Behren-Lübchin erschließt sich über markante historische Zeugnisse: die Feldsteinkirche in der Ortslage und die slawische Burganlage am Rand des Großen Sees. Weitere historische Orte und die Trebelwiesen liegen im Gebiet der zugehörigen Gemeinde. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich deshalb, zwischen der Ortslage Behren-Lübchin und den Zielen in der Gemeinde zu unterscheiden.
Feldsteinkirche: Turm, Haube und Altaraufsatz
Die Feldsteinkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Kirchen im nördlichen Mecklenburg. Ihr mächtiger quadratischer Westturm, der achteckige Aufsatz und die barocke Haube mit Laterne geben dem Bau eine klar gegliederte Silhouette. Die Formen wechseln vom quadratischen Turmkörper zum achteckigen Aufsatz und schließlich zur Haube – ein prägnantes architektonisches Detail des Ortes.
Auch im Inneren ist ein historisches Stück hervorzuheben: Die Kirche besitzt einen reich mit Figuren verzierten Altaraufsatz aus dem Jahr 1712. An der Wetterfahne zeigt sich ein anderes, kleines Motiv: Sie stellt einen Bären dar. Baugeschichte, figürlicher Schmuck und dieses Bildzeichen setzen unterschiedliche Akzente an einem einzigen Kirchenbau. Wer sich für regionale Architektur interessiert, findet hier sowohl den mittelalterlichen Ursprung als auch spätere Ausformungen, ohne die verschiedenen Elemente zeitlich gleichzusetzen.
Burganlage und ihre unterschiedlichen Bezugspunkte
Die slawische Burganlage bei Behren-Lübchin lag am Rand des Großen Sees. Der dänische König Waldemar I. zerstörte sie im Jahr 1141. Eingehend erforscht wurde die Anlage von 1954 bis 1960. Diese Zeitangabe ordnet die archäologische Erforschung ein; sie ist vom mittelalterlichen Ereignis zu unterscheiden.
Teile der aus Eichenholz errichteten Burganlage wurden im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden in annähernder Originalgröße rekonstruiert. Damit gehören die Burganlage bei Behren-Lübchin und die Rekonstruktion in Groß Raden zu unterschiedlichen Orten der Burggeschichte. Wenn Sie sich mit dem Thema beschäftigen, hilft diese Unterscheidung dabei, den historischen Bezug zur Ortslage und die Rekonstruktion im weiteren regionalen Umfeld auseinanderzuhalten.
Weitere Zeugnisse im Gemeindegebiet
Auch außerhalb der Ortslage Behren-Lübchin liegen historische Anknüpfungspunkte. In Bobbin steht das Gutshaus, ein klassizistisches Herrenhaus, das 1825 von der Familie von Blücher errichtet wurde. Das Herrenhaus Viecheln entstand 1868 durch Wilhelm Blohm; eine umfangreiche denkmalgerechte Sanierung begann dort 1995.
In Wasdow stehen im Gutspark die Ruinen des Fangelturms. Der Ort besitzt außerdem eine kleine Kirche mit freistehendem Glockenstuhl. In Quitzenow gelten zwei bronzezeitliche Kegelgräber am Bauernweg als die ältesten Zeugnisse menschlicher Besiedlung in der Gemeinde Behren-Lübchin. In Bäbelitz befindet sich am Birkenweg der Schälchenstein. Die Beispiele unterscheiden sich deutlich: Sie reichen von Herrenhäusern und Kirchen über eine Turmruine bis zu archäologischen Zeugnissen. Am Friedhof in Behren-Lübchin führt die Denkmalliste des Landkreises Rostock vom 14. Mai 2024 eine Einfriedung mit Tor, eine Leichenhalle, ein Mausoleum, eine Statue und die Familiengrabstätte Blohm auf.
Trebelwiesen und Orientierung
Die Trebelwiesen prägen einen großen Teil des Gemeindegebiets. Sie gehören zu einem Niederflusstalmoor mit Wiesen und Bruchwäldern. Als Lebensraum bietet diese Landschaft Nieder-, Reh- und Schwarzwild, seltenen Pflanzen und gefährdeten Insekten Raum. Im Gemeindegebiet liegt außerdem das Naturschutzgebiet Trebeltal (NSG 185); in den Trebelwiesen gibt es eine Aussichtsplattform.
Für die Wahl eines Aufenthaltsschwerpunkts ergibt sich damit eine praktische Gliederung: Die Feldsteinkirche und die Burggeschichte bilden den unmittelbaren Bezug zur Ortslage; Herrenhäuser, weitere Denkmale und die Trebelwiesen erweitern den Blick auf die Gemeinde. Als Straßenorientierung liegt die Ortslage Behren-Lübchin an der Landesstraße L 23. Beziehen Sie bei der Planung den jeweiligen Ortsnamen ein, damit die Ziele in der Gemeinde nicht mit Sehenswürdigkeiten innerhalb der Ortslage verwechselt werden.
Weitere Reiseziele entdecken: Boddin, Finkenthal, Altkalen, Lühburg, Walkendorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Gnoien.