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Eschenz verbindet die Fundstelle Eschenz-Insel Werd mit römischer Geschichte, Ortsmuseum und Wegen auf dem Seerücken und zur Insel Werd. Für eine Kulturreise können Sie historische Themen im Museum vertiefen, die Insel als eigenen Schwerpunkt wählen oder den Aufenthalt mit einer Wanderung und dem öffentlichen Strandbad ergänzen. Eschenz ist sowohl politische Gemeinde als auch Ortschaft im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Pfahlbauten, Römerzeit und Insel Werd

Die Fundstelle Eschenz-Insel Werd gehört seit dem 27. Juni 2011 zum UNESCO-Welterbe der Pfahlbauten. Die Insel Werd ist einer der ältesten Siedlungsplätze im Bodenseeraum und damit ein wichtiger Bezugspunkt für die frühe Besiedlung der Gegend. Im frühen 1. Jahrhundert n. Chr. errichteten die Römer hier ein Dorf namens Tasgetium. Eine römische Holzbrücke führte über die Insel Werd zum gegenüberliegenden Seeufer.

Auch mittelalterliche Geschichte ist mit der Insel verbunden. Im Jahr 958 schenkte König Otto I. dem Benediktinerkloster Einsiedeln eine bereits in Untereschenz bestehende Kirche, die Insel Werd samt Kirche und einen nahegelegenen Gutshof. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich die Besiedlung aus einem frühen Kern durch umfangreiche Rodungen weiter, dehnte sich ostwärts aus und stieg den Hügelzug des Seerückens hinauf.

Dorfgeschichte im Museum und auf Freudenfels

Das 1991 eröffnete Ortsmuseum Eschenz präsentiert Zeugnisse menschlicher Besiedlung von der Bronzezeit bis in die Neuzeit. Zur Sammlung gehören Pfeilspitzen, Kämme, Tongeschirr und Schreibtafeln sowie eine intakte Panflöte und eine keltische Statuette. Die kostbaren Originale der genannten archäologischen Objekte befinden sich im Archäologischen Museum Frauenfeld. Im zweiten Stock des Ortsmuseums stehen Gebrauchsgegenstände, Erinnerungsstücke und Dokumente aus der Dorfgeschichte im Mittelpunkt. So umfasst der Museumsbesuch sowohl archäologische Zeugnisse als auch Gegenstände und Aufzeichnungen aus dem Dorfleben.

Die Geschichte führt auch zur Feste Freudenfels. Sie wurde um 1300 auf einem Felssporn, 1 km südöstlich von Obereschenz, als Teil einer Befestigungskette erbaut. Diese diente dem Schutz von Stein am Rhein und der Handelsschifffahrt auf dem Untersee. Von 1623 bis 1798 wurde die mit Eschenz verbundene historische Herrschaft vom Statthalter des Klosters Einsiedeln auf Schloss Freudenfels verwaltet. Der Zugang zum Gelände kann eingeschränkt sein.

Zu Fuß zwischen Seerücken und Insel Werd

Auf dem Wanderweg „Auf dem Seerücken“ öffnet sich oberhalb von Eschenz der Blick auf den Untersee; nahe der Insel Werd erreicht der Weg das Wasser. Für die Wanderplanung sind damit zwei konkrete Orientierungspunkte gegeben: die Aussicht oberhalb des Ortes und das Wasser nahe der Insel. Da sich Wegverhältnisse ändern können, prüfen Sie diese vor Ihrer Wanderung.

Auch die Insel Werd ist zu Fuß erreichbar: Von der Schifflände Stein am Rhein führt der Weg über Eschenz und anschließend über die Holzbrücke zur Insel. Diese Wegbeschreibung bietet einen konkreten Zugang zu Fuß, während der Wanderweg „Auf dem Seerücken“ den Blick auf den Untersee in den Mittelpunkt stellt.

Dorfstationen und Besuchsbedingungen

Während das Ortsmuseum Besiedlung und Dorfgeschichte an einem Ort bündelt, verteilt die Eschenzer Challenge verschiedene Stationen über das ganze Dorf. An jeder Station sind Informationen per QR-Code hinterlegt; die Inhalte können aktualisiert werden. Für Zeit am Wasser gibt es in Eschenz das öffentliche Strandbad Buebebadi mit großer Liegewiese und Kinderspielplatz.

Auf der Insel Werd kann die Kapelle besichtigt werden; die Besuchsregelungen können sich ändern, daher empfiehlt sich eine Prüfung vor dem Besuch. Im Franziskanerkonvent ist nach Anmeldung eine kleine, vom Amt für Archäologie gestaltete Ausstellung mit Bodenfunden zugänglich. Gruppen und Schulklassen können außerdem nach vorheriger Kontaktaufnahme die Franziskanergemeinschaft auf der Insel besuchen; dabei erzählt die Gemeinschaft aus dem Leben der Franziskaner.

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