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Die Dorfkirche Lindenberg wurde um 1580 in Feldstein- und Ziegelbauweise errichtet. Bau, Ausstattung und spätere Veränderungen führen durch mehrere klar unterscheidbare Zeitabschnitte. Zusammen mit der slawischen Ortsgeschichte ergibt sich ein Schwerpunkt, bei dem sich verschiedene Epochen voneinander abheben.

Die Dorfkirche: Bau und Ausstattung

Zur Kirche gehören ein Altaraufsatz und Altarschranken im Stil der Renaissance sowie eine Kanzel und ein Pfarrgestühl aus dem 17. Jahrhundert. Auch die Wandmalereien im Inneren tragen zur historischen Abfolge bei: Sie zeigen biblische Motive, stammen aus dem Jahr 1597 und wurden 1956 bei Restaurierungsarbeiten freigelegt. Entstehungsjahr und Freilegung bezeichnen dabei unterschiedliche Abschnitte ihrer Geschichte.

Die Orgel wurde 1867 in der Werkstatt von Barnim Grüneberg in Stettin gebaut. Damit treffen in der Ausstattung Renaissance-Stil, Objekte aus dem 17. Jahrhundert, Wandmalereien des späten 16. Jahrhunderts und ein Instrument aus dem 19. Jahrhundert aufeinander. Die Datierungen machen deutlich, dass die Ausstattung nicht aus einer einzigen Zeit stammt, sondern verschiedene historische Schichten umfasst.

Auch der Glockenturm hat eine eigene Baugeschichte: Er brannte 1920 ab und wurde 2012 auf einem massiven Schaft wiederaufgebaut. Diese beiden Jahreszahlen markieren den Verlust des früheren Turms und seinen späteren Wiederaufbau. Für die zeitliche Einordnung der Kirche ist es daher hilfreich, das Baujahr des Kirchengebäudes von den späteren Veränderungen am Turm zu unterscheiden.

Slawische Spuren und Ortsgeschichte

Lindenberg geht auf den alten slawischen Ort Relyn zurück. Eine weitere sichtbare Spur der slawischen Geschichte liegt nordöstlich von Lindenberg am Augraben: Dort sind die Überreste einer großen slawischen Burganlage noch deutlich erkennbar. Örtlich werden sie „Schwedenschanzen“ genannt; mit den Schweden hat diese Bezeichnung jedoch keinen Bezug. Name und historische Einordnung sollte man deshalb nicht miteinander verwechseln.

Eine weitere Angabe betrifft die Geschichte der Gemeinde Lindenberg: Sie entstand aus einer slawischen Burganlage aus dem 8. oder 9. Jahrhundert. Diese gemeindebezogene Einordnung steht neben der Geschichte des alten Ortes Relyn und den deutlich erkennbaren Überresten am Augraben. So umfasst der geschichtliche Blick sowohl die Herkunft Lindenbergs als auch die Zeugnisse slawischer Besiedlung.

Räumliche Orientierung

Für die Orientierung auf Gemeindeebene: Die Bundesstraße 194 verläuft westlich der Gemeinde Lindenberg. Diese Angabe beschreibt die Lage der Straße im Verhältnis zur Gemeinde und bietet einen groben geografischen Bezugspunkt.

Mecklenburgische Seenplatte: regionaler Naturkontext

Ein eigener, übergeordneter Zusammenhang ist die Mecklenburgische Seenplatte. Der Müritz-Nationalpark ist Teil dieser Region und von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt in neun Etappen die Landschaftstypen und Besonderheiten des Parks: Er führt an Seen entlang, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Die Etappenfolge und die unterschiedlichen Landschaftselemente geben diesem regionalen Naturthema eine andere Ausrichtung als der auf Bau- und Ortsgeschichte konzentrierte Blick auf Lindenberg.

Für Touren im Müritz-Nationalpark bieten zertifizierte Natur- und Landschaftsführer lehrreiche Führungen an. Dazu gehören Touren im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Angebote von der Wasserseite aus. Damit sind innerhalb der Mecklenburgischen Seenplatte sowohl ein mehrstufiger Wanderweg als auch geführte Naturerlebnisse beschrieben: Der eine führt durch unterschiedliche Landschaftstypen, die anderen erschließen den Nationalpark mit fachkundiger Begleitung.

Ein weiteres Naturthema der Mecklenburgischen Seenplatte ist das Wisentreservat Damerower Werder. Es liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Besucher können dort Tiere beobachten. Zum Reservat gehört außerdem ein Walderlebnispfad mit Klettermöglichkeiten, einem Ameisenhaus, einer Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie einem Dendrophon. Diese Angebote unterscheiden sich inhaltlich von den Landschaften und Wanderwegen des Müritz-Nationalparks und bilden ein eigenes regionales Zielthema.

Weitere Reiseziele entdecken: Sommersdorf, Borrentin, Sarow, Beggerow, Utzedel, Kentzlin, Kletzin, Verchen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Demmin-Land.

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