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Saint-Jean Vs verbindet historische Bauwerke und Dorfgeschichte mit Wegen, die durch den Ort und weiter nach Mayoux führen. Der historische Rundgang durch Saint-Jean führt zu 22 prägenden Stationen im Dorf; der Bisse de Saint-Jean bietet eine andere Perspektive auf die Umgebung. So können Sie Ihren Aufenthalt auf Kultur, Wandern oder eine Mischung aus beidem ausrichten.

Von Saint-Jean aus bietet sich ein Blick auf das Zinalrothorn und das Tal. Für einen ersten Blick auf Saint-Jean wird auch Mission als Aussichtspunkt empfohlen. Eine 1930 von Mission aus aufgenommene Fotografie zeigt Saint-Jean auf einer Moränenstufe und in drei Ortsteile gegliedert.

Kapellen, Gassen und historische Bauweise

Die von Gebäuden gesäumten Gassen sind mit der Geschichte und dem Leben der Bewohner verbunden. An der Route de St-Jean d’en bas, im Ortsteil Saint-Jean d’en bas, steht die Chapelle de St-Jean Baptiste. Sie stammt im Wesentlichen aus der Zeit um 1680 und ist ein Kulturgut von kantonaler Bedeutung. Innenraum und Ausstattung wurden seit den umfangreichen Arbeiten von 1881 nur geringfügig verändert.

Die Kapelle Notre Dame du Rosaire steht neben einer Gasse im Zentrum des Dorfgefüges und ist Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz geweiht. Ihr Tonnengewölbe entstand vermutlich nicht vor dem 14. Jahrhundert. Unter der Kapelle befindet sich ein niedriger Keller, der heute die Bürgerarchive von Saint-Jean sowie einige Gegenstände zur religiösen Vergangenheit des Ortes beherbergt.

Auch kleinere bauliche Details erzählen von unterschiedlichen Zeiten. Das Oratoire Saint-Félix wurde 1711 errichtet. In ihm sind gemalte Darstellungen der Evangelisten aus dem frühen 18. Jahrhundert sowie ein Schlussstein mit einem bärtigen Christus erhalten. Die mit dem Oratoire verbundene Bruderschaft soll aus der Mitte des 14. Jahrhunderts stammen. Der Four banal de Saint-Jean besitzt eine traditionelle Bauweise mit einem gemauerten und einem hölzernen Gebäudeteil sowie ein Schindeldach; seine Bedeutung ist historisch und architektonisch.

Eine Kapelle in St-Jean d’en haut am Rand der Combaz wird bereits für das Jahr 1266 erwähnt. Sie ist ein eigener historischer Hinweis auf den Ortsteil und ergänzt die jüngeren Baugeschichten der Kapellen im Dorf. Der Rundgang mit seinen 22 Stationen bietet einen Rahmen, um solche Bezüge zusammen mit den Gassen und Gebäuden wahrzunehmen.

Wandern am Bisse und saisonale Wege

Der Bisse de Saint-Jean wurde 2012 mit traditionellen Techniken instand gesetzt. Auf dem restaurierten Bisse fließt das Wasser teilweise wieder offen; hölzerne Verteiler dienen der Bewässerung. Der markierte T1-Weg ist 3,90 Kilometer lang und verläuft im Höhenbereich von 1.430 bis 1.260 Metern. Er führt durch St-Jean d’en Haut und endet in Mayoux. Damit stehen bei dieser Tour sowohl der Wegverlauf als auch die wieder sichtbaren Elemente der Bewässerung im Mittelpunkt.

Eine andere Wanderoption ist der Chemin des Animaux: Diese leichte, familiengeeignete Wanderung verbindet Grimentz und Saint-Jean durch Wald und Weideland. Die Angabe zur Eignung bezieht sich auf diesen Weg. Im Vergleich dazu richtet sich der Bisse-Weg durch St-Jean d’en Haut nach seinem eigenen Verlauf bis Mayoux; die beiden Routen verbinden unterschiedliche Orte und Landschaften.

Für den Winter gibt es ebenfalls verschiedene Wegverläufe. Der Schneeschuhweg St-Jean–Mayoux führt über Orzival nach Mayoux und verläuft teilweise auf der Forststraße des Taougdires. Von Mayoux lässt sich eine Rückfahrt nach Saint-Jean mit dem Postauto verbinden. Der mit reflektierenden Tafeln ausgestattete Schneeschuhweg Grimentz–St-Jean ermöglicht eine nächtliche Winterwanderung zwischen den beiden Orten. Er ist nicht beleuchtet; eine Stirnlampe ist erforderlich. Schnee- und Streckenverhältnisse können sich ändern, berücksichtigen Sie diese daher bei Ihrer Planung.

Für den Bisse-Weg lässt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln einplanen; Postautoverbindungen gibt es in Grimentz und Mayoux. Von Saint-Jean aus können Sie mit dem Postauto oder zu Fuß über den Grand Bisse de Saint-Jean nach Grimentz zurückkehren. Die beschriebene Anreise zum Schneeschuhweg führt mit dem Zug nach Sierre, anschließend mit dem Postauto Richtung Vissoie und danach mit dem Bus Richtung Grimentz bis zur Haltestelle Saint-Jean. Prüfen Sie für Ihre Tour die aktuellen Fahrpläne.

Die Wege unterscheiden sich nach Verlauf und Ziel; für die Wintertouren kommen wechselnde Bedingungen hinzu, während bei den Busverbindungen der Fahrplan Teil der Planung ist.

Weitere Reiseziele entdecken: Sierre, Veyras, Icogne, Lens, Chalais Vs, Chandolin, Saint-Luc Vs, Chippis.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Siders.

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