Aeschi ist eine politische Gemeinde im Bezirk Wasseramt des Kantons Solothurn in der Schweiz. Sie umfasst die Ortsteile Aeschi, Burgäschi und Steinhof; südlich von Burgäschi liegt der Burgäschisee. Aeschi liegt südlich von Solothurn. Offene Felder, kleine Wälder und sanfte Hügel prägen den ländlichen Charakter. So treffen in der Gemeinde ein klares Naturthema am See und die Geschichte der verschiedenen Ortsteile aufeinander.
Burgäschisee und Moorlandschaft
Der Burgäschisee ist 20,7 Hektaren gross und bis zu 30 Meter tief. Am Ufer des Sees liegen ein kantonales Naturreservat und ein Moorgebiet von nationaler Bedeutung. Der Spaziergang rund um den See führt teilweise durch das Chlepfibeerimoos, das einzige Hochmoor im Kanton Solothurn. Auf einem Teil des Rundgangs verbinden sich damit der Blick auf den See und die Moorlandschaft.
Wegen des Naturschutzes ist Schwimmen am Burgäschisee nur im Strandbad oder am öffentlichen Badeplatz erlaubt. Beachten Sie die Beschilderung vor Ort. Angeln ist von Mai bis Oktober vom Ufer oder von einem Boot aus erlaubt; prüfen Sie vor dem Angeln die geltenden Saison- und Bewilligungsangaben. Entlang des Ufers informieren Tafeln über Geschichte, Natur und Kultur des historischen Ortes. Im Restaurant «Seeblick» am Burgäschisee werden frische und saisonale Produkte aus der Region serviert. Prüfen Sie vor der Reise, ob der Betrieb aktuell geöffnet ist.
Pfahlbaugeschichte und Kirche St. Anna
Am Burgäschisee sind vier jungsteinzeitliche Pfahlbaustationen bekannt, die zusammen den Zeitraum von 4000 bis 2600 v. Chr. abdecken. Die Siedlung «Burgäschi Ost» gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe der prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen. Ihre Überreste liegen heute größtenteils im Schilfgürtel des Sees und sind nicht zugänglich. Die UNESCO-Anerkennung und die fehlende Zugänglichkeit beschreiben dabei zwei verschiedene Aspekte: Die Stätte ist Teil des Welterbes, die Überreste selbst sind kein Besuchsort.
Zur Ortsgeschichte gehört auch die Kirche St. Anna in Aeschi. Sie wurde 1679 als Saalkirche mit eingezogenem polygonalem Chor und Dachreiter neu errichtet. 1684 wurde die neue Kirche von der Pfarrei Kriegstetten getrennt; Aeschi wurde eine eigene Pfarrei. Die beiden Daten markieren unterschiedliche Schritte: 1679 den Kirchenneubau, 1684 die Selbstständigkeit der Pfarrei. Der eingezogene polygonale Chor ist gegenüber dem Saalraum zurückgesetzt und mehrseitig geschlossen; der Dachreiter sitzt auf dem Dach.
Wege und Anreise
Aeschi verfügt über zahlreiche Wege für Spaziergänge und Radtouren. Eine konkrete Verbindung zum See bietet die SchweizMobil-Route «Wasserämter Route Nr. 802», die von Solothurn direkt zum Burgäschisee führt. Prüfen Sie vor dem Start die aktuellen Routenbedingungen. Mit dem Bus Nr. 7 von Solothurn in Richtung Herzogenbuchsee erreichen Sie die Haltestelle «Aeschi, SO Kirche». Von dort sind es rund 20 Minuten zu Fuss bis zum Burgäschisee; prüfen Sie die aktuelle Busverbindung vor der Reise.
Regionalbusse verbinden Aeschi mit umliegenden Ortschaften und den Bahnhöfen in Etziken oder Subingen. Von diesen Bahnhöfen bestehen Verbindungen in Richtung Solothurn, Olten und Bern. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Aeschi kann der gewünschte Schwerpunkt des Aufenthalts Orientierung geben: See und Moorlandschaft, Pfahlbaugeschichte oder die Kirche St. Anna.
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