Zum Inhalt

Chodov entstand im 18. Jahrhundert bei dem bereits im 16. Jahrhundert gegründeten Gut Gängerhof. Damit ist das Gut der ältere Bezugspunkt der Ortsgeschichte. Eine barocke Kapelle und eine alte Gedenkbuche stehen im Ortszentrum; nahe Chodov liegt die Basaltkuppe Homolka. Zusammen geben diese Orte Einblicke in die Geschichte und die Landschaft der Region.

Landschaft und Natur

Das gesamte Gemeindegebiet von Chodov liegt im Landschaftsschutzgebiet Slavkovský les. Zugleich ist das Gelände stark gegliedert. Im Ortszentrum steht die etwa 200 Jahre alte Gedenkbuche Chodovský buk. Sie ist ungefähr 18 Meter hoch und hat einen Stammumfang von 420 Zentimetern. Die Maße vermitteln einen konkreten Eindruck von dem markanten Baum; sie können sich mit der Zeit geringfügig verändern.

Auch die Tierwelt gehört zum Naturbild von Chodov: Das europäisch bedeutende Gebiet ist klein, aber ungewöhnlich artenreich und vielfältig. Dort können Frösche, Schlangen und Schmetterlinge beobachtet werden. Diese Vielfalt ergänzt den landschaftlichen Rahmen um eine biologische Perspektive und bietet einen anderen Blickwinkel als die Ortsgeschichte oder die geologischen Besonderheiten der Umgebung.

Kapelle, Wallfahrt und Ortsgeschichte

Die dem heiligen Anna geweihte barocke St.-Anna-Kapelle steht in der Ortsmitte von Chodov. Sie ist in einen Hang an der linken Seite der Straße nach Bečov nad Teplou eingebaut. So verbindet sich ihre architektonische Form unmittelbar mit der Lage am Hang. Alljährlich im Juli findet auf dem Platz vor der Kapelle die traditionelle Svatoannenská pouť statt. Termine und Programm können variieren; wenn Sie Ihren Besuch auf das Fest ausrichten möchten, prüfen Sie die konkreten Angaben für das betreffende Jahr.

Eine weitere historische Spur ist Vitriolka, eine ehemalige Schafstallung aus dem 18. Jahrhundert in den Wäldern nordwestlich von Chodov. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gründete Anton Liewald aus Pernink auf dem Gelände eine Produktionsstätte für Schwefelsäure, die auch Vitriol genannt wurde. Damit folgten auf die frühere landwirtschaftliche Nutzung industrielle Anfänge. Seit den 1980er-Jahren befindet sich auf dem Gelände außerdem eine Försterhütte, die diese Funktion bis heute erfüllt.

Basalt auf der Homolka

Das Naturdenkmal Homolka liegt in der Nähe von Chodov. Die Basaltkuppe ist ein Zeugnis tertiärer vulkanischer Tätigkeit: Ihr massives Gestein zeigt säulenförmige Absonderungen und enthält Einsprenglinge des grünen Minerals Olivin. Am Gipfel ragt das Gelände etwa zwölf Meter über die Umgebung hinaus und bietet eine gute Aussicht. Dort befindet sich eine kleine Plattform von ungefähr acht mal drei Metern. Geologie, Höhenunterschied und Aussicht bilden hier drei konkrete Aspekte desselben Naturdenkmals.

Radroute und Besuchsplanung

Für die Orientierung auf dem Rad ist die ausgeschilderte Radroute 2026 eine konkrete Möglichkeit: Sie führt von Karlovy Vary über Hlinky nach Chodov u Bečova. Prüfen Sie vor der Fahrt die Beschilderung. Wer Kultur und Natur in die Reiseplanung einbezieht, kann außerdem die Wallfahrt im Juli als möglichen Termin berücksichtigen; da sich Termine und Programm unterscheiden können, lohnt sich dafür ein Blick auf die aktuelle Ankündigung.

Weitere Reiseziele entdecken: Schwarzenbach, Abertham, Landeck, Hochofen, Schönwald, Münchhof, Nové Hamry, Ostrov Nad Ohří.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Karlsbad.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.