Auf einer Terrasse am Südhang des Rhonetals liegt Eischoll auf rund 1220 Metern über Meer; das Gemeindegebiet reicht bis zum 2910 Meter hohen Gipfel Signalhorn. Für die Planung eines Aufenthalts bieten sich verschiedene Schwerpunkte an: Wege durch Wald und an Suonen, Winterangebote und ein historisch geprägter Dorfkern.
Dorfkern und Geschichte entdecken
Viele Gebäude in Eischoll stehen unter Denkmalschutz und prägen den Charakter eines typischen Schweizer Bergdorfs. Die Führung «Anno Dazumal» führt durch den alten Dorfkern bis zur Dorfkirche und muss im Voraus gebucht werden. Auch Dorfführungen für kleine und grössere Gruppen sind möglich; ihre Inhalte werden nach den Interessen der Teilnehmenden gestaltet und ebenfalls im Voraus gebucht.
Im Dorfmuseum gehören eine alte Turbine, mit der erstmals im Ort Strom produziert wurde, alte Haushaltsutensilien und ein Webstuhl zu den Ausstellungsstücken. Der Zugang ist ausserhalb angesetzter Öffnungszeiten oder gebuchter Führungen eingeschränkt. Auch der Name des Wolfspfads führt in die Ortsgeschichte: 1946 wurde zwischen Eischoll und Ergisch der vorerst letzte Walliser Wolf erlegt.
Lichtblumen, Suonen und Tannenwald
Eischoll trägt die Bezeichnung «Heimat der Lichtblume», weil die lilafarbenen Blüten dort besonders zahlreich und grossflächig vorkommen. Die Blüte variiert je nach Saison – ein wichtiger Punkt, wenn sie für die Reiseplanung ausschlaggebend ist. Der Lichtblumenweg beginnt auf dem Dorfplatz, führt über den Langen Acker, den Muntertrog und Oberhäusern und verläuft anschliessend entlang einer Suone in einem grossen Bogen zurück nach Eischoll.
Eine andere Wegkulisse bietet der Meisenweg auf der östlichen Seite des Dorfes in Richtung Habere: Er führt an Suonen vorbei, bietet Blicke auf die Bergwelt und verläuft durch tiefen Tannenwald. Entlang des Weges gibt es acht versteckte Posten mit Knipsern. Die beiden Wege unterscheiden sich damit sowohl in ihrer Streckenführung als auch in den genannten Landschaftselementen: Beim Lichtblumenweg steht die grosse Runde zurück nach Eischoll im Vordergrund, beim Meisenweg der Verlauf durch Wald und an Suonen.
Winterangebote und Wege im Gebirge
Das Skigebiet Eischoll bietet 15 Pistenkilometer. Über den Skilift Strygge-Erez und die Verbindungspisten nach Unterbäch umfasst das Angebot im Verbund insgesamt 35 Pistenkilometer und sieben Anlagen. Pistenlängen und Anlagenzahlen können sich ändern; prüfen Sie die Angaben vor Ihrer Reise. Eine drei Kilometer lange Schlittelabfahrt führt von Strygge bis ins Dorf Eischoll. Ihre Verfügbarkeit im Winter hängt von den Betriebsbedingungen ab. Der Winterromantik-Schneeschuhtrail bildet eine Rundstrecke von Strygge über Sengg, Undri Sengalp, Tschorr, Obri Sengalp und Meigge zurück nach Strygge; auch die Routenbedingungen können sich ändern.
Für eine Wanderung ist der mittelschwere Lufu Trail eine weitere Option. Er führt von der Bergstation der Luftseilbahn Raron–Eischoll in Eischoll zur Talstation in Raron. Die 260 Meter lange Hängebrücke Milibach verbindet die Bergdörfer Unterbäch und Eischoll. Sie unterscheidet sich von den genannten Wegen durch ihre konkrete Verbindung zwischen den beiden Dörfern.
Fahrpläne und praktische Orientierung
Die Luftseilbahn Raron–Eischoll verbindet Eischoll seit 1946 mit dem Talgrund und verkehrt ganzjährig nach Fahrplan. Der Sessellift hat andere Betriebszeiten: Er startet in Eischoll auf 1260 Metern über Meer und endet auf der Stryggen auf 1560 Metern; sein Fahrplan ist saisonal. Wenn Ihre Planung von einer dieser Bahnen abhängt, prüfen Sie den jeweiligen Fahrplan vor der Reise.
Eischoll bietet vier gestaltete Spielplätze sowie Grillstellen. Ein mit Kinderwagen erreichbarer Spielplatz liegt unmittelbar an einem Wanderweg und verfügt über eine offizielle Schweizer-Familie-Feuerstelle. So lässt sich die Reiseplanung neben den Wegen und Winterangeboten auch an diesen konkreten Orten für eine Pause im Freien ausrichten.
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