Das Eglinger Filz wurde 1986 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen; 2003 kam die Aufnahme als FFH-Gebiet hinzu. Sie erfolgte wegen des Vorkommens der seltenen Großen Moosjungfer. Das Eglinger-/Ascholdinger Filz umfasst etwa 200 Hektar und ist der größte zusammenhängende Moorkomplex im nördlichen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Im Eglinger Filz kommen Strauchbirke und Sonnentau ebenso vor wie die Brutvogelarten Baumpieper, Neuntöter und Krickente.
Moorlandschaft und Wanderwege
Auch die Pupplinger Au setzt einen eigenen Naturakzent: Das Naturschutzgebiet ist für seltene Blumen und Pflanzen bekannt. Durch die Pupplinger Au führen Wanderwege; weitere Wege verlaufen durch das Landschaftsschutzgebiet Eglinger Filze – Mooshamer Weiher. Damit finden Sie in Egling unterschiedliche Landschaftsbezüge für Wanderungen. Prüfen Sie vor Ihrer Tour die aktuellen Wegebedingungen. Im übergeordneten Reiseziel Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst der Heilklimapark Tölzer Land 37 Routen auf einem Wegenetz von über 340 Kilometern zwischen Bad Heilbrunn, Bad Tölz, Kochel am See, Wackersberg und Lenggries. Zum Wanderangebot des Tölzer Landes gehören außerdem sechs ausgeschilderte Nordic-Walking-Strecken zwischen 2 und 8,6 Kilometern. Ein konkretes Beispiel für einen kurzen Themenweg in Bad Tölz-Wolfratshausen ist der leichte, 2,31 Kilometer lange Benediktusweg von der Informationsstele am Klosterparkplatz bis zur Stele 12 vor der Basilika St. Benedikt.
Egling zu Fuß und mit dem Rad
Egling verfügt über ein ausgedehntes Radwandernetz. Eine regionale Radtour trägt den Namen „Puppling-Deining-Eulenschwang-Thanning-Egling-Ergertshausen-Puppling“ und führt durch Egling. Wandern und Radwandern bilden damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte für die Tagesplanung. Prüfen Sie auch vor einer Radtour die aktuellen Wegbedingungen.
Kirchen, Schloss und historische Spuren
Schloss Harmating ist ein kleines Burgschloss auf einer Anhöhe; sein Kern stammt vermutlich aus dem Mittelalter. In Egling selbst ist die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus ein Tuffstein-Saalbau mit eingezogenem Chor und Westturm. Ihr Kern stammt aus der Zeit um 1430. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche barockisiert, der Turm 1820/21 erneuert. Die Baugeschichte verbindet somit mehrere deutlich voneinander abgesetzte Zeitabschnitte.
Die katholische Wallfahrtskirche St. Sebald ist ebenfalls ein Saalbau mit eingezogenem Chor und stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Eine andere historische Anlage ist die Angermühle, eine Wassermühle mit einem Bau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zu Eglings Sehenswürdigkeiten zählen außerdem die Keltenschanzen in den Ortsteilen Deining, Neufahrn und Endlhausen. Kirchenbau, Mühle und Keltenschanzen setzen andere Schwerpunkte als die Moorlandschaften und Wege.
Bei der Suche nach einem Hotel in Egling können Sie zuerst überlegen, ob Natur und Wanderwege oder Baugeschichte und historische Anlagen den Ausschlag geben sollen.
Weitere Reiseziele entdecken: Aufhofen, Reichersbeuern, Dietramszell, Jachenau, Geretsried, Sachsenkam, Schlehdorf, Benediktbeuern.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad Tölz-Wolfratshausen.