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Mittenaar verbindet ausgewiesene Wanderwege durch die Höhenzüge des Naturparks Lahn-Dill-Bergland mit Heimatmuseen und historischen Spuren. Die Auswahl reicht von einer anspruchsvollen Wanderung rund um die Großgemeinde bis zu Wegen mit landschaftlichem oder historischem Schwerpunkt. So können Sie bei der Planung unterschiedliche Interessen berücksichtigen, ohne jede Sehenswürdigkeit in eine einzige Tour zu packen.

Wandern zwischen Höhenzügen und Geschichte

Mittenaar liegt im Naturpark Lahn-Dill-Bergland und verfügt über zahlreiche ausgewiesene Wanderwege, auf denen sich die Mittelgebirgslandschaft erkunden lässt. Zur lokalen Landschaft gehört auch die Hörre, ein Naturschutzgebiet mit hohem Buchenbestand. Die Routen bieten unterschiedliche Anhaltspunkte für die Auswahl: Streckenlänge und Höhenmeter, Markierung, Landschaft und thematische Schwerpunkte.

Der anspruchsvolle Permanentwanderweg Mittenaar 2010 beginnt in Bicken und führt rund um die Großgemeinde. Die Wanderung ist etwa 30 Kilometer lang und weist rund 2.000 Höhenmeter auf. Eine andere Orientierung bietet der gut markierte Rundwanderweg „Jubiläumsweg 50 Jahre Mittenaar“, der durch die Gemarkungen aller Ortsteile führt. So stehen eine Tour mit ausdrücklich ausgewiesener Länge und Höhenmetern und ein Rundweg mit Verlauf durch alle Ortsgemarkungen zur Wahl; Angaben zu Anspruch und Streckenführung helfen, die Unterschiede im eigenen Plan zu berücksichtigen.

Die Extratour Dernbachwiesen führt durch Wald und Feld und bietet Ausblicke in zahlreiche Täler. Mit 445 Metern ist die Alte Burg ihre höchste Erhebung. In unmittelbarer Nähe des Rennwegs liegen archäologisch bemerkenswerte Stätten, die bis in eine Zeit vor über 4.000 Jahren zurückreichen. Landschaft und weit zurückreichende Geschichte begegnen hier im Umfeld derselben Extratour. Einen anderen thematischen Akzent setzt die Extratour Bickener Ritterspuren: Sie greift die rund 600 Jahre alte Geschichte der Herren von Bicken auf.

Auch die Schutzhütte Bicken gehört zur Wanderorientierung vor Ort: Sie dient als Jausenstation im Wanderpark Lahn-Dill-Bergland. Damit ergänzen benannte Anlaufpunkte die verschiedenen Routenprofile, ohne dass sich daraus ein festgelegter Tourenablauf ergibt.

Heimatmuseen und historische Spuren

Im Heimatmuseum Bicken stehen Wohnungseinrichtungen sowie Gebrauchsgegenstände aus Landwirtschaft und Handwerk seit Beginn des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Zum Museum gehört außerdem eine funktionstüchtige Schmiede. Es bewahrt auch mehr als 2.000 Bilder von Bicken aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Für einen Besuch des Heimatmuseums Bicken ist vorherige Absprache vorgesehen. Die Sammlung verbindet damit Einblicke in Wohnen und Arbeiten mit einer umfangreichen historischen Bildersammlung.

Das Heimatmuseum Offenbach umfasst ein historisches Schulzimmer, einen alten Kräuterladen, eine Gesteinssammlung und bergbauhistorische Exponate. Die Schwerpunkte unterscheiden sich damit deutlich von den Wohnungseinrichtungen, landwirtschaftlichen und handwerklichen Gegenständen sowie den Bicken-Bildern im Heimatmuseum Bicken. In der Ballersbacher Kirche befinden sich Wandgemälde aus der Zeit um 1500. Zusammen zeigen die genannten Orte verschiedene Zugänge zur Ortsgeschichte: über Alltagsgegenstände und Bilder, über Schule und Handwerk, über Geologie und Bergbau sowie über historische Wandmalerei.

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