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Erlangen lässt sich durch unterschiedliche Gartenperspektiven entdecken: Der Schlossgarten verbindet barocke Geschichte mit einer späteren Landschaftsgestaltung, der Aromagarten Naturerlebnis, Bildung, Forschung und Erholung. Hinzu kommt ein Stadtspaziergang, der für Kinderwagen geeignet ist. Diese Themen geben einer Reise nach Erlangen einen konkreten kulturellen und grünen Schwerpunkt.

Schlossgarten: barocke Anlage und Landschaftsteil

Der Erlanger Schlossgarten gilt als eine der frühesten barocken Gartenanlagen Frankens. Seine Geschichte umfasst zugleich eine spätere Veränderung: Der Ostteil wurde zwischen 1786 und 1826 in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt. Damit lassen sich innerhalb der Anlage zwei unterschiedliche Gestaltungsansätze einordnen – die barocke Gartenanlage und die im Osten hinzugekommene Landschaftsgestaltung.

Ein konkretes historisches Detail ist der Hugenottenbrunnen im Schlossgarten. Elias Räntz entwarf ihn 1706. Zusammen mit der Entwicklung des östlichen Gartenteils eröffnet der Brunnen einen Blick auf verschiedene Aspekte der Erlanger Garten- und Stadtgeschichte: hier ein benanntes Werk mit Entstehungsjahr und Gestalter, dort die über mehrere Jahrzehnte veränderte Form eines Gartenteils.

Aromagarten und Stadtspaziergang

Der Aromagarten ist ein Ort für Naturerlebnis, Bildung, Forschung und Erholung. Damit unterscheidet sich sein thematischer Schwerpunkt von den historischen Gartenmerkmalen des Schlossgartens: Im Mittelpunkt stehen hier Natur und Wissen ebenso wie Erholung. Wer Erlangen nach solchen Interessen auswählt, findet neben dem historischen Gartenbezug also auch einen eigenen Zugang zu Naturthemen.

Für die Orientierung zu Fuß ist außerdem eine konkrete Eignungsangabe vorhanden: Der Stadtspaziergang durch Erlangen ist für Kinderwagen geeignet.

Weitere Kultur- und Naturthemen in Erlangen-Höchstadt

Im übergeordneten Reiseziel Erlangen-Höchstadt kommen eigenständige Ausflugs- und Kulturthemen hinzu. In der Kirche St. Andreas in Kalchreuth befindet sich ein berühmter Passionsaltar: ein Schreinaltar mit Flügeltüren, geschaffen vom Dürer-Lehrer Michael Wolgemut. In Höchstadt vermittelt das Spixmuseum im Geburtshaus des Naturforschers Johann Baptist Ritter von Spix mit interaktiven Exponaten dessen Leben und die Geschichte des Hauses. Das computergesteuerte, lichtgesteuerte Urwalddiorama mit Tierdarstellungen und Tiergeräuschen wird besonders für Kinder empfohlen.

Auch die Wege im übergeordneten Reiseziel Erlangen-Höchstadt unterscheiden sich nach Länge, Gelände und Thema. Durch die Kalchreuther Kirschgärten führt ein drei Kilometer langer Rundweg mit Informationstafeln über die Kirsche, die Landschaft und Kalchreuth sowie Mitmachstationen zur Natur. Bei Höchstadt ist der Eisvogelweg ein markierter, ebener Rundweg von etwa 2,6 Kilometern durch das fränkische Weiherland. Der Seerosenweg ist ein größtenteils ebener Fußweg von etwa 2,4 Kilometern durch das historische Waldgebiet Gretelmark, vorbei an Waldweihern, Seerosen- und Rohrkolbenbeständen sowie Lebensräumen des Eisvogels. Die Angaben erleichtern den Vergleich nach Weglänge und beschriebenem Landschaftscharakter, ohne die Wege zu einem gemeinsamen Rundgang zu verbinden.

Ein saisonaler Bezug kommt über die regionale Küche hinzu: In Höchstadt a.d.Aisch gehören der Aischgründer Spiegelkarpfen aus den umliegenden Himmelsteichen und seine verschiedenen Zubereitungen zu den Spezialitäten. Saison ist von September bis April, und der Karpfen trägt die geschützte geografische Angabe. Damit stehen im übergeordneten Reiseziel Erlangen-Höchstadt neben Garten- und Kulturerbe auch Naturwege und eine klar benannte saisonale Spezialität zur Auswahl.

Weitere Reiseziele entdecken: Tennenlohe, Hemhofen, Marloffstein, Bubenreuth, Heroldsberg, Baiersdorf, Gremsdorf, Röttenbach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Erlangen-Höchstadt.

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