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Zwischbergen liegt südlich des Simplonpasses direkt an der Grenze zu Italien. Alte Schmugglerpfade, Bergseen und die Goldgeschichte von Gondo-Zwischbergen geben Ausflügen unterschiedliche Schwerpunkte – von einer anspruchsvollen Rundwanderung bis zu Erlebnissen rund um die Goldminen.

Wandern zwischen Bergseen und Passwegen

Die Wanderung Zwischbergen–Tschawinersee–Monscerapass ist 13,03 Kilometer lang, als schwierig eingestuft und als Rundweg angelegt. Sie beginnt an der Postbushaltestelle Gondo. Ein alter Schmugglerpfad führt über zwei Alpweiden zum klaren Tschawinersee und weiter zum Monscerapass. Auf der Wanderung zum See liegen sieben Bergseen; je nach Saison lässt sich dort auch die Herstellung des Alpkäses Waira beobachten. Wetter und Wegbedingungen können sich ändern, weshalb eine Prüfung vor dem Aufbruch sinnvoll ist.

Ein markierter Wanderweg der ViaStockalper führt von Zwischbergen zum Monscerapass bergauf über zahlreiche natürliche Stufen. Eine andere Streckenwahl bietet die Furggu-Variante: Sie verläuft durch das Zwischbergental und am rechten Talhang an den Goldminen vorbei. Anschließend führt sie durch einen Buchenwald und auf dem ursprünglichen Saumpfad bergab nach Gondo. So unterscheiden sich die Routen nicht nur durch ihre Namen, sondern auch durch ihre Landschaft und ihren Wegverlauf.

Das Zwischbergental gilt als wildes, 16 Kilometer langes Tal, umgeben von Berggipfeln bis zu 4.000 Metern. Auch eine Radroute ins Tal führt durch ausgedehnte Wälder, blumenreiche Alpweiden und an Bergseen vorbei. Diese Landschaft lässt sich also sowohl auf Wanderwegen als auch auf einer Radroute erleben; eine bestimmte Streckenlänge für die Radtour ist hier nicht angegeben.

Goldgeschichte und Erlebnisse

Die Goldminen am Eingang des Zwischbergentals sind seit der Römerzeit bekannt und heute als Besucherbergwerk ausgebaut. Die historische Goldbergbauära von Gondo-Zwischbergen endete am 17. Mai 1896 mit dem Konkurs der Société des Mines d’Or de Gondo. Im Stockalperturm Gondo zeigt eine Ausstellung zeitgenössische und aktuelle Fotos, Dokumente und Pläne der Mine sowie Gesteinsproben. Sie kann durch ein Zusatzprogramm mit Goldwaschen und Führungen durch die Goldminen ergänzt werden; Programmdetails und Verfügbarkeit sollten Sie vorab prüfen.

Beim Gondo Goldrush zeigt ein Goldwaschinstruktor, wie man Gold findet; die Teilnehmenden schöpfen erstmals Kies in ihre Goldwaschpfanne. Der Weg führt von Gondo zum Zwischbergen Hof und von dort zu Fuß durch den Auenwald weiter zu den Goldclaims. Goldwaschen in Zwischbergen ist individuell oder in Gruppen möglich. Damit lassen sich die Geschichte der Minen und die praktische Tätigkeit beim Goldwaschen als unterschiedliche Aspekte des Themas einordnen.

Auch die Gondoschlucht verbindet Landschaft und Geschichte: Der Stockalperweg führt durch eine ehemalige Festungsanlage, deren Räume unter Führung besichtigt werden können. Die einst geheime Festungsanlage hatte strategische Bedeutung. Für Führungen sollten Sie die aktuellen Besuchsbedingungen vorab prüfen.

Kapellen und historische Orte

Die Kapelle auf den Alpjen geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Sie war damals Kirche und Mittelpunkt der «Bergstatt uff den Alpjen». Davon zu unterscheiden ist die Kapelle am Bord: Sie wurde um 1642 an der Stelle eines kleinen Bildstocks errichtet und liegt im Zwischbergental an der Straße nach Furggi beim Restaurant Bord.

Die Kapelle Maria Bru ist vom Restaurant Bord über den Jordiweg in etwa 30 Minuten erreichbar. Der Rundweg Maria Bru führt zunächst auf dem Stockalperweg bis zu den Chatzhalte und zweigt anschließend zur Kapelle ab. Die ungefähre Dauer und der beschriebene Wegverlauf helfen bei der zeitlichen Einordnung; die Wegbedingungen können sich ändern. Das Gsteihuis war ursprünglich ein Wohnturm oder Festes Haus und gehörte der Familie Laquenessa, einem lokalen Adelsgeschlecht. Es liegt auf Privatgrund und kann nur von außen besichtigt werden.

Aktivitäten und Orientierung

In der Zwischbergenschlucht umfasst Canyoning Rutschen, Springen und Abseilen. Mit einem Canyoning-Guide erreicht die Abfahrt in etwa drei Stunden den Ausgangsort Gondo im Wallis. Die Schlucht sollte nicht ohne ausgebildeten Guide begangen werden, da bei steigendem Wasserstand Lebensgefahr besteht. Das Angebot ist saisonal; prüfen Sie vorab die Verfügbarkeit eines Guides und die Wasserbedingungen. An der 500 Meter hohen Volluzwand in der Gondoschlucht gibt es anspruchsvolle Kletterei; Kletterbedingungen und Routeninformationen sollten Sie vor Ort prüfen.

Für die Orientierung im Gebiet gibt es den PubliCar Zwischbergen als flexiblen Rufbus: Im Sommer bedient er innerhalb des festgelegten Bedienungsgebiets frei wählbare Abfahrts- und Zielhaltestellen. Der PubliCar-Sommerdienst im Gebiet Gondo–Zwischbergen fährt nur nach vorheriger Reservierung. Prüfen Sie die aktuellen Serviceinformationen und reservieren Sie vor der Fahrt.

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