Am Bisse des Miriouges zeigt sich Icogne zugleich als Wasserlandschaft und Wanderziel. Der Weg führt durch eine Chaletzone und einen Wald zum Lac des Miriouges. Er ist breit und kinderwagengeeignet; nach Wetterereignissen sollten Sie seine Zugänglichkeit vor Ort prüfen. Über einen großen Teil seiner Strecke verläuft der Bisse zwischen dem Lac d’Icogne und dem Lac des Miriouges offen unter freiem Himmel.
Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Eine längere Tour führt am Grand Bisse de Lens von Icogne nach Chermignon-d’en-Bas. Der Bisse verläuft unterhalb des Dorfes; die Wanderung wird im Wallis als mittelschwer und 16,4 Kilometer lang beschrieben. Lärchenholzkanäle und Stege ermöglichen der Öffentlichkeit, die Strecke um den Hügel des Christ-Roi zu begehen. Bekannt ist der Weg auch für Passagen entlang steiler Felswände. Er führt oberhalb der Rhône-Ebene um den Hügel herum. Prüfen Sie Streckenbedingungen, bevor Sie die Wanderung planen.
Der 15 Kilometer lange Chemin des Contrées verbindet Mollens über Diogne mit Icogne. Wälder, Geröllhalden, Wildbäche und Aussichtspunkte prägen den Weg. Sie können ihn in Etappen gehen; sieben didaktische Tafeln mit QR-Codes beschreiben diese. Streckenangaben können sich bei Sperrungen oder Umleitungen ändern. Auf dem Weg nach Icogne liegt Le Boup: ein 140 Hektar großes, durch den Gletscherrückzug entstandenes Ausbruchskar aus wasserreichem Schiefer und Gips mit vielfarbigen Felsen. In diesem Gebiet kommen Füchse, Rehe und Wildschweine vor; Sichtungen sind saisonal und nicht garantiert.
Suonen und Dorfgeschichte
Der Grand Bisse de Lens wurde im 15. Jahrhundert angelegt, um Wasser der Lienne hangaufwärts zur Bewässerung zu führen. Die Lienne speist den Bisse; dieser bewässert Wiesen und Weinberge in Icogne, Lens, Montana und Chermignon. Ein anderer Zugang zur Geschichte der Wasserzufuhr bietet die Route Sion–Bisse de Clavau–Icogne: Sie beginnt in Sion und endet an der Route du Village in Icogne, führt durch Heuwiesen und Wald hinunter zum Fluss und zeigt mehrere Bauweisen der Walliser Suonen. Didaktische Tafeln erläutern dort die historische Entwicklung der Wasserzufuhr.
Zwei alte Mühlsteine am Dorfeingang erinnern symbolisch an Icognes historischen Wasserreichtum. Schon im 15. Jahrhundert florierten zahlreiche Mühlen und Sägewerke am linken Ufer der Lienne. Auch die Chapelle d’Icogne erzählt von mehreren Epochen: Sie wurde 1678 unter dem Patrozinium des heiligen Gregor von Nazianz errichtet und am 9. Juni 1680 gesegnet. Nach schweren Schäden durch das Erdbeben von 1946 wurde sie 1948 als neues Gebäude wiederaufgebaut. Ihre Glasfenster von J. Le Chevalier zeigen in der Region verehrte Heilige.
Musik und lokale Produkte
Das 2007 gegründete IcogneJazz möchte Jazz fördern und das kulturelle Leben von Icogne und der Region beleben. Das Festival bietet kostenlose Konzerte für Jazzfans und die breite Öffentlichkeit an. Prüfen Sie vor einem Besuch die Termine und das Programm der jeweiligen Saison.
Bei La Fermette à Didi verkauft ein Selbstbedienungshofladen Produkte aus Icogne: Ziegenkäse, Ziegen- und Schweinefleisch, Würzmischungen, Ziegenmilchseifen und Eier. Das Sortiment kann sich ändern. L’Essencier verkauft ätherische Öle, Hydrolate, Raumsprays, Pflanzenöle, Aufgüsse, Kosmetik und verwandte Geschenkartikel; auch diese Auswahl kann wechseln. Geführte Besichtigungen der Destillerie organisiert L’Essencier auf Anfrage. Nehmen Sie dafür vorher Kontakt auf, denn die Vereinbarungen können sich ändern.
Aufenthalt und Planung
Bei der Suche nach einem Hotel für Icogne können Sie Ihren Schwerpunkt zuerst festlegen: längere Wege an den Suonen, Natur und Geologie oder Dorfgeschichte und lokale Betriebe. So lässt sich die Tagesplanung an den tatsächlich gewünschten Aktivitäten ausrichten. Beide Endpunkte der Wanderung am Grand Bisse de Lens sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; prüfen Sie für Ihren Wandertag den Fahrplan. Der Picknickplatz La Scie verfügt über einen überdachten Bereich mit Plancha, zwei Grills sowie Bänke und Tische für 50 Personen.
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