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In Ergisch treffen ein traditionelles Walliser Dorfbild und Wege durch Wiesen und Wälder aufeinander. Von hier aus sehen Sie Bergketten, das Rhonetal und die gegenüberliegenden Bergdörfer. Für die Wanderplanung bieten sich Routen mit unterschiedlichen Längen, Höhenmetern und Zielen an: Eine Runde führt zurück nach Ergisch, andere Wege verlaufen zwischen mehreren Orten.

Wanderungen mit unterschiedlichen Streckenprofilen

Die R 34 Ergisch–Alpetjini–Wängerstäg–Töibuwald–Wasserleite–Ergisch ist als geführte Wanderung über 12,5 Kilometer ausgewiesen. Die Gehzeit beträgt 4 Stunden 15 Minuten, dazu kommen 755 Meter Aufstieg und 760 Meter Abstieg. Über den Studentenweg geht es hinauf nach Alpetjini; anschließend steigt die Route zur Turtmänna ab und führt über die Ergischer Wasserleite zum Ausgangspunkt zurück. Informationstafeln unterwegs behandeln Adler und einen Adlerhorst. Wenn Sie diese Strecke einplanen, berücksichtigen Sie die Gehzeit und Höhenmeter; Bedingungen im Gebirge können sich ändern.

Eine weitere Möglichkeit ist die R 22 Turtmann–Unterems–Ergisch–Gampel-Steg. Sie ist als mittelschwere Wanderung über 10,2 Kilometer mit 3 Stunden 40 Minuten Gehzeit sowie je 695 Metern Auf- und Abstieg ausgewiesen. Im Vergleich zur R 34 ist sie kürzer und endet in Gampel-Steg statt wieder in Ergisch. Nördlich von Ergisch steigt die Route erneut an und führt durch die gut erhaltenen Weiler Bränner und Lunggi. Offene Wiesen bieten dabei Ausblicke auf das Rhonetal und die umliegenden Gipfel. Die Streckenangaben erleichtern den Vergleich von Dauer und Höhenmetern; prüfen Sie die Wegbedingungen vor dem Start.

Der markierte Wolfspfad verbindet Eischoll und Ergisch. Unterwegs führt er an typischen Walliser Stadeln vorbei, überquert einen Bach und verläuft durch artenreiche Bergflora. Damit kommt zu den längeren Wanderrouten ein anderer Weg mit eigenen Landschafts- und Dorfbildeindrücken hinzu.

Suonen, Landschaft und Dorfleben

Ein Spaziergang entlang der Suone von Ergisch führt durch grüne Bergwiesen; der Weg verläuft weiter in die Wälder des Turtmanntals. Die Suone wurde 1920 in die Felsen gehauen. Davon zu unterscheiden ist die Route der Wasserleite von Ergisch und Riederu: Sie beginnt in Ergisch auf 1.086 Metern und endet in Gampel-Steg auf 631 Metern. Die Wasserleite wird auf 1.300 Metern von der Turtmänna gespeist. Start- und Endpunkt sowie Höhenlage geben dieser Route ein anderes Profil als der Rundwanderung R 34.

Acht Wanderrunden beginnen und enden am Bahnsteig Ergisch, Dorf. Für diese Runden gibt es keinen Anschlussbus und keine Rückkehr zum Auto; beziehen Sie diesen Hinweis in Ihre Planung ein. Die Alte Säge Ergisch kann besichtigt werden, einschließlich Vorführungen des Sägens. Stimmen Sie die Besuchsarrangements vor Ihrer Anreise ab. Ein eigener Dorfladen wird von der Bevölkerung und von Feriengästen geschätzt.

Auch die Ortsgeschichte reicht weit zurück: Zufallsfunde und bei archäologischen Untersuchungen freigelegte Hinterlassenschaften belegen Besiedlungen der Eisenzeit und der Römerzeit in der Gemeinde. Eine Kapelle gab es in Ergisch bereits vor 1548. 1860 wurde der Ort zu einer eigenen Pfarrei erhoben; 1861 trennte er sich endgültig von der Pfarrei Turtmann. Alte Walliser Häuser, Ställe und Scheunen sind in das Dorfbild integriert. Die landwirtschaftlich geprägte Landschaft umfasst die Haltung von Schafen, Ziegen, Simmentaler Rindern und Eringer Rindern.

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