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Walkendorf verbindet einen klaren lokalen Kulturbezug mit Ausflugszielen in der Gemeinde: Das Richard-Wossidlo-Haus und die Alte Ausspanne liegen im Ort, während Windmühlen, Gutspark und Sternenstation weitere Facetten der Gemeinde zeigen. Wer eine kurze Reise plant, kann die Auswahl nach Interessen ordnen: Volkskunde und Baugeschichte führen zum Wossidlo-Haus und zur Alten Ausspanne, Mühlen- und Parkgeschichte zu Neu Vorwerk und Dalwitz.

Wossidlo-Haus und Alte Ausspanne

Das Richard-Wossidlo-Haus ist dem Volkskundler Richard Wossidlo gewidmet. Es befindet sich in einem um 1875 errichteten Landarbeiterkaten. Auch Wossidlos Biografie hat einen konkreten Ortsbezug: Er wurde im Ortsteil Friedrichshof der Gemeinde Walkendorf geboren und in der dortigen Kirche getauft. Museum und Lebensgeschichte geben so zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Beschäftigung mit dem Volkskundler und seiner Verbindung zur Gemeinde.

Einen anderen Blick auf die Baugeschichte bietet die Alte Ausspanne, ein denkmalgeschütztes, liebevoll restauriertes Fachwerkhaus mit Reetdach. Im Sommer liegt das Café der Alten Ausspanne im Schatten einer alten Linde hinter dem Gebäude. Der 4.600 Quadratmeter große Wiesengarten verfügt über Bänke, Liegeflächen, eine Kräuterschnecke und einen Teich. Sitz- und Liegeflächen, Kräuterschnecke und Wasser prägen dabei unterschiedliche Bereiche des Gartens.

Zur Alten Ausspanne gehört außerdem der erweiterbare Vereinsraum „Sommergalerie“, in dem besondere Ausstellungen zu Kunst und Kultur stattfinden. Einzelne Ausstellungen können wechseln. Auch die Teilnahme an kreativen Kursen ist dort möglich; wenn Sie einen Kurs einplanen möchten, fragen Sie die konkreten Termine vorher an. So lassen sich Ausstellungs- und Kursangebote von den dauerhaft prägenden Merkmalen des Hauses und Gartens unterscheiden.

Windmühlen und Parkgeschichte in der Gemeinde

In Neu Vorwerk, einem Ortsteil der Gemeinde Walkendorf, stehen zwei dicht nebeneinanderliegende Holländermühlen. Gemeinsam bilden sie die Zwillingswindmühlen, ein einzigartiges technisches Denkmal und ein Wahrzeichen des Landes. Die kleinere Mühle wurde 1849 als Erdholländer errichtet; die größere Galerieholländermühle stammt aus dem Jahr 1949. Die Baujahre liegen genau ein Jahrhundert auseinander und machen den Größenunterschied zugleich zu einem Vergleich zweier Mühlengenerationen. Die größere Mühle gilt als Deutschlands letzter Neubau einer Windmühle für die gewerbliche Müllerei.

Im Gutspark Dalwitz stehen weitere Kultur- und Landschaftsmerkmale nebeneinander: Dort befindet sich ein Denkmal für Sabine von Bassewitz (1716–1790), und auf dem Burgwall lässt sich eine alte Lindenallee bewundern. Im Park ist außerdem eine Nachbildung der berühmten Himmelsscheibe von Nebra aufgestellt. Denkmal, Allee und Replik setzen unterschiedliche Akzente – von einer Person der Ortsgeschichte über eine historische Landschaftsform bis zu einem archäologischen Bezug.

Sternenhimmel, Landschaft und Übernachten

Die Astronomische Beobachtungsstation Dalwitz ist eine von sechs thematischen Stationen des Astrolehrpfads „De Sternkieker“ im Sternenpark Mecklenburger ParkLand. An der Station können Gäste auf einer Liege für zwei Personen mit einem Fernglas oder Teleskop den nächtlichen Sternenhimmel beobachten. Wenn Sie die Beobachtung planen, stimmen Sie die Verfügbarkeit der Ausrüstung vor Ort ab.

Das Gutshaus Schloss Lühburg liegt am Rand der Mecklenburgischen Schweiz, umgeben von alten Linden und einem romantischen Wassergraben; wie eine Insel liegt es im Mecklenburger ParkLand. In der Gemeinde Walkendorf bietet Schloss Lühburg zwölf individuelle Ferienwohnungen unterschiedlicher Größe. Ein Badesee im Ort bietet im Sommer eine Möglichkeit zur Erfrischung – eine saisonale Ergänzung zu den Kultur- und Landschaftspunkten der Gemeinde.

Weitere Reiseziele entdecken: Altkalen, Lühburg, Behren-Lübchin, Boddin, Finkenthal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Gnoien.

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