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Am Inkwilersee verläuft die Kantonsgrenze durch die Landschaft: Der kleine, äusserst flache See liegt etwa je zur Hälfte auf Solothurner und Berner Kantonsgebiet. Die Solothurner Seite samt Uferbereich ist als kantonales Naturschutzreservat ausgeschieden. Seine Entwicklung vom offenen Gewässer zum Flachmoor befindet sich heute in der letzten Phase. Mit 38 bekannten Libellenarten zählt der Inkwilersee zu den libellenreichsten Gewässern des Mittellandes.

Moore, Seen und geschützte Gewässerräume

Östlich des Burgäschisees, in der Gemeinde Aeschi, liegt das Chlepfibeerimoos. Es ist das einzige Hochmoor im Kanton Solothurn, ein kantonales Naturreservat und ein Moorgebiet von nationaler Bedeutung. Das Schutzgebiet darf nicht betreten werden. Vom Parkplatz beim Burgäschisee besteht freier Blick auf das Hochmoor; beachten Sie vor Ort die aktuellen Schutz- und Hinweisschilder.

Der Burgäschisee lädt zum Spazieren, Entspannen, Baden, Rudern und Grillen ein. Schwimmen ist nur im Strandbad oder an der öffentlichen Badestelle erlaubt. Für den Spaziergang um den See können Sie rund eine halbe Stunde einplanen. Am See serviert das Restaurant «Seeblick» frische, saisonale Speisen aus der Region; für aktuelle Angebote lohnt sich eine kurze Nachfrage.

Auch an der Aare und im Emmenschachen haben Gewässer- und Auenschutz eine lange Geschichte: Die Wasserfläche der Aare besitzt seit den 1970er-Jahren Reservatstatus, der Emmenschachen seit den 1990er-Jahren. Geschützt werden Wasser- und Zugvögel sowie die Aue. Grosse Grundwasserströme verlaufen parallel zur Emme durch das Wasseramt.

Der Bezirk liegt im südlichen Teil des Kantons Solothurn, in der Region Mittelland, und grenzt an den Kanton Bern. Als Verwaltungsbezirk gehört er zur Amtei Bucheggberg-Wasseramt. Ehemalige Industriestandorte treffen hier auf ländlichere Gemeinden – ein Kontrast, der sich auch in den Ausflugszielen zwischen Natur und Kultur zeigt.

Wasseramt zu Fuss und mit dem Velo

Für einen kurzen Spaziergang bietet sich die Runde um den Burgäschisee an. Eine Broschüre von 2022 beschreibt die 12 Kilometer lange Waldwanderung entlang der Emme als flach und beliebig in Abschnitte unterteilbar. Prüfen Sie vor Ihrer Tour die aktuellen Wegbedingungen. Eine weitere Wanderroute führt am Emmenkanal sowie an Stau- und Regulierwehren vorbei, die als Zeugen aus alten Zeiten gelten.

Wer lieber mit dem Velo unterwegs ist, kann den Urzeitenweg in den Blick nehmen: Die rund 35 Kilometer lange Tour verläuft weitgehend über Nebenstrassen und Flurwege durch insgesamt 13 Gemeinden des Wasseramts. Inhaltlich folgt sie einer Zeitreise von der Steinzeit über die Bronzezeit bis zur Eisenzeit und greift Themen wie Kultur, Medizin, Arbeit und Produktion auf. So verbindet die Tour Bewegung mit einem thematischen Blick auf die frühe Geschichte der Region.

Zwischen Gerlafingen und Zuchwil macht die App «EinflussEmme» einen Abschnitt zu einem digitalen Outdoor-Erlebnis. Sie bietet Fakten, animierte Grafiken, Audio- und Videobeiträge sowie interaktive Spielelemente für Individualbesucher und Schulklassen. Da sich App-Verfügbarkeit und Funktionen ändern können, prüfen Sie am besten vorab, ob das Angebot aktuell bereitsteht.

Von der Burg bis zur Industriegeschichte

Das Freilichtmuseum Museum Wasseramt – Turm in Halten umfasst einen zwölf Meter hohen Wohnturm des kyburgischen Dienstadelsgeschlechts, eine Gruppe alter Speicher und ein Ofenhaus. Präsentiert werden die Geschichte der Burg, Textilien, Trachten, Keramik und Ziegel sowie landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge verschiedener Gewerbe. Das Museum ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar; prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Verbindungen.

Im Museum Spinnerei 1863 geben die historischen Gebäude der ehemaligen Baumwollspinnerei Emmenhof Einblicke in Handwerk, Industrie und Motorradentwicklung. Zu sehen sind 75 Motorräder der Zweiradstiftung Schellhammer, darunter Motorräder des Nürnberger Herstellers Triumph TWN aus den Jahren 1906 bis 1956. In der ehemaligen mechanischen Werkstatt laufen wieder transmissionsgetriebene Maschinen. Für die Besuchsmodalitäten wenden Sie sich direkt an das Museum.

Auch archäologische Funde gehören zu den Entdeckungen im Wasseramt: Im Foyer des Schulzentrums in Subingen sind Funde aus den frühkeltischen Grabhügeln im Heidenmoos ausgestellt. Die Präsentation kann sich ändern; prüfen Sie vor einem Besuch, ob die Funde dort aktuell gezeigt werden.

Weitere Reiseziele entdecken: Luterbach, Aeschi, Zuchwil, Kriegstetten, Biberist, Steinhof, Hersiwil, Horriwil, Subingen, Bolken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Solothurn.

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