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Offene Ackerlandschaft, enge Schluchten und ein Jurakamm mit weitem Blick: Solothurn vereint unterschiedliche Landschaftsbilder. Der Kanton erstreckt sich über Teile des Schweizer Mittellands und des Juras. Sein höchster Punkt ist die 1445 Meter hohe Hasenmatt, eine Stelle auf dem Jurakamm bei Selzach. Wer Natur und Kultur verbinden möchte, findet hier auch markante Spuren der Vergangenheit – von Dinosaurierfährten bis zu barocken Bauten.

Landschaften zwischen Weite und Schlucht

Die Witischutzzone zeigt sich als offene Ackerlandschaft und bietet zahlreichen Vögeln und Feldhasen Lebensraum. Im Naturpark Thal gehören die Tier- und Pflanzenwelt des Solothurner Juras ebenso zum Charakter der Gegend wie ihre Bedeutung als Naherholungs- und Feriengebiet für Naturliebhaber, Wanderer und Biker. Einen ganz anderen Landschaftseindruck vermittelt die Wolfsschlucht: Sie ist ein kantonales Waldreservat mit hohen, teilweise überhängenden Felswänden, Höhlen und Auswaschungen.

Am Einstieg zur Wolfsschlucht befindet sich die Bushaltestelle Herbetswil Wolfsschlucht. Von der Postautohaltestelle Wolfsschlucht sind es etwa 45 Minuten zu Fuss bis zu den Picknickplätzen in den Höhlen der Schlucht. Die Gehzeit gibt Ihnen einen konkreten Anhaltspunkt, wenn Sie diesen Ausflug planen.

Wandern mit unterschiedlichen Zeitrahmen

Der Holzweg Thal verbindet Kunst und Natur: Künstlerische Installationen greifen den Wald und das Naturprodukt Holz auf; dazu kommen Spielmöglichkeiten und Grillplätze für Familien. Der Weg ist ganzjährig geöffnet, fünf Kilometer lang, als leicht eingestuft und in etwa zwei Stunden zu begehen. Startorte sind Balsthal, St. Wolfgang und Holderbank SO. Damit lässt sich die Route gut von der Via Surprise unterscheiden: Diese Wander-Rundroute ist in sechs Tagesetappen unterteilt und führt durch den Solothurner und Baselbieter Jura.

Auch auf dem Weissenstein stehen Wanderwege verschiedener Schwierigkeitsgrade zur Wahl. Panoramawege eröffnen Ausblicke über das Mittelland und bei klarer Sicht bis zum Säntis und zum Mont Blanc. Wanderungen führen von dort in Richtung Grenchen oder durch die Wälder des Naturparks Thal. Welche dieser Möglichkeiten Sie anspricht, hängt davon ab, ob Sie eher eine klar umrissene Runde, eine mehrtägige Route oder unterschiedliche Wege und Aussichten suchen.

Für Ausflüge auf die zweite Jurakette fährt der NaturparkBus 2026 ab Balsthal auf zwei Routen. Vom Karfreitag, dem 3. April, bis zum 1. November verkehrt er jeden Sonntag und an allgemeinen Feiertagen. Er hält an zentralen Ausgangspunkten sowie vor sechs Bergwirtschaften. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan für die geplanten Reisedaten.

Geschichte zum Ansehen und Entdecken

Bei Lommiswil lassen sich Dinosaurierspuren von einer sicheren Aussichtsplattform aus betrachten; erklärende Tafeln geben zusätzliche Orientierung. Der Steinbruch selbst ist wegen akuter Steinschlaggefahr gesperrt. Zu Fuss erreichen Sie die Spuren von der Bahnstation «Im Holz» oder von der Talstation der Seilbahn Weissenstein. Die Solothurn-Moutier-Bahn benötigt von Solothurn zu diesen Haltestellen 14 Minuten; prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan.

Auch die Ruine Neu-Falkenstein verbindet einen historischen Ort mit einem konkreten Besuchserlebnis. Sie ist ganzjährig frei zugänglich, und der Turm kann bestiegen werden. Von der Ruine reicht der Blick über den Naturpark Thal; mehrere Grillstellen und Sitzgelegenheiten sind vorhanden. Wahrscheinlich wurde die Burg im frühen 12. Jahrhundert erbaut. Im 13. und 14. Jahrhundert diente sie als Lehenssitz der Grafen von Falkenstein und Bechburg.

In der Stadt Solothurn führt der Blick auf eine andere Art von Geschichte: Die autofreie Altstadt bewahrt historische Baudenkmäler, Museen und bemerkenswerte Barockbauten. Dazu zählen die romantischen Gässchen mit altem Kopfsteinpflaster und die St. Ursen-Kathedrale, die als bedeutendstes schweizerisches Bauwerk des Frühklassizismus gilt. Sie wurde aus hellem «Solothurner Marmor» errichtet. In ihrer Schatzkammer befindet sich eine grosse Anzahl künstlerisch hochstehender Gold- und Silberschmiedearbeiten.

Stadtentdeckungen und regionale Funde

Das Naturmuseum Solothurn stellt Tiere, Pflanzen, Steine und Versteinerungen aus der Umgebung vor. Zu den besonderen Beispielen zählen 150 Millionen Jahre alte versteinerte Schildkröten aus den Steinbrüchen der Stadt, Seesterne vom Weissenstein und Dinosaurierfährten von Lommiswil. Frei ausgestellte Tiere und Objekte dürfen angefasst werden – ein anderer Zugang zu den Naturfunden als der Blick auf die Spuren im Steinbruch.

Wenn Sie Solothurns regionalen Alltag kennenlernen möchten, bietet der wöchentliche Markt eine weitere Facette: Jeden Samstagmorgen werden landwirtschaftliche Erzeugnisse und gastronomische Spezialitäten aus der Region angeboten. So stehen auf einer Reise durch Solothurn Naturbeobachtungen, Wanderwege, Geschichte und lokale Produkte als unterschiedliche Entdeckungen nebeneinander.

Weitere Reiseziele entdecken: Lebern, Wasseramt, Gäu, Olten, Dorneck, Thierstein, Solothurn, Gösgen, Thal, Bucheggberg, Etziken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schweiz.

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