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Zangberg lässt sich aus mehreren Perspektiven entdecken: In Palmberg stehen Aussicht und Kirchenort im Mittelpunkt; in Weilkirchen treten Wohnhaus, Glockenturm und eine historische Überlieferung hervor. Das Kloster ergänzt diese Themen um seine frühere Nutzung als Schloss und seine Funktion als Konvent. Hinzu kommen mehrere benannte Touren. Je nach Interesse können Sie Landschaft, Kirchenbau, Ortsgeschichte oder eine Route stärker gewichten.

Kirchen und Baugeschichte in Palmberg und Weilkirchen

Von der Kirche St. Peter und Paul in Palmberg reicht der Ausblick ins Isental; bei Föhnwetter reicht er bis in die Alpen. Vor der Kirche stehen die letzten zwei Stationen des modernen Kreuzwegs am Fußweg von Ampfing nach Palmberg. An der Südostecke der Kirche liegt das Grab des Schriftstellers Martin Greif (1839–1911).

Im Ortsteil Weilkirchen steht das Thurnerhaus, das als ältestes ländliches Wohnhaus im Landkreis gilt. Es wurde um 1500 vollständig aus Holz erbaut. Hinter dem Thurnerhaus steht der Glockenturm der barocken Georgskirche; die Kirche selbst liegt etwas weiter hangabwärts. Nach historischer Überlieferung stand zur Römerzeit an der Stelle des Glockenturms ein Wachturm für die Römerstraße Augsburg–Wels.

Kloster Zangberg und seine Geschichte

Das Kloster Zangberg war zuvor ein freiherrliches Schloss und ist seit 1862 Konvent der Salesianerinnen. Im Kloster befindet sich der Ahnensaal, der als schönster und prunkvollster Saal im Landkreis gilt. Bei dort stattfindenden Konzerten ist das Kloster gelegentlich auch für Besucher zugänglich.

Damit gehören Schlossgeschichte, die heutige Konventsfunktion und eine an Konzerte gebundene Besuchsmöglichkeit zu den unterschiedlichen Aspekten des Klosters. Wer sich für die Baugeschichte interessiert, findet in Weilkirchen mit dem um 1500 errichteten Thurnerhaus einen weiteren historischen Bezugspunkt; in Palmberg prägen Kirche, Kreuzwegstationen und Martin Greifs Grab das Ortsbild auf ihre jeweils eigene Weise.

Wander- und Radtouren durch Zangberg

Die Schweppermanntour, die Grüne-Lagune-Tour und die Kirchentour führen durch Zangberg. Die Dorftour ist als Wandervorschlag für den Ort genannt. Für Radfahrende hat Ernst-Josef Spindler vom Bund Naturschutz eine Tour von Ampfing zur Tertiärwelt in Aubenham und durch Zangberg ausgearbeitet. Außerdem führt die Mühldorfer Kirchentour über Palmberg/Zangberg.

Bei den ähnlich klingenden Namen lohnt der Blick auf die Ortsangabe: Die Kirchentour führt durch Zangberg, während die Mühldorfer Kirchentour über Palmberg/Zangberg führt. So lassen sich die Routen anhand ihrer beschriebenen Wege auseinanderhalten, ohne sie zu einer gemeinsamen Tour zusammenzufassen.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Mühldorf Am Inn

In Mühldorf Am Inn, dem übergeordneten Reiseziel, setzt die Kreisstadt eigene kulturelle Akzente. Der 500 Meter lange Stadtplatz von Mühldorf a. Inn ist von farbenprächtigen Fassaden im Inn-Salzach-Baustil geprägt. Die beiden „Traidkästen“ Haberkasten und Kornkasten mit dem dazwischenliegenden Innenhof wurden im 15. Jahrhundert als Getreidespeicher errichtet; der Haberkasten wurde später zu einem Kulturzentrum umgebaut.

Auch die Ausstellungen im Geschichtszentrum und Museum Mühldorf a. Inn bieten andere Themen als die Kirchen- und Baugeschichte Zangbergs: Die Dauerausstellung „Alltag, Rüstung, Vernichtung“ zeigt die Geschichte des Landkreises in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Ausstellung „Lebensader Inn“ handelt davon, wie die Menschen mit dem Fluss gelebt haben und wie heute mit ihm umgegangen wird.

Weitere Reiseziele entdecken: Ampfing, Kraiburg Am Inn, Haag In Oberbayern, Schwindegg, Unterreit, Rattenkirchen, Waldkraiburg, Aschau Am Inn

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mühldorf Am Inn.

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