Guttet-Feschel liegt auf einer Sonnenterrasse auf 1.000–1.300 m ü. M. Von hier reicht der Blick über das gesamte Rhonetal; die Gegend ist zudem durch ein trockenes Klima und viele Sonnentage geprägt. Feschel selbst liegt auf einem markanten Hügelsporn. Landschaft und Dorfgeschichte geben dem Aufenthalt zwei unterschiedliche Schwerpunkte: den weiten Blick über das Tal und die gewachsene Architektur im Ortskern.
Sonnenterrasse und Naturwaldreservat
Das Naturwaldreservat «Feschilju» umfasst Wälder innerhalb seines Perimeters auf dem Gebiet der Gemeinden Guttet-Feschel und Leuk. Seine Gesamtfläche beträgt 41,55 ha. Mit dem Reservat soll ein Beitrag zu den Biodiversitätszielen der Waldpolitik 2020 geleistet werden. Die Aussicht über das Rhonetal und der begrenzte Waldperimeter setzen unterschiedliche Akzente: Das eine ist ein weiter Landschaftsblick, das andere ein bestimmtes Waldgebiet mit ausgewiesener Fläche.
Dorfkern und Antoniuskapelle in Feschel
Der Dorfkern von Feschel in der Gemeinde Guttet-Feschel ist von nationaler Bedeutung und im ISOS-Inventar erfasst. Die Häuser sind in der für die Region typischen Holzbauweise errichtet. Auch die Lage der Antoniuskapelle prägt das Ortsbild: Sie ist direkt an das Gemeindehaus angebaut und bildet den Abschluss einer langgezogenen Häusergruppe.
Überlieferten Schriftstücken zufolge wurde die Kapelle 1499 erbaut. Bis 1669 war sie dem heiligen Michael geweiht, seit 1669 dem heiligen Antonius. Im Inneren bildet ein Barockaltar mit mehreren Statuen das Herzstück. Architektur, Baugeschichte und die beiden historischen Weiheperioden geben der Kapelle verschiedene Blickwinkel – vom Gebäude im Ortsgefüge bis zu seiner religiösen Geschichte.
Auch die Geschichte der beiden Ortsteile hat klare zeitliche Eckpunkte: Guttet wurde 1261 erstmals urkundlich erwähnt, Feschel 1267. Die beiden ehemaligen Gemeinden fusionierten 2000. Wer Kultur und Ortsgeschichte in den Mittelpunkt stellt, findet damit im Dorfkern einen anderen Planungsfokus als bei einer Etappe in der Landschaft.
Wandern und Velorouten
Eine schwierige Etappe des Walliser Sonnenwegs führt als Winterwanderung über 8,2 km von Guttet über Feschel nach Albinen. Für die Strecke sind 2 Stunden und 20 Minuten, 313 m Aufstieg und 335 m Abstieg angegeben. Diese Werte geben einen konkreten Anhaltspunkt für die Zeit- und Höhenplanung; prüfen Sie vor einer Winterwanderung die aktuellen Wegverhältnisse. Auf dem Winterweg Albinen–Feschel kann bis nach Feschel der Ausblick über das Rhonetal genossen werden.
Für Velofahrende führt die Guggerhubel-Bike-Tour über einen Singletrail durch den Hewald und weiter nach Guttet-Feschel. Der Hewald wurde 2003 durch einen Brand zerstört. Eine weitere Möglichkeit ist die Veloroute «Landschaft & Authentizität»: Sie führt durch verschiedene Kulturlandschaften und bietet Ausblicke auf das Rhonetal. Von Jeizinen verläuft sie dem Hang entlang nach Erschmatt und/oder nach Feschel/Guttet. Die Routen sind damit nach Aktivität und Verlauf verschieden beschrieben; Wanderstrecke, Singletrail und Veloroute sollten jeweils als eigene Optionen betrachtet werden.
Anreise und Wahl der Unterkunft
Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Haltestelle «Guttet, Dorf» angegeben. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. Wenn Sie ein Hotel für einen Aufenthalt mit Bezug zu Guttet-Feschel suchen, können Sie zuerst den Schwerpunkt festlegen: Ortsbild und Kapelle oder die Planung einer Wander- beziehungsweise Velotour. Die Angaben zur Winteretappe bieten dabei eine konkrete Zeit- und Höhenorientierung; für andere Routen gelten deren jeweilige Streckenverläufe.
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