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Ardon im Wallis führt von Kirchenarchitektur und römischer Geschichte zu Weinbau und Naturbeobachtung. Zu den kulturellen Themen gehören die Kirche von Ardon-Magnot, römische Funde bei Saint-Jean und die Geschichte des Château du Crest. Auch die Landschaft lässt sich auf verschiedene Weise entdecken: als Weinberg, Feuchtgebiet und höher gelegene Alpweide. Für die Reiseplanung lohnt der Blick auf die Unterschiede zwischen einem Kirchenbesuch, einer festgelegten Wegstrecke und einem saisonal geöffneten Ort wie dem Itre du Bouis.

Kirche und römische Geschichte

Die Kirche von Ardon-Magnot ist Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten geweiht. Sie besitzt einen gotischen Glockenturm; Langhaus und Chor sind neugotisch und stammen aus dem späten 19. Jahrhundert. Zur Ausstattung zählen die ursprünglichen Glasfenster, ein gotisches Kruzifix aus dem frühen 15. Jahrhundert, eine Marienstatue mit Kind und ein barockes Taufbecken. So begegnen Ihnen hier unterschiedliche Bauformen und Ausstattungsstücke aus verschiedenen Zeiten. Die Kirche kann besichtigt werden. Ein Audio- und ein visuelles Informationssystem stehen auf Französisch, Deutsch und Englisch zur Verfügung; zwei Erläuterungstafeln ergänzen das Angebot. Prüfen Sie die örtlichen Zugangsmodalitäten vor Ihrem Besuch.

Bei der Kirche Saint-Jean und in ihrer unmittelbaren Umgebung wurden ab 1959 römische Überreste freigelegt. Sie werden als Teil eines größeren Komplexes einer villa rustica interpretiert. Nördlich der Kirche kamen 1894 zwei römische Votivaltäre ans Licht: Einer war Jupiter, der andere Merkur geweiht. Die Funde eröffnen unterschiedliche Zugänge zur römischen Vergangenheit: Hier steht eine archäologische Deutung im Raum, dort geben die Widmungen der Altäre konkrete Hinweise auf römische Religion.

Das Château du Crest in seiner historischen Zeit

Das mittelalterliche Château du Crest wurde auf den Anhöhen von Isières oberhalb von Ardon errichtet. Mit einem 23 Meter hohen Donjon und zwei jeweils etwa 13 Meter hohen Türmen beherrschte es die Rhôneebene. Seine Geschichte lässt sich an zwei klaren Zeitpunkten festmachen: Seit 1384 bestand das Château als Ruine, 1475 wurde es endgültig abgetragen. Die Angaben unterscheiden also den früheren Zustand als Ruine von der späteren vollständigen Abtragung; die Maße beziehen sich auf die historische Anlage.

Weinbauweg und saisonaler Besuch

Der Weinbauweg beginnt in Ardon und führt über 11,2 Kilometer durch die Weinberge von Vétroz und Conthey. Zweisprachige Informationstafeln auf Französisch und Deutsch vermitteln die Vielfalt der angebauten Rebsorten. Die Strecke ist ganzjährig zugänglich, wobei örtliche Bedingungen die Route beeinflussen können. Ihre Länge macht den Weg zu einem eigenen Programmpunkt; prüfen Sie die lokalen Bedingungen vor dem Aufbruch. Örtliche Sehenswürdigkeiten lassen sich außerdem bei Spaziergängen entdecken.

Das restaurierte Itre du Bouis diente früher der Käseherstellung sowie als Schlaf- und Küchenraum. Heute ist es im Sommer für vorbeikommende Wanderer geöffnet. Diese saisonale Öffnung unterscheidet den Besuch von der ganzjährig zugänglichen Angabe zum Weinbauweg. Wenn Sie das Itre du Bouis in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie die örtlichen Zugangsangaben vor dem Ausflug.

Weinberge, Alpweide und Feuchtgebiet

Isières oberhalb von Ardon war früher ein für die Viehweide reserviertes Gebiet mit Maiensässen. Heute ist es ein sonniger Weinberg, umgeben von Laubgehölzen und Nadelwäldern. Der Wechsel von der früheren Weidenutzung zum heutigen Weinbau gibt diesem Landschaftsbild eine eigene Geschichte.

Die Alpweide Einzon umfasst 98 Hektar. Sie liegt unter den Ausläufern des Haut-de-Cry zwischen dem Mont à Cavouère und Le Cheval, auf einer Höhe von 1.600 bis 2.000 Metern. Fläche, Höhenlage und die genannten Berge zeichnen einen anderen Landschaftsraum als die Weinberge von Isières.

Das Feuchtgebiet von Ardon und Chamoson ist seit 2005 geschützt. Es zählt zu den wenigen verbliebenen Feuchtbiotopen in der Rhôneebene und spielt eine besondere Rolle für den Erhalt der damit verbundenen Tier- und Pflanzenbiodiversität. Im Marais d’Ardon gibt es einen Lehrpfad und einen Beobachtungspunkt, an dem zahlreiche Tier- und Pflanzenarten beobachtet werden können. Damit stehen in Ardon sowohl der Weinbau als auch die Bedeutung eines seltenen Feuchtlebensraums im Mittelpunkt unterschiedlicher Naturthemen.

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