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Peenehagen zeigt sich in den Geschichten seiner Dörfer und in sehr unterschiedlichen Naturorten. Dorfkirchen in Lansen, Groß Gievitz und Alt Schönau bewahren jeweils eigene Spuren der Bau- und Ortsgeschichte. Hinzu kommen ein Park, Veranstaltungen und das Naturschutzgebiet Barschmoor – mit einer wichtigen Besonderheit für die Planung: Dort gibt es keine öffentlichen Wege.

Dorfgeschichte und Glocke in Lansen

Die Dorfkirche Lansen geht im Kern auf die Zeit um 1400 zurück. Zu ihrer Ausstattung gehört ein Taufengel aus dem 18. Jahrhundert. Auf dem Kirchhof steht außerdem ein freistehender Glockenstuhl. Die Glocke darin stiftete 1865 der damalige Patron C. G. (Kuno) von Hahn; gegossen wurde sie von Johann Carl Ludwig Illies in Waren. Das Nebeneinander von Kirche, Glockenstuhl und Taufengel macht Lansen zu einem Ort mit mehreren klar datierbaren Spuren seiner Geschichte.

Auch an den Häusern lässt sich ein Stück Dorfgeschichte ablesen: An fast allen Häusern in Lansen hängen Holzschilder mit Hofnamen. Sie gehen auf die Aufsiedlung der Güter in Mecklenburg in den 1930er-Jahren zurück. Damit reicht der historische Blick über die Kirche hinaus bis in die jüngere Ortsentwicklung.

Kirche, Kapelle und Park in Groß Gievitz

Die Dorfkirche Groß Gievitz geht auf die deutsche Besiedlung des Landes Schloen im 13. Jahrhundert zurück. Ab 1964 wurden ihre Wandmalereien wieder freigelegt. Außerdem stellte man die ursprüngliche barocke Bemalung der Ausstattung und den ursprünglichen Bilderschmuck des Altars wieder her. Die Friedhofskapelle auf dem Friedhof ist ein anderer historischer Bau: Die neugotische Grabkapelle der Grafen von Voß wurde 1827–31 nach einer Zeichnung von Karl Friedrich Schinkel errichtet. Seit 1951 befindet sie sich im Besitz der Kirchengemeinde und dient als Friedhofskapelle.

Zu den Sehenswürdigkeiten in Groß Gievitz zählt auch das restaurierte Feuerwehrhaus mit seinem Tonnendach. Weitere denkmalgeschützte Gebäude gehören ebenfalls zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten. Für eine andere Art von Aufenthalt lädt der renaturierte Park mit alten und seltenen Baumgehölzen zum Spaziergang ein. Zustand und Zugang des Parks sollten Sie vor einem geplanten Besuch prüfen.

Groß Gievitz verbindet zudem Park- und Veranstaltungsthemen: Hier findet das traditionelle Parkfest statt, außerdem gibt es jährlich Reiterspiele. Für beide empfiehlt es sich, Termine und aktuelles Programm vorab zu prüfen.

Feldsteinkirche und Kirchenschatz in Alt Schönau

Die Feldsteinkirche Alt Schönau stammt aus dem 14. Jahrhundert. Ihr rechteckiger Bau besteht aus Feldstein und trägt blendengegliederte Backsteingiebel. Neben dieser Bauform geben Ausstattungsstücke Einblick in weitere Zeitabschnitte: Die Kanzel stammt aus der Zeit um 1700; im Kirchenschatz sind liturgische Zinngegenstände aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten. So unterscheiden sich die drei Dorfkirchen im Detail: Lansen verbindet Kirche, Glockenstuhl und Taufengel, Groß Gievitz seine Besiedlungsgeschichte und Restaurierungen, Alt Schönau Bauform und Kirchenschatz.

Barschmoor: wertvolle Lebensräume, keine öffentlichen Wege

Das Naturschutzgebiet Barschmoor wurde am 21. September 1972 ausgewiesen. Dort gibt es offene Gewässerflächen; östlich schließen sich Feuchtbiotope mit Torfmoosen, Rohrglanzgras und Seggenrieden an. Der Fischadler nutzt die Flächen zur Nahrungssuche. Zu den Brutvögeln zählen verschiedene Entenarten, Kranich, Waldwasserläufer, Bruchwasserläufer, Waldschnepfe, Bekassine und Zwergtaucher; auch der Fischotter kommt dort vor.

Für die Besuchsplanung ist die Zugangsregelung entscheidend: Im Naturschutzgebiet Barschmoor gibt es keine öffentlichen Wege. Prüfen Sie die Zugangslage vor einer Reise erneut. Im Vergleich dazu ist der Park in Groß Gievitz ausdrücklich mit einem Spaziergang verbunden; auch dort sollten Zustand und Zugang vorab geprüft werden. Die beiden Orte bieten somit unterschiedliche Möglichkeiten, Landschaft in die Reiseplanung einzubeziehen.

Mecklenburgische Seenplatte als übergeordneter Rahmen

Zum übergeordneten Reiseziel Mecklenburgische Seenplatte gehört der Müritz-Nationalpark, der von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt ist. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt die Landschaft in neun Etappen: Er führt an Seen entlang, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Diese Routenbeschreibung gehört zum Nationalpark und ist von den örtlichen Wegen und Spaziergangsmöglichkeiten in Peenehagen zu unterscheiden.

Ein weiteres eigenständiges Naturziel in der Mecklenburgischen Seenplatte ist das Wisentreservat Damerower Werder. Es liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Besucher können dort Wisente beobachten. Zum Reservat gehört außerdem ein Walderlebnispfad mit Klettermöglichkeiten, einem Ameisenhaus, einer Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie einem Dendrophon.

Bei der Wahl einer Ferienwohnung in Peenehagen hilft es, zunächst die eigenen Schwerpunkte zu bestimmen: Dorfkirchen und historische Details, ein Spaziergang im Park oder Naturthemen mit klaren Zugangsbeschränkungen. Die genannten Orte unterscheiden sich sowohl in ihrem historischen Profil als auch darin, was für einen Besuch vorgesehen ist.

Weitere Reiseziele entdecken: Hohen Wangelin, Neu Gaarz, Varchentin, Grabowhöfe, Klocksin, Groß Plasten, Klink, Jabel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Seenlandschaft Waren.

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