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Vétroz erschließt sich besonders über seine Weinlandschaft: 30 der weltweit insgesamt 38 Hektar Amigne-Reben liegen hier; die seltene Rebsorte ist vollständig im Wallis angepflanzt. Dazu kommen zwei Weinwege, ein traditionsreicher Weinkeller und Kunst an markanten Gebäuden. Für die Suche nach einer Unterkunft kann die Frage den Ausschlag geben, ob Sie vor allem Rebberge und Weinbau oder auch Wandbilder und Festtraditionen in den Mittelpunkt stellen möchten.

Vétroz und seine Weinwege

Vétroz liegt im Bezirk Conthey, im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis in der Schweiz. Die Gemeinde befindet sich am Alpensüdhang, auf der nördlichen Talseite des Rhonetals, und ist durch Rebberge am Sonnenhang geprägt. Zu ihr gehören die beiden Dörfer Vétroz und Magnot. Auch der Boden gehört zur Weinlandschaft: Der Weinberg weist schwarzen Schiefer auf, der aus Meeressedimenten entstand, die vor 160 bis 170 Millionen Jahren abgelagert wurden.

Die 11,2 Kilometer lange Weinroute ist ganzjährig zugänglich und führt auf einer hügeligen Straße und einem Weg durch die Rebberge von Vétroz und Conthey. Eine weitere Route, die „Balade au coeur des Coteaux du Soleil“, führt von Ardon nach Conthey durch 716 Hektar terrassierte Rebflächen und über die Amigne-Rebberge an den oberen Hängen von Vétroz. Die erste Route lässt sich anhand ihrer Länge und ihres hügeligen Verlaufs einordnen; bei der zweiten stehen die Strecke zwischen Ardon und Conthey sowie die terrassierten Rebflächen im Vordergrund. Prüfen Sie vor dem Gehen die örtlichen Bedingungen.

Amigne und Besuche im Weinkeller

Die Amigne ist eine seltene Rebsorte. Weltweit gibt es insgesamt 38 Hektar, vollständig im Wallis; 30 Hektar davon liegen in Vétroz. Der Weinkeller von Jean-René Germanier befindet sich im Weiler Balavaud und gilt als historischer, zweihundertjähriger Keller. Individuell zusammengestellte Besichtigungen vermitteln Einblicke in die Arbeit des Weinbaus.

Im Keller werden außerdem kommentierte Weinverkostungen und regionale Spezialitäten angeboten, darunter Raclette und Glareyarde-Fondue. Für diese Angebote ist eine Voranmeldung nötig; klären Sie die Besuchsvereinbarung vor Ihrer Planung ab. So lassen sich die unterschiedlichen Schwerpunkte auseinanderhalten: Eine Besichtigung richtet den Blick auf die Arbeit im Weinbau, während Verkostungen und Spezialitäten Wein und regionale Küche verbinden.

Wandbilder und Festtraditionen

Auch die Wandbilder setzen eigene Akzente. „Aquamarelle“ von Jasm One befindet sich in der Primarschule Les Plantys und thematisiert Wasser als Quelle des Lebens und der Träume. Das Wandbild „Phoenix“ des spanischen Künstlers Sabek ist an der Fassade der Feuerwehrkaserne angebracht und symbolisiert Wiedergeburt und Widerstandskraft. Die kostenlose mobile App „Art Valais“ bietet zur Entdeckung von „Aquamarelle“ Geolokalisierung, Angaben zu den Urhebern und ein Mikrodokumentarvideo zur Entstehung des Werks. Prüfen Sie vor der Nutzung, ob die App und ihre Funktionen verfügbar sind.

Die jährliche Fête interculturelle findet im Rahmen der Fête de la Madeleine statt. Sie vermittelt Traditionen, Geschmäcker und handwerkliches Können zahlreicher Gemeinschaften. Damit unterscheidet sich dieser Festschwerpunkt klar von den Weinwegen und Kellerbesuchen: Hier stehen kultureller Austausch und vielfältige Traditionen im Mittelpunkt. Zusammen zeigen die Angebote verschiedene Seiten Vétrozs, von der Rebsorte und den Rebbergen bis zu Kunst und gemeinschaftlichem Festleben.

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