneller Braukunst mit Himmelrieder Quellwasser. Für Gruppen, Firmen und Vereine von 10 bis etwa 20 Personen bietet sie individuelle Brauereibesichtigungen mit frisch gezapftem Bier und einer kleinen Verpflegung an. Eine vorherige Absprache kann erforderlich sein. Das Gruppenangebot unterscheidet sich damit klar von den frei zugänglichen landschaftlichen Orientierungspunkten und sollte bei entsprechendem Interesse separat eingeplant werden.
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