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Am Südhang des Seerückens und nördlich der Autobahn A7 liegt Lipperswil auf 491 Metern über Meer. Die Ortschaft erstreckt sich über einen Höhenbereich von 461 bis 597 Metern. Golf, Conny-Land, die Evangelische Kirche und ein Rundweg setzen unterschiedliche Schwerpunkte. So finden sich hier Freizeitangebote ebenso wie Bau- und Ortsgeschichte; welche davon einen Aufenthalt prägen, lässt sich nach den eigenen Interessen gewichten.

Golf und Erlebnisse im Conny-Land

Die Golfanlage Lipperswil besteht aus drei verschiedenen 9-Loch-Anlagen, die sich unterschiedlich miteinander kombinieren lassen. Wer sich für Golf interessiert, findet damit mehrere mögliche Kombinationen statt eines einzigen festgelegten Formats. Die Golf Academy bietet Einzel- und Gruppenunterricht sowie Schnupper-, Platzreife- und Technikkurse an. Die Driving Range grenzt direkt an das Conny-Land, ist ganzjährig in Betrieb und für jedermann zugänglich. Die räumliche Nachbarschaft macht zwei sehr unterschiedliche Angebote sichtbar: hier Golf und Übungsmöglichkeiten, dort Erlebnisse rund um Tiere und Dinosaurier.

Beim Angebot, mit Seelöwen zu schwimmen, erhalten Besuchende Informationen über Lebensweise, Anatomie, Sozialverhalten und Artenschutz der Tiere. Einen anderen Schwerpunkt setzt Dino-Attack: Die Attraktion führt durch eine prähistorische Welt mit lebensechten Dinosauriern. Damit stehen ein Tiererlebnis mit Wissensinhalten und eine thematische Dinosaurierwelt als verschiedene Akzente nebeneinander.

Kirche, Ortsgeschichte und Rundweg

Die Evangelische Kirche Lipperswil verbindet mehrere Bauphasen. Sie wurde 1209 als Filialkirche von Wigoltingen erbaut und 1490 neu erbaut; die jüngste Innenrenovation erfolgte 1963. Zu den markanten Bauteilen gehören ein mächtiger Nordturm, ein niedriger Polygonalchor und ein kurzes Schiff mit neuen Holzdecken. Im Chor befinden sich Glasgemälde von Leon Knuchel aus dem Jahr 1921 und von Gottlieb Engeler aus dem Jahr 1963. Die beiden Jahreszahlen der Glasgemälde machen verschiedene Entstehungsphasen innerhalb des Kirchenraums greifbar.

Lipperswil wurde 1252 erstmals unter dem Namen Luimprechtswilær urkundlich erwähnt. Zunächst gehörte der Ort den Freiherren von Bürglen; 1284 wurde er an das Chorherrenstift St. Johann in Konstanz verkauft. Das Chorherrenstift besaß bis 1798 die niedere Gerichtsbarkeit. Eine weitere historische Spur findet sich am Kellhof: An seiner westlichen Giebelseite steht die aufgemalte Inschrift „Kellhof, erbaut 1623, bis 1798 Lehen des Chorherrenstifts St. Johann zu Konstanz“.

Der 10 Kilometer lange Rundweg Napoleonturm führt über den ehemaligen Kirchweg durch das Wolftobel zur Kirche Lipperswil. Seine Länge und der benannte Zielpunkt geben der Wanderung einen konkreten Rahmen; sie ist damit eine andere Art, sich mit der Ortsgeschichte zu beschäftigen, als der Blick auf einzelne Bauwerke. Für einen kulinarischen Schwerpunkt setzt das Restaurant Lion d’Or auf regionale und saisonale Küche.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kreuzlingen.

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