Ein barocker Altaraufsatz mit einer Kopie von Correggios „Die heilige Nacht“, mittelalterliche Feldsteinkirchen und eine Wassermühle von 1837 geben Dratow-Schloen mehrere klar unterscheidbare Akzente. In Schloen und Groß Dratow stehen Bau- und Kunstgeschichte im Vordergrund; daneben kommen eine Radroute durch die Endmoränenlandschaft und geführte Geländeritte im Müritz-Nationalpark hinzu. Damit reicht die Themenwahl von historischen Einzelheiten bis zu konkreten Möglichkeiten, die Umgebung auf einer Tour zu erleben. Für einen Aufenthalt lohnt es sich, diese Schwerpunkte auseinanderzuhalten: Die Kirchen erzählen unterschiedliche Bau- und Ausstattungsgeschichten, während Route und Reitangebot verschiedene Formen des Unterwegsseins bieten.
Kirchen und historische Ausstattung
Die Kirche in Schloen ist ein charakteristischer Feldsteinbau aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Ihr barocker Altaraufsatz zeigt als Hauptbild eine Kopie von Correggios Gemälde „Die heilige Nacht“. In Groß Dratow ist die Kirche ein rechteckiger Feldsteinbau mit einem Kern aus dem 13. Jahrhundert; ihre einheitliche Holzausstattung stammt aus dem Jahr 1908. Die Kirchen unterscheiden sich damit in Bauform und Ausstattung: In Schloen tritt das konkrete Altarbild hervor, in Groß Dratow die Verbindung aus rechteckigem Bau, älterem Kern und einheitlicher Holzausstattung. Für den Vergleich zählt also nicht nur das Alter der Gebäude, sondern auch, ob ein bestimmtes Kunstmotiv oder das Zusammenspiel von Baukörper und Ausstattung den Akzent setzt.
Mühle und weitere Bauwerke
Die Alte Wassermühle in Schloen wurde 1837 erbaut und liegt an der Ostpeene. Bei Rad- und Wandertouren eignet sie sich als Rastpunkt. So verbindet sie einen historischen Bau mit einem konkreten Bezug zur Planung einer Tour. Nahe dem westlichen Ortseingang von Groß Dratow steht eine Feldstein- und Backsteinscheune der ehemaligen Gutsanlage. Auf dem Friedhof befindet sich außerdem das Mausoleum der Familie Lemcke. Diese Bauwerke ergänzen die Kirchen um weitere Ortsgeschichte: Die Scheune steht mit der früheren Gutsanlage in Verbindung, während das Mausoleum einer bestimmten Familie zugeordnet ist.
Radroute und geführte Geländeritte
Eine regionale Besucherbroschüre von 2025 beschreibt die Radroute „Brauner Radfahrer“ von Kargow über Schwastorf und Groß Dratow durch die Endmoränenlandschaft nach Bocksee und Klockow. Routenbedingungen und Beschilderung können sich ändern; prüfen Sie daher vor der Fahrt den aktuellen Verlauf. Als andere Form der Tour bietet das Gestüt Herian ab Schwastorf geführte Geländeritte durch den Müritz-Nationalpark an. Die Radroute führt über mehrere benannte Orte, während das Angebot des Gestüts geführte Ausritte im Nationalpark umfasst. Groß Dratow ist außerdem als Eingangsbereich des Müritz-Nationalparks aufgeführt.
Landschaft im Peene-Quellgebiet
Im Quellgebiet der Peene zwischen Kargow, Schwastorf und Groß Dratow liegt ein landschaftlich besonders abwechslungsreiches Hügelland. Die Ortsnamen Kargow, Schwastorf und Groß Dratow kommen auch im Verlauf der genannten Radroute vor. Landschaftscharakter und Routenverlauf geben damit unterschiedliche Blickwinkel auf den regionalen Rahmen: Das Hügelland beschreibt die weitere Gegend, die Route eine konkrete Abfolge von Orten. Zusammen mit den Bau- und Kunstwerken ergibt sich eine Auswahl verschiedener Schwerpunkte für die Reiseplanung.
Weitere Reiseziele entdecken: Neu Gaarz, Klocksin, Kargow, Grabowhöfe, Jabel, Moltzow, Vollrathsruhe, Torgelow Am See
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Seenlandschaft Waren.