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Varchentin verbindet eine Dorfkirche mit mittelalterlichen Anfängen, Schlossarchitektur des 19. Jahrhunderts und einer von Seen geprägten Landschaft. Die Kirche wurde um 1250 aus Backstein errichtet; Schloss Varchentin folgte 1847 im Stil der englischen Tudorgotik. Dazu kommen historische Parkbezüge und eine etwa einstündige Runde um den Kleinen Varchentiner See. Kulturgeschichte und ein zeitlich umrissener Spaziergang setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte.

Dorfkirche: Baugeschichte in mehreren Schichten

Die denkmalgeschützte Dorfkirche Varchentin wurde um 1250 aus Backstein und ursprünglich ohne Turm errichtet. Der hölzerne Westturm kam um 1815 hinzu. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören Bleiglasfenster aus der Zeit um 1920 mit Darstellungen von Martin Luther und Christus sowie zwei Emporen. Bei Renovierungsarbeiten im Jahr 2002 wurden alte Wandmalereien freigelegt. So treffen am selben Gebäude verschiedene Zeitstufen aufeinander: der mittelalterliche Baukörper, der Turm aus dem frühen 19. Jahrhundert und die Fenster des frühen 20. Jahrhunderts.

Schloss Varchentin und Mausoleum

Schloss Varchentin wurde 1847 für den Hamburger Kaufmann Jenisch im Stil der englischen Tudorgotik erbaut. Aus der Bauzeit sind ein großer doppelseitiger Kamin und eine imposante Holztreppe erhalten. Im Park des Schlosses befindet sich das Mausoleum der Familie Grote, das 1895 im Neorenaissancestil errichtet wurde. Schloss Varchentin ist unsaniert; laut touristischer Besuchsinformation sind Besichtigungen nur von außen möglich. Bitte prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Bedingungen.

Seen und Parklandschaft

Der Kleine und der Große Varchentiner See liegen in der von Seen geprägten Landschaft Varchentins und sind von Schilfgürteln umgeben. Den Kleinen Varchentiner See kann man zu Fuß in etwa einer Stunde umrunden. Der Lennepark bei Schloss Varchentin erstreckt sich bis zum Varchentiner See. Im Landschaftspark Varchentin verlaufen Sichtachsen zwischen dem Herrenhaus und dem Großen Varchentiner See; angelegt wurde der Park nach Plänen von Peter Joseph Lenné aus dem Jahr 1838.

Groß Plasten im übergeordneten Reiseziel

Im übergeordneten Reiseziel Groß Plasten ergänzen weitere Schloss-, Kirchen- und Parkbauten den regionalen Blick. Das Schloss Groß Plasten wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut und Anfang des 20. Jahrhunderts um einen Anbau erweitert. An das Schloss schließt sich ein Landschaftspark mit seltenen Bäumen an; Wanderwege durch den Park verbinden Groß Plasten und Klein Plasten. Die Dorfkirche Groß Plasten entstand 1901 als verputzter, achteckiger Zentralbau im neobarocken Stil auf einem Natursteinsockel und wurde von Franz Schwechten gestaltet. Ihre vollständige Sandsteinausstattung stammt aus der Bauzeit. Der Anlass für den Kirchenbau war ein Streit über die Mitbenutzung der Kirche in Klein Plasten. Auf der Westempore befindet sich die 1901 von W. Sauer erbaute Orgel, die 1997 restauriert wurde.

Für die Zeitplanung ist der Unterschied konkret: Die Umrundung des Kleinen Varchentiner Sees dauert etwa eine Stunde; beim Schloss sind Besichtigungen laut Besuchsinformation auf die Außenansicht beschränkt. So stehen eine zeitlich umrissene Gehoption und ein kulturhistorischer Programmpunkt mit begrenzter Besichtigungsmöglichkeit nebeneinander.

Weitere Reiseziele entdecken: Hohen Wangelin, Groß Plasten, Klocksin, Peenehagen, Vollrathsruhe, Neu Gaarz, Moltzow, Torgelow Am See

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Seenlandschaft Waren.

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