Varen verbindet Rebberge, Suonen und eine markante Dorfkirche: Die Pfarrkirche Maria Sieben Schmerzen steht auf einem Felssporn hoch über dem Tal, ist schon von Weitem sichtbar und gilt als Wahrzeichen des Dorfes. Von Varen aus reicht der Blick über das Rhonetal und den Pfynwald. Für eine Reiseplanung, die Wanderwege und Weinlandschaft verbindet, bietet Varen mehrere konkrete Anknüpfungspunkte.
Wanderwege zwischen Rebbergen und Suonen
Der Pfyfoltru-Weg Varen beginnt bei der Kirche; folgen Sie zur Orientierung den farbigen Schmetterlingstafeln. Als Rundwanderweg um Varen ist er etwa 3,6 Kilometer lang und führt durch Rebberge, Trockenwiesen und lichte Wälder. Informationstafeln am Weg erklären, wie die Pflege der Kulturlandschaft und gezielte Begrünungsmaßnahmen den Lebensraum von Schmetterlingen, Käfern und anderen Nützlingen fördern. Der Pfyfoltruweg ist ganzjährig zugänglich, im Sommer wie im Winter.
Die Suone Neuf und die Suone von Varen bilden eine etwa zehn Kilometer lange Wanderung. Sie verläuft auf Höhen zwischen 800 und 1.000 Metern in zugänglicher, wenig ausgesetzter Umgebung. Im Vergleich zum Pfyfoltru-Weg ist das eine deutlich längere Strecke; örtliche Bedingungen können variieren. Prüfen Sie diese vor dem Start. Die Grossi Wasserleitu von Varen, auch Suone von Varen genannt, bezieht ihr Wasser aus der Raspille und bewässert die Wiesen und Weinberge von Varen.
Kirche auf dem Felssporn
Die Geschichte der Kirche von Varen ist von Zerstörung und Wiederaufbau geprägt. Ab 1967 wurde die Pfarrkirche Maria Sieben Schmerzen unter Beibehaltung des alten Turms neu gebaut; am 7. Dezember 1969 wurde sie eingeweiht. Sie besitzt künstlerische Kirchenfenster von Anton Mutter und einen Aussichtspunkt auf ihrem Rundgang. So treffen an der Kirche die markante Lage über dem Tal und eine klar datierte Baugeschichte aufeinander.
Weinkultur und Schmetterlinge
Varen ist ein Weindorf, das sich dem naturnahen Weinanbau verschrieben hat; die Rebberge sind für naturnah angebauten Pinot Noir bekannt. Der Name der Pfyfoltru-Weine leitet sich vom walliserdeutschen Wort für Schmetterling ab. Auch die Umgebung gehört zum Naturpark Pfyn-Finges und ist für ihre außergewöhnliche Schmetterlingsvielfalt bekannt. Das Schmetterlingsmotiv verbindet damit den Weinnamen mit einem Naturthema der Umgebung. Zur Genossenschaft Pro Varen gehören neun Kellereien.
Eine Weinberg- und Kellereiführung umfasst einen Rundgang durch das Dorf und anschließend eine Verkostung von Varner Weinen mit einem traditionellen Walliser Teller. Nach den Kellerverkostungen führt ein Erlebnisweg durch restaurierte Rebberge mit ökologischer Vielfalt. Die Cave du Chevalier Bayard bietet im Carnotzet am letzten Samstag jedes Monats von 11 bis 17 Uhr Weinverkostungen an. Bei Soleil de Varone gehören eine Kellereiführung und die anschließende Verkostung im Carnotzet zusammen; ein Imbiss wird nach Absprache serviert. Prüfen Sie Termine und Vereinbarungen vorab.
Varen als Etappe und Ausgangspunkt für Entdeckungen
Wer die Weinlandschaft in einem größeren Rahmen betrachten möchte, kann den Weinweg einbeziehen: Varen ist eines der Dörfer auf der vierten Etappe der 65 Kilometer langen, viertägigen Route. Sie lässt sich mit dem Auto, dem Velo oder zu Fuß erkunden. Damit steht der mehrtägige Weinweg neben den kürzeren, bezifferten Wanderungen rund um Varen. Die Dala-Kultur-Bike-Route führt oberhalb des Weindorfs entlang, anschließend nach Leuk und von dort hinunter zum Bahnhof Susten. Für einen Rundgang durch das Weindorf bietet die Gemeinde außerdem eine geführte Tour an.
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