Klocksin lässt sich aus zwei Richtungen erkunden: Die Seenplatte bildet eine Wasserwanderstrecke für Paddler, und eine Radtour führt durch die Seenlandschaft zum Schloss Blücherhof und durch die Schwinzer Heide. Dazu kommen ein Gutshauspark, ein Sternenbeobachtungsplatz und Hinweise auf die Eiszeitgeschichte. Für die Planung können Sie den Schwerpunkt auf das Wasser, die Radtour oder einzelne Orte legen.
Seenlandschaft und Eiszeit
Die Klocksiner Seenplatte umfasst etwa 20 km². Sie entstand während der letzten Eiszeit in einer Schmelzwasserrinne der nördlichen Hauptendmoräne. Auch unterwegs greift die Landschaftsgeschichte ein konkreter Anlaufpunkt auf: An der Radtour „Rund um die Klocksiner Seen“ gibt es einen überdachten Rastplatz mit einer Tafel zur Entstehung der Seenplatte vor etwa 15.000 Jahren.
Auf dem Wasser bilden Flacher See, Tiefsee, Hofsee und Bergsee eine Wasserwanderstrecke für Paddler. Wer lieber am Ufer bleiben möchte: Der Flachsee bei Klocksin ist als Badegewässer ausgewiesen. Die Badebedingungen sind saisonal; prüfen Sie sie vor dem Besuch.
Mit dem Rad durch die Seenplatte
Die Radtour „Rund um die Klocksiner Seen“ beginnt in der Ortsmitte von Klocksin und führt über eine Kastanienallee zum Gutshof Klocksin. Weiter verläuft sie durch die Klocksiner Seenplatte zum Schloss Blücherhof und durch das Waldgebiet Schwinzer Heide. Damit verbindet die Route einen Start in der Ortsmitte mit unterschiedlichen Landschafts- und Zielpunkten. Prüfen Sie die Streckendetails vor der Fahrt. Eine weitere Routenbeziehung führt in Klocksin an einem Storchennest vorbei: Die Eiszeitroute passiert diesen Ort.
Park, Garten und weiter Horizont
Der romantische Gutshauspark in Klocksin führt bis zum See. Im Sommer lassen sich dort große Bestände des gelben Korbblütlers Alant bewundern. Am Sternenbeobachtungsplatz in Klocksin reicht der Horizont weit über die Felder; Besucher finden dort auch eine Sonnenuhr.
In der zugehörigen Gemeinde gehört zur Gutsanlage Blücherhof ein dendrologischer Park mit mehr als 100 Baumarten. Der Park der Gutsanlage wurde von 1900 bis 1906 angelegt und umfasst acht Hektar. Der dendrologische Garten in Blücherhof soll der Öffentlichkeit weiterhin offenstehen; prüfen Sie den Zugang vor Ihrem Besuch.
Ebenfalls in der zugehörigen Gemeinde bietet die „Blücherhofer Truhe“ im Festsaal vornehmlich plattdeutsche Programme an, oft in Verbindung mit Parkführungen. Prüfen Sie vor der Reise, ob ein Programm stattfindet. So lassen sich die Gartenanlage und das kulturelle Angebot als eigene Themen neben der Seenlandschaft betrachten.
Mecklenburgische Seenplatte im weiteren Blick
Im größeren Rahmen der Mecklenburgischen Seenplatte liegt der Müritz-Nationalpark, geprägt von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt seine Landschaft in neun Etappen: Er führt an Seen vorbei, durch urwüchsige Wälder, an Binnendünen entlang und zur Havelquelle. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten dort lehrreiche Touren an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus. Das ist ein regionaler Blick über die örtlichen Klocksiner Paddel- und Radrouten hinaus.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Seenlandschaft Waren.