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Die Dorfkirche und das ehemalige Gutshaus geben Hohen Wangelin zwei kulturhistorische Anknüpfungspunkte. Im Gemeindegebiet kommen ein Badegewässer, das Tal der Nebel und ausgeschilderte Wanderwege hinzu. Für die Planung eines Aufenthalts hilft die Unterscheidung zwischen Baugeschichte im Ort und Naturzielen auf Gemeindeebene. So können Sie den Schwerpunkt auf Ortsgeschichte, Gewässer oder Waldlandschaft legen.

Kirche und Gutshaus: zwei historische Themen

Die Dorfkirche Hohen Wangelin ist ein kreuzrippengewölbter Backsteinbau, der vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammt. Das Kreuzrippengewölbe gliedert die Architektur durch sich kreuzende Rippen; zusammen mit dem Backstein prägt es die Bauform. Zur Kirche gehört außerdem eine beschädigte Lütkemüller-Orgel aus der Zeit um 1869. Sie gehört damit zu einer deutlich späteren Zeitschicht als die vermutete Entstehungszeit der Kirche. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann diese beiden Zeitangaben auseinanderhalten: Der Kirchenbau stammt vermutlich aus dem 15. Jahrhundert, die Orgel aus der Zeit um 1869.

Das ehemalige Gutshaus ist das Zentrum des alten Gutsensembles. Es ergänzt die Kirche um einen anderen Bezug zur Ortsgeschichte: Hier steht die frühere Gutsanlage im Mittelpunkt, nicht die Bauform eines Sakralgebäudes. Damit treten zwei unterschiedliche historische Themen nebeneinander, wenn Sie Kultur in Ihre Reiseplanung aufnehmen.

Seen, Wege und Wald im Gemeindegebiet

Der Malkwitzer See liegt in einem malerischen Naturschutzgebiet. In Malkwitz ist er zudem ein Badegewässer der Gemeinde Hohen Wangelin. Auch das reizvolle Tal der Nebel gehört zum Landschaftsbild der Gemeinde. Diese Orte geben dem Naturteil eines Aufenthalts eigene Anknüpfungspunkte, ohne dass sich daraus eine feste Route ergibt.

Ein ausgedehntes, ausgeschildertes Wanderwegnetz führt um den Orthsee und den Pastorenteich sowie in das ausgedehnte Waldgebiet des Naturparks Nossentiner Heide. Wenn Sie beim Wandern lieber einen Weg um ein Gewässer wählen, kommen Orthsee und Pastorenteich als unterschiedliche Ziele infrage; das Wegenetz führt außerdem in den Wald. Prüfen Sie vor Ort die jeweilige Markierung, denn einzelne Markierungen können eine örtliche Kontrolle erfordern.

Mecklenburgische Seenplatte als übergeordneter Rahmen

Der Müritz-Nationalpark gehört zur Mecklenburgischen Seenplatte und ist von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt in neun Etappen die Landschaftstypen und Besonderheiten des Parks: Er führt an Seen, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten dort lehrreiche Touren an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus. Damit stehen in der übergeordneten Region sowohl ein mehrteilig beschriebener Wanderweg als auch geführte Naturtouren als eigene Themen zur Auswahl.

Das Wisentreservat Damerower Werder liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee, in der Mecklenburgischen Seenplatte und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Besucher können dort Wisente beobachten. Zum Reservat gehört ein Walderlebnispfad mit Klettermöglichkeiten, einem Ameisenhaus, einer Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie einem Dendrophon. Diese regionalen Ziele ergänzen die örtlichen Themen Hohen Wangelins um weitere Natur- und Landschaftserlebnisse.

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