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In Kippel treffen ein bemerkenswert dichtes historisches Ortsbild und Wege durch das Lötschental aufeinander. Baugeschichte, gelebte Traditionen und unterschiedliche Routen geben Ihrem Aufenthalt mehrere mögliche Schwerpunkte: vom Dorfkern über das Museum bis zu Wanderungen oberhalb des Orts.

Historischer Dorfkern und Kirchenensemble

Charakteristische Walliser Blockbauten prägen den historischen Ortskern. Die Wohnhäuser stammen aus der Zeit von der Mitte des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts; ihre Dichte und Qualität sind selten. Die gepflästerte Alte Hauptgasse ist räumlich eng und geschlossen und hat dadurch den Charakter eines Passdorfs. Auf der Südseite Kippels ist abseits der Durchgangsachse der Bezug zwischen dem alten Dorf und seiner Umgebung noch intakt.

Auch das Kirchenensemble erzählt von verschiedenen Bauphasen. Am heutigen Standort der Pfarrkirche stand bereits 1233, bei der Gründung der Pfarrei, eine erste Kapelle am sogenannten Martibiel. Die heutige Kirche wurde von 1740 bis 1742 im Barockstil erbaut und 1742 von Bischof Blatter dem heiligen Martin geweiht. Zum Ensemble gehört zudem ein Beinhaus aus dem 16. Jahrhundert.

Museum, Handwerk und kulturelle Anlässe

Das Lötschentaler Museum vermittelt Geschichte und Kultur des Tals. Dort können Sie auch seine Traditionen, Bräuche und Geschichten entdecken. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie das Museum über die Haltestelle «Kippel Altersheim»; von dort ist es direkt auf der unteren Strassenseite sichtbar.

Einblicke in lokales Handwerk bietet die Herstellung von Lötschentaler Langholzschindeln, die sich vor Ort beobachten lässt. Das Atelier Albert Nyfeler in Kippel kann ganzjährig nach telefonischer Voranmeldung besichtigt werden. Regelmässig finden ausserdem Dorfführungen statt; dafür ist eine Anmeldung erforderlich.

Zu den wiederkehrenden kulturellen Anlässen zählen die Ausstellung «Kunst & Kultur» im Stadl, die im August Werke verschiedener Künstler zeigt, und die Kirchweihe. Zu dieser gehört ein Aufzug der Herrgottsgrenadiere; sie findet am dritten Sonntag im Juli oder am Sonntag vor Sankt Johann statt. Wenn Sie Ihre Reise auf einen solchen Termin abstimmen möchten, prüfen Sie das konkrete Veranstaltungsdatum.

Wandern und Radfahren rund um Kippel

Für eine Wanderung von der Lauchernalp nach Kippel sind die Eckdaten klar umrissen: Die Route gilt als leicht, ist 3,2 Kilometer lang und weist 590 Höhenmeter Abstieg auf. Sie beginnt an der Bergstation Lauchernalp, die Sie von Wiler aus mit der Luftseilbahn in fünf Minuten erreichen. Die Bahn fährt saisonal; prüfen Sie vor der Anreise den Fahrplan. Oberhalb von Kippel führt die Wanderung am Vogelschutzgebiet Riedhaltä vorbei. Auf einem Pfad im Gebiet lassen sich einheimische Vogelarten besonders gut sehen oder hören; als bevorzugte Beobachtungszeit gelten die Monate April bis Juni.

Eine andere Wanderoption ist die Rundwanderung Gattunalp: Sie führt von Kippel über Camping Kippel, den Chiipelwald, die Gattunalp und den Chaschtlerwald zurück nach Kippel. Die Gattunalp liegt oberhalb des Orts auf der «Schattenseite» des Lötschentals und ist verlassen. Ein Kreuz und zerfallende Fundamente erinnern an ihre frühere Nutzung. Unterwegs bietet sich der Blick auf die gegenüberliegende, erschlossene Talseite.

Mit dem Velo führt der Lötschental Bike Trail von Wiler entlang der Lonza nach Kippel. Nach einem kurzen Aufstieg setzt sich die Strecke beim Stausee Ferden fort und führt anschliessend bergab nach Goppenstein. Wer lieber zu Fuss unterwegs ist, findet im Lötschentaler Kulturweg eine weitere Verbindung: Er folgt dem Lauf der Lonza über Wiler, Kippel, Ferden und Goppenstein. Bei beiden Routen lohnt es sich, saisonale Bedingungen vor der Tour zu prüfen.

Weitere Reiseziele entdecken: Ferden, Wiler (Lötschen), Unterbäch, Eischoll, Bürchen, Grengiols, Ausserberg, Bitsch.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Raron.

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