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Ein 9 km langer Lehrpfad mit zwölf Informationstafeln und ein größtenteils erhaltener Wassergraben setzen in Hochofen unterschiedliche Akzente: Der Pfad verbindet Bewegung und Information, der Graben verweist auf die Geschichte der Zinnerzverarbeitung. Dazu kommen botanische Besonderheiten und religiöses Erbe. Bei der Reiseplanung können Sie zwischen Bewegung, technischer Geschichte, Natur und Kirchenkunst eigene Schwerpunkte setzen.

Lehrpfad und Wassergraben

Der Lehrpfad Vysoká Pec–Rudné ist 9 km lang und umfasst zwölf Informationstafeln. Wer gern zu Fuß unterwegs ist und Informationen am Weg einbezieht, kann ihn als eigenen Programmpunkt für den Aufenthalt berücksichtigen. Die Tafeln ergänzen die Wegstrecke um ein Lernangebot, sodass der Lehrpfad Bewegung und Wissensvermittlung verbindet. Die Route lässt sich daher sowohl nach ihrer Länge als auch nach dem Informationsangebot einordnen; beides gehört zu ihrem Charakter als Lehrpfad.

Der Rudenský-Wassergraben ist 12 km lang und heute noch größtenteils erhalten. Er wurde etwa in der Mitte des 16. Jahrhunderts angelegt, um Wasser aus dem Tal Chaloupky für die Verarbeitung von Zinnerz heranzuführen. Damit wird seine Aufgabe im Zusammenhang mit dem Bergbau konkret: Die Anlage führte Wasser für die Erzverarbeitung heran. Die Längen von Graben und Lehrpfad beziehen sich auf verschiedene Anlagen: 12 km auf den Wassergraben, 9 km auf den Lehrpfad. Der Graben macht so die technische Seite der Zinnerzgeschichte greifbar.

Kapelle und religiöse Geschichte

Die ehemalige Strickekapelle in Vysoká Pec stand an der alten Straße von Liščí kout (Fuchswinkel) nach Nové Hamry. Sie wurde in den 1950er-Jahren abgerissen; erhalten sind nur überwucherte Mauerreste bei zwei Ahornbäumen. Die Stelle ist unzugänglich und befindet sich in Privatbesitz. Von der ehemaligen Kapelle führten früher Prozessionen zur Kirche der Heimsuchung der Jungfrau Maria in Rudné. Die Prozessionen verbinden den Kapellenort in der historischen religiösen Überlieferung mit dieser Kirche.

Naturschutz und botanische Besonderheiten

Das Naturschutzgebiet in Vysoká Pec schützt seltene Feuchtgebietspflanzen, besonders den Rundblättrigen Sonnentau. Es wurde 1995 in einem Teil der Gemeinde ausgewiesen. Die Šafránová louka wurde 1999 als bedeutendes Landschaftselement registriert; auf ihr kommt der stark gefährdete weißblütige Krokus vor. Die beiden Naturthemen unterscheiden sich sowohl in ihrer Einordnung als auch in ihrem Schwerpunkt: Beim Naturschutzgebiet stehen Feuchtgebietspflanzen im Fokus, bei der Wiese der gefährdete Krokus. So sind ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet und ein registriertes Landschaftselement mit jeweils eigenen botanischen Merkmalen benannt.

Kirche der Heimsuchung in Rudné

Die Kirche der Heimsuchung der Jungfrau Maria in Rudné besitzt einen pseudoromanischen Hauptaltar, zwei einander gegenüberliegende Rokoko-Seitenaltäre und eine Rokoko-Kanzel. Der Kontrast zwischen Pseudoromanik und Rokoko bietet einen konkreten Vergleichspunkt für Interessierte an Kirchenkunst. Dabei gehören nicht nur die Seitenaltäre, sondern auch die Kanzel zur Rokoko-Ausstattung. So verteilen sich die benannten Stilmerkmale auf den Hauptaltar, die Seitenaltäre und die Kanzel.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Karlsbad.

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