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Im Hofer Land treffen Wanderwege durch das Höllental auf Spuren des Bergbaus und Museen zu Handwerk, Sprache und Geschichte. Das Hofer Land umfasst 27 Kommunen sowie die kreisfreie Stadt Hof. So reicht der Blick von der Stadt Hof bis zu weiteren Orten im Landkreis. Dessen oberfränkische Hügellandschaft ist von einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt geprägt.

Wanderwege rund um das Höllental

Das Höllental ist ein 3,8 Kilometer langer Abschnitt des Selbitztals zwischen Hölle, einem Ortsteil der Stadt Naila, und Blechschmidtenhammer, das zur Stadt Lichtenberg gehört. Beide Orte liegen im Landkreis Hof. 1997 wurde das Höllental auf 160 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen; zusammen mit dem Muschwitztal bildet es ein FFH-Gebiet der Europäischen Union. Mehr als 30 Kilometer markierte Wege erschließen das Wandergebiet zwischen Hölle und Blechschmidtenhammer sowie zwischen den Tälern der Selbitz, der Thüringischen Muschwitz und der Sächsischen Saale.

Die Strecken unterscheiden sich in Länge und Verlauf. Der Felsenpfad US 14 führt über 5,4 Kilometer durch das urwüchsige Höllental, vorbei an Felsen und mit weiten Blicken ins Tal. Die FrankenwaldSteigla Höllentour ist 7,4 Kilometer lang und verläuft auf schmalen Pfaden durch das Naturschutzgebiet. Beim 11,2 Kilometer langen Rundweg König David US 21 geht es von Issigau durch das Höllental zum Aussichtsfelsen König David und zurück. Ein weiterer Rundweg, der etwa sieben Kilometer lange Erlebnispfad Geologie und Bergbau, führt zwischen Höllental und westlich gelegenem Lochbachtal entlang. Er beginnt und endet am Informationszentrum des Naturparks Frankenwald im alten Lichtenberger Bahnhof in Blechschmidtenhammer; dort stehen Parkplätze zur Verfügung.

Wer die Routen vergleicht, kann sich an den Streckenangaben und dem beschriebenen Wegverlauf orientieren: von den 5,4 Kilometern des Felsenpfads bis zu den 11,2 Kilometern des Rundwegs König David. Felsenblicke, schmale Pfade und der Themenweg zu Geologie und Bergbau setzen jeweils andere Akzente. Ein weiterer benannter Wanderknotenpunkt ist Untereichenstein. Dort beginnt der Frankenweg; am selben Ausgangspunkt starten auch Rennsteig, FrankenwaldSteig, Blauer Kammweg und Fränkischer Gebirgsweg.

Stollen, Museen und regionale Geschichte

Der Friedrich-Wilhelm-Stollen ist ein heutiges Schaubergwerk und zugleich ein 1.000 Meter langer Entwässerungsstollen, den Alexander von Humboldt gründete. Als Baudenkmal steht er unter Schutz; seine Denkmalnummer lautet D-4-75-146-19. In Mödlareuth macht das Deutsch-Deutsche Museum den ehemaligen Ort der Trennung und Teilung als Gedenkstätte, als Ort der Überwindung von Grenzen und als Ort der Begegnung zugänglich. Auf einem rund 15.000 Quadratmeter großen Freigelände bewahrt es große Teile der für Mödlareuth spezifischen ehemaligen Sperranlagen im Original.

Andere Museen rücken Handwerk und Alltag in den Mittelpunkt. Das Oberfränkische Textilmuseum in Helmbrechts vermittelt die Entwicklung der Textilproduktion von der einfachen Hausweberei bis zur industriellen Weberei. Im Erdgeschoss sind drei Stapel des „Längsten Schals“ als Blickfang ausgestellt; sie wiegen weit mehr als eine halbe Tonne. Immer wieder gibt es im Museum Kurse und Fortbildungen zu Handarbeit und Stoffverarbeitung, darunter Nähen, Quilten und Drucken. Die Termine einzelner Angebote können sich ändern.

Im Oberfränkischen Feuerwehrmuseum im Schloss Schauenstein zeigen Originalexponate die Entwicklung der Feuerwehr im Landkreis Hof von 1855 bis in die Gegenwart. Eine Handdruckspritze aus dem Jahr 1855 wird als ältestes und wichtigstes Ausstellungsstück bezeichnet. Das Heimatmuseum der Stadt Schauenstein ergänzt den Blick mit Tierpräparaten, einer Mineraliensammlung sowie Handwerker- und Bürgerstuben. Im Weberhaus Marlesreuth wiederum geht es um das karge Leben der Handweber und die Funktion des dominierenden Handwebstuhls. Das zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtete Gebäude gehört zu den ältesten erhaltenen Privathäusern des Ortes.

Das Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach an der Saale ist Deutschlands erstes Comicmuseum. Interaktive Stationen laden dazu ein, Sprache spielerisch zu erkunden. Sonderausstellungen, Vorträge, Lesungen und Workshops greifen immer wieder Comic und Sprachkunst auf; die einzelnen Termine können variieren. So stehen in der Region verschiedene Zugänge nebeneinander: Textil- und Handwerksgeschichte, Feuerwehrgeschichte sowie Comics und Sprache.

Entdeckungen in der Stadt Hof

Auch in der Stadt Hof verbindet sich Regionalgeschichte mit unterschiedlichen Themen. Das Museum Bayerisches Vogtland zeigt Stadt- und Regionalgeschichte ebenso wie Technik- und Textilgeschichte, Handwerk und Gewerbe. Hinzu kommen naturkundliche Darstellungen zu regionalen Insekten, Reptilien, Amphibien und Pilzen sowie zu europäischen Vögeln und Säugetieren. Der Bürgerpark Theresienstein umfasst 70 Hektar englischen Gartens und gilt als Schmuckstück.

Am Untreusee in Hof sind Schwimmen, Surfen, Segeln, Rudern und Kajakfahren möglich; einzelne Aktivitäten können saisonal geregelt sein. Für die Orientierung zwischen Bediengebieten des Landkreises und der Stadt gibt es den Hofer LandBus. Seit seiner Erweiterung im Oktober 2024 bietet er rund 1.450 Haltestellen und fährt ohne festen Fahrplan auf Abruf per App. Fahrten sind aus 13 angrenzenden Bediengebieten des Landkreises Hof in die Stadt Hof sowie zurück möglich. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Bediengebiete.

Weitere Reiseziele entdecken: Bad Steben, Schwarzenbach An Der Saale, Zell Im Fichtelgebirge, Selbitz, Münchberg, Hof, Helmbrechts, Lichtenberg, Naila, Regnitzlosau, Schwarzenbach Am Wald, Berg, Rehau, Oberkotzau, Feilitzsch, Trogen, Sparneck, Stammbach, Schauenstein, Köditz, Issigau, Geroldsgrün, Gattendorf und Konradsreuth.

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