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In Luterbach treffen unterschiedliche Entdeckungsthemen aufeinander: die Geschichte der Wasserkraft, elektronische Musikinstrumente und eine Flusslandschaft mit Wegen und Aufenthaltsbereichen. Das alte Kraftwerk und der Industrielehrpfad Emmekanal geben Einblick in die Industriegeschichte. Im Synthorama stehen Instrumente zum Hören und Ausprobieren im Mittelpunkt, während der Uferpark Attisholz den Blick auf die Aare und seine gestaltete Uferlandschaft lenkt. Welche Station Sie interessiert, hängt vor allem davon ab, ob Sie Technikgeschichte, Musik oder den Aufenthalt am Wasser bevorzugen.

Wasserkraftwerk und Industrielehrpfad

Das 1888 errichtete Wasserkraftwerk Luterbach gehört zu den ältesten erhaltenen Anlagen seiner Art im Kanton Solothurn. 1988 wurde es restauriert und als Museum zugänglich gemacht. Zum alten Kraftwerk gehört eine Francis-Turbine von 1906, die weiterhin in Betrieb ist. So verbinden sich an diesem Ort ein historisches Bauwerk und ein technisches Element, das noch heute arbeitet.

Der Industrielehrpfad Emmekanal führt über Emmenschachen oder durch die neueren Wohnquartiere von Luterbach zurück zum Ausgangspunkt beim Kraftwerk. Er verläuft größtenteils auf dem Netz der Solothurner Wanderwege; zusätzlich weisen Schilder des Solothurner Heimatschutzes den Weg. Der Rundgang besteht aus kombinierbaren Teilstrecken. Sie können ihn dadurch verkürzen oder verlängern und den Ausgangspunkt frei wählen. Die verschiedenen Abschnitte machen es möglich, die Erkundung an den verfügbaren Zeitrahmen anzupassen, ohne eine einzige feste Rundlänge vorauszusetzen.

Den Industrielehrpfad erkunden Sie am einfachsten mit dem Fahrrad über den Veloweg entlang der Aare von Solothurn Richtung Olten. Auch mit dem Bus ist Luterbach erreichbar: Die Linie 9 hält an der Haltestelle «Kraftwerk». Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan, damit Ihre Anreise zu den geplanten Zeiten passt. Der Hinweis auf die Busverbindung ergänzt die flexible Wahl von Startpunkt und Teilstrecke um eine weitere Möglichkeit für die Besuchsplanung.

Elektronische Instrumente im Synthorama

Das Synthorama in Luterbach ist ein Museum für elektronische Musikinstrumente. Auf rund 400 Quadratmetern präsentiert die Ausstellung 360 überwiegend analoge Synthesizer und 60 Rhythmusinstrumente aus zehn Ländern. Besucherinnen und Besucher können die Instrumente mit wenigen Ausnahmen selbst ausprobieren. Für Musikinteressierte ist das ein anderer Zugang als eine Ausstellung, die ausschließlich auf das Betrachten ausgerichtet ist: Hier gehört das eigene Ausprobieren zum Museumserlebnis. Für dieses Angebot gelten einige Ausnahmen; aktuelle Besuchsarrangements können sich ändern.

Die Zahlen geben der Sammlung einen konkreten Rahmen: Neben den Synthesizern sind auch Rhythmusinstrumente vertreten, und die Exponate stammen aus zehn Ländern. Das macht das Synthorama zu einem eigenständigen Schwerpunkt neben der Industriegeschichte des Kraftwerks. Wer Luterbach thematisch auswählt, kann daher zwischen einem Blick auf die Entwicklung der Wasserkraft und einem Besuch rund um elektronische Klangerzeugung unterscheiden, statt beide Themen als dasselbe Erlebnis zu behandeln.

Uferpark Attisholz und Aarelandschaft

Der Uferpark Attisholz in der Gemeinde Luterbach verbindet verschiedene Möglichkeiten für einen Aufenthalt am Wasser. Ein breiter Veloweg und eine Promenade für Spaziergänger gehören ebenso dazu wie Grillstellen mit Holzbänken. Über ein Naturfenster besteht Zugang zur Aare; außerdem gibt es einen Badestrand. Die ehemaligen Klärbecken sind zu Fuß über Durchgänge, Treppen, Brücken und Stege zugänglich. Kleine Inseln aus Kies und Blocksteinen wurden im Wasser geschaffen, damit sich Flora und Fauna üppig entwickeln können. So bietet der Park neben den Wegen und Aufenthaltsbereichen auch einen gestalteten Naturraum.

Die Uferlandschaft ist Teil einer größeren geografischen Einordnung. Luterbach liegt 3,5 Kilometer östlich von Solothurn, gemessen in Luftlinie, auf einer Schotterebene östlich der Emme und am Jurasüdfuß im Solothurner Mittelland. Das Gemeindegebiet umfasst einen Abschnitt der grundwasserreichen Schotterebene im inneren Wasseramt. Im Norden bildet die Aare die natürliche Gemeindegrenze; im Westen begrenzt die Emme Luterbach beim sogenannten Emmenspitz. Nach Osten erstreckt sich das Gebiet über die Ebene mit den kanalisierten Bachbetten von Dorfbach und Rüttibach bis zum Dornwald und Affolterwald, die in der Schwemmebene einen Waldgürtel bilden. Diese Landschaftsmerkmale ergänzen die konkreten Erlebnisse am Kraftwerk und im Uferpark um die räumliche Prägung des Ortes.

Weitere Reiseziele entdecken: Bolken, Subingen, Horriwil, Zuchwil, Aeschi, Hersiwil, Kriegstetten, Steinhof.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wasseramt.

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