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Am Ortseingang von Vollrathsruhe steht ein neobarockes Schloss mit Park. Dazu kommen eine Kirche mit besonderer Architektur, ein Aussichtsturm und Wege in die Landschaft. Wer einen Aufenthalt plant, kann zwischen Baugeschichte im Ort, Spaziergängen im Naturschutzgebiet und Zielen in der zugehörigen Gemeinde unterscheiden.

Schlosspark und Baugeschichte

Der englische Landschaftspark von Vollrathsruhe ist etwa 2 Hektar groß und steht unter Denkmalschutz. Im Schlosspark befinden sich ein neogotisches Mausoleum aus dem 19. Jahrhundert und eine achteckige Schlosskapelle, ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert. Die Bauformen setzen unterschiedliche Akzente: Das Schloss ist neobarock, das Mausoleum neogotisch, die Kapelle achteckig. So liegen mehrere klar unterscheidbare historische Motive an einem Ort.

Auch die Kirche in Vollrathsruhe hat eine eigene architektonische Besonderheit: Ihre Holzdecke ist in englischer Gusseisen-Architektur gestaltet. Hinzu kommt eine lange religiöse Geschichte. Seit 1543 wird dort evangelisch gepredigt – noch bevor die Reformation in Mecklenburg offiziell eingeführt wurde. Vom Aussichtsturm in Vollrathsruhe bietet sich ein Blick über die Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte.

Spaziergänge und Naturschutzgebiet

Eine Kastanien- und Lindenallee verläuft zwischen Vollrathsruhe und Kirch Grubenhagen. Ein weiterer Spaziergang führt von Klein Luckow durch Wälder und Felder zum Naturschutzgebiet „Wüste und Glase“. Der eine Spaziergang führt zwischen den beiden Orten an der Allee entlang, der andere von Klein Luckow durch Wälder und Felder zum Schutzgebiet.

„Wüste und Glase“ umfasst hügeliges Weideland, den Ohgangsee, Sölle, Gebüsche und alte Buchenwälder; das Schutzgebiet schließt auch Teile von Vollrathsruhe ein. Während der Eiszeit formten zwei aufeinandertreffende Gletscherzungen dort eine Endmoränengabel. Im Gebiet liegen außerdem Reste einer alten Glashütte und ein mächtiger Burgwall. Sein Alter ist unbekannt.

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Weitere Ziele in der zugehörigen Gemeinde

In Kirch Grubenhagen wurde die Kirche ursprünglich als Wehrkirche errichtet; ihr Bau stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Vom Kirchenhügel reicht der Ausblick auf den Malchiner See und das Malchiner Becken. Auch die Burg Grubenhagen liegt in der zugehörigen Gemeinde: Von ihr sind Reste des Bergfrieds bis zu 10 Meter Höhe erhalten, und die Mauern sind über 3 Meter dick. Diese Ziele ergänzen die Bauwerke in Vollrathsruhe um weitere historische Orte, ohne mit ihnen gleichgesetzt zu werden.

In Klein Rehberg lädt ein Spaziergang am Bach zu einem Naturerlebnis ein; der Ort liegt nahe dem Naturschutzgebiet „Hellgrund“. Das Damwildgehege in Klein Rehberg befindet sich im Schutzgebiet Hellgrund und ist von Vollrathsruhe aus über Kirch Grubenhagen erreichbar. In Hallalit steht „dat lange Hus“, ein 104 Meter langes Gebäude, das als längstes Haus Norddeutschlands bezeichnet wird. Der lange Katen wurde um 1855 errichtet und bot 16 Familien Unterkunft.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Seenlandschaft Waren.