Burgruine, Altstadt und das nahe Höllental geben Lichtenberg drei unterschiedliche Akzente für einen Aufenthalt: einen Blick über Stadt und Landschaft, ein historisches Ortsbild und markierte Wege mit benannten Zielen im Tal. Wer Kultur und Natur verbinden möchte, kann die Auswahl nach diesen Themen ordnen und so verschiedene Seiten des Reiseziels kennenlernen.
Burgruine und Stadtgeschichte
Die Burgruine Lichtenberg steht auf dem Schlossberg über der Stadt. Vom Burgturm reicht der Blick über Lichtenberg sowie die angrenzenden Wälder und Felder. Das Schloss wurde 1634 während des Dreißigjährigen Krieges von kaiserlichen Truppen niedergebrannt; seitdem besteht es als Ruine fort. So treffen am selben Ort eine erhöhte Lage und ein klar datierter Abschnitt der Stadtgeschichte aufeinander.
Altstadt und Burgfest
Die Altstadt von Lichtenberg umfasst einen spätmittelalterlichen Marktplatz und schmale historische Gassen. Der Platz und die engeren Gassen setzen unterschiedliche räumliche Akzente. Damit ergänzt die Struktur des Stadtkerns den Blick von der Burg: Hier steht das historische Ortsbild im Mittelpunkt, dort die Aussicht über Stadt und Umgebung. Der spätmittelalterliche Marktplatz und die Zerstörung des Schlosses 1634 verweisen auf unterschiedliche Abschnitte der Ortsgeschichte.
Jedes Jahr Anfang September wird das Lichtenberger Burgfest auf dem Schlossberg und in der Altstadt gefeiert. Es wird abwechselnd von den Burgfreunden und dem Verein Burgkultur veranstaltet; am Festwochenende kommen rund 8.000 Besucher. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf diesen Anlass ausrichten möchten, prüfen Sie vorab den konkreten Veranstaltungstermin.
Im näheren Umfeld: das Höllental
Im näheren Umfeld von Lichtenberg bietet das Höllental zahlreiche markierte Wanderwege mit einer Gesamtlänge von mehr als 30 Kilometern. Diese Summe bezieht sich auf die Wege zusammen, nicht auf eine einzelne Strecke. Ein weiterer Blickpunkt ist der Aussichtspunkt „König David“: Er liegt 170 Meter über dem Talgrund; von dort reicht der Blick ins Tal der Selbitz und hinüber nach Lichtenberg.
Ebenfalls im Höllental befindet sich die überlebensgroße hölzerne Hirschfigur „Hirschsprung“. Ihre Haltung lässt sie so erscheinen, als setze sie zum Sprung ins Tal an. Außerdem liegen im Tal die Holzbrücken Jungfernsteg und Teufelssteg. Mit dem Teufelssteg ist die Sage verbunden, dass dort der Teufel gesehen worden sein soll.
Die Aussichtspunkte unterscheiden sich in ihrer Blickrichtung: Vom Burgturm sehen Sie über Lichtenberg und die angrenzenden Wälder und Felder; von König David reicht der Blick ins Selbitztal und hinüber zur Stadt. Auch für die Planung ist die geografische Unterscheidung hilfreich: Burg und Altstadt prägen Lichtenberg selbst, während die genannten Wege, Brücken und Aussichtspunkte im näheren Umfeld im Höllental liegen.
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