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Finkenthal verbindet kirchliche Baugeschichte und ländliche Architektur mit Natur im näheren Umfeld. Die Kapelle und historische Hofbauten setzen unterschiedliche Akzente; nördlich des Ortes liegen Überreste einer Turmhügelburg. In den nahen Laubwäldern laden Wanderungen ein, im Frühling kommen Blütenteppiche aus Lerchensporn und Anemonen hinzu. So können Sie zwischen Ortsgeschichte, einem saisonalen Naturerlebnis und beidem als Reisethema wählen.

Kapelle und kirchliche Geschichte

Die Kapelle in Finkenthal wurde 1805 im schlichten Fachwerkstil an der Stelle eines Gotteshauses errichtet, das 1560 erstmals erwähnt wurde. Sie ist eine Filialkirche Altkalens. Die Orgel kam später hinzu: Der Altkalener Küster Cordes fertigte sie 1831. Die Jahreszahlen stehen für unterschiedliche Stationen – die erste Erwähnung des früheren Gotteshauses, den Bau der Kapelle und die Fertigung des Instruments. Zusammen geben sie einen zeitlichen Rahmen für die kirchliche Geschichte Finkenthals, ohne die drei Bau- und Geschichtsbezüge gleichzusetzen.

Hallenhäuser und Hofensemble

Das niederdeutsche Hallenhaus der Hufe V hat sein ursprüngliches Aussehen bewahrt und steht unter Denkmalschutz. An der Dorfstraße 70 befindet sich ein Bauernhaus des Typs Hallenhaus. Auch das Ensemble des Forsthofes in Finkenthal hat sein ursprüngliches Aussehen bewahrt und steht unter Denkmalschutz. Dazu gehören ein Wohnhaus, ein Stall und eine Scheune. Die Beispiele unterscheiden sich im Maßstab: Das Hallenhaus ist eine Bauform, der Forsthof ein Ensemble aus mehreren Gebäuden. So umfasst die Baugeschichte des Ortes sowohl einzelne Haustypen als auch den Zusammenhang einer Hofanlage.

Turmhügelburg und Natur

Auf dem Schlossberg, 1,5 km nördlich von Finkenthal, befinden sich die Überreste einer Turmhügelburg. Sie gelten als Zeugnis frühen ritterschaftlichen Besitzes in Finkenthal. Damit ergänzen Burgreste die Themen Kapelle und Hofbauten um eine weitere historische Spur – eine andere Art von baulichem Erbe als die erhaltenen Gebäude.

Die Laubwälder in der näheren Umgebung laden zum Wandern ein. Besonders im Frühling zeigen sie üppige Blütenteppiche aus Lerchensporn und Anemonen. Wenn Sie wegen dieser Blüte reisen möchten, ist der Frühling der passende saisonale Schwerpunkt; die Wanderoption und das besondere Blütenbild sind dabei zwei unterschiedliche Anlässe, die Umgebung einzuplanen.

Das Naturschutzgebiet „Dammer Postmoor“ ist etwa 235 Hektar groß und umfasst Landschaftsteile der Gemeinde Finkenthal in den Gemarkungen Schlutow und Fürstenhof. Es bewahrt einen reich strukturierten, abgeschieden gelegenen Wald-Moor-Komplex als repräsentativen Ausschnitt einer naturnahen Grundmoränenlandschaft. Die Schutzgebietsverordnung vom 14. August 2000 untersagt das Betreten außerhalb gekennzeichneter Wege sowie das Radfahren abseits dieser Wege. Da die Verordnung aus 2000 stammt, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Hinweise zum Gebiet.

Lage und Einkehr

Die Bundesstraße 110 berührt Finkenthal auf halbem Weg zwischen Gnoien und Dargun und bietet damit einen konkreten Bezugspunkt für die Straßenorientierung. In der Gemeinde Finkenthal liegt hinter dem Forstamt das Restaurant „Steak & Fish“. Prüfen Sie vorab, ob es zu Ihrem Besuch aktuell geöffnet ist.

Weitere Reiseziele entdecken: Lühburg, Boddin, Altkalen, Behren-Lübchin, Walkendorf

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Gnoien.

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