Schauenstein lässt sich über verschiedene Themen entdecken: Im Schloss zeigen zwei Museen regionale Handwerks- und Feuerwehrgeschichte. Das Ortsbild wird vom Ensemble aus Schloss, Kirche und Marktplatz geprägt; der Aubachgrund-Weg OS 21 führt auf seinem Rückweg durch den Ort und an markanten Punkten vorbei. So stehen Ausstellungen, Baugeschichte und Landschaft als unterschiedliche Anknüpfungen für einen Aufenthalt nebeneinander.
Museen im Schloss: Handwerk und Feuerwehrgeschichte
Das Städtische Heimatmuseum im Schloss Schauenstein zeigt typische Handwerksbetriebe der Region aus früheren Zeiten: Bäckerei, Schusterei, Hausweberei, Zimmerei, Schneiderei und Friseurstube. Die Ausstellung vermittelt außerdem einen Eindruck vom früheren Wohnen. Eine reichhaltige Sammlung regionaler Mineralien und Gesteine ergänzt diese Einblicke. Wer sich für Alltagsleben interessiert, findet hier mehrere Seiten regionaler Geschichte zusammengebracht – vom Wohnen und Arbeiten bis zu den geologischen Sammlungsstücken.
Ebenfalls im Schloss ist das Oberfränkische Feuerwehrmuseum untergebracht. Im Mittelpunkt stehen die technische Entwicklung des Feuerwehrwesens und die geschichtliche Tradition des Landkreises Hof. Zu den Exponaten zählt eine Handdruckspritze aus dem Jahr 1855. Das Museum nutzt rund 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche im Schloss. Im Vergleich zum Heimatmuseum liegt der thematische Schwerpunkt hier auf Technik und Feuerwehrgeschichte, nicht auf den Handwerksbetrieben und Wohnräumen.
Schloss, Marktplatz und Kirche
Das Ensemble aus Schloss, Kirche und Marktplatz in Schauenstein ist seit fast 500 Jahren unverändert erhalten. Zugleich erzählt die Geschichte der Häuser am Marktplatz von einem Einschnitt: Nach dem Großbrand von 1865 wurden sie neu aufgebaut. Bei dem Brand wurden 95 Häuser sowie 93 Scheunen und Nebengebäude zerstört. Diese Ortsgeschichte verbindet lange erhaltene Strukturen mit dem Wiederaufbau nach einer erheblichen Zerstörung.
Auch die St.-Bartholomäus-Kirche bewahrt ein konkretes historisches Detail: Ihr Taufstein wurde 1754 aufgestellt. Wer sich für einzelne Bau- und Ausstattungsstücke interessiert, kann damit neben dem gesamten Ensemble auch einen datierbaren Gegenstand in den Blick nehmen. Schloss, Kirche und Marktplatz bilden das historische Ensemble von Schauenstein.
Auf dem Aubachgrund-Weg OS 21
Der Aubachgrund-Weg OS 21 führt auf dem Rückweg nach Schauenstein über die denkmalgeschützte Lehstenbrücke. Auf dem Rückweg durch den Ort verläuft er außerdem am Park mit der Wachenden Jungfrau, am Marktplatz und am Schloss vorbei.
Die Wachende Jungfrau ist ein Felsengebilde zur Selbitz hin und Teil einer kleinen städtischen Parkanlage. Auf dem Weg lässt sich damit die historische Ortsmitte um einen Landschaftspunkt ergänzen. Der Park und das Felsengebilde bieten einen anderen Schwerpunkt als die Sammlungen im Schloss: Hier stehen die örtliche Landschaft und die Anlage des Parks im Vordergrund, dort Handwerk, Wohnen und Feuerwehrgeschichte.
Ein weiterer Blick in Neudorf
Im zu Schauenstein gehörenden Neudorf bewahrt das Weberhausmuseum ein typisches Kleinbauern- und Handwerkshaus des östlichen Frankenwaldes. Es ist größtenteils so eingerichtet, wie es zu Lebzeiten von Karl Wolfrum (1879–1964) war. Das Haus ergänzt die Museumsinhalte im Schloss um ein konkretes Beispiel für Wohnen und Handwerk in einem historischen Gebäude. Damit stehen unterschiedliche Zugänge nebeneinander: Sammlungen zu regionalen Tätigkeiten und Geschichte im Schloss sowie ein weitgehend entsprechend eingerichtetes Haus in Neudorf.
Wenn Sie einen Museumsbesuch planen, prüfen Sie vorab die saisonalen Öffnungsinformationen. Das ist für das Städtische Heimatmuseum, das Oberfränkische Feuerwehrmuseum und das Weberhausmuseum in Neudorf relevant. So können Sie die Ausstellungen und die übrigen besuchten Orte passend in Ihren Aufenthalt einordnen.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Bad Steben, Helmbrechts, Lichtenberg, Sparneck, Regnitzlosau, Hof, Schwarzenbach An Der Saale, Geroldsgrün
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hof.