Zum Inhalt

Zarnewanz ist ein Reiseziel, in dem Dorfgeschichte, Bauformen und Wege durch die Landschaft verschiedene Zugänge eröffnen. Die Gemeinde wurde erstmals 1268 urkundlich erwähnt; die Themen reichen von der Winkelhof-Hausform bis zur historischen Rübenbahn. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, lassen sich die örtlichen Kulturthemen und das Wandergebiet als zwei eigenständige Schwerpunkte betrachten.

Hausformen und Gutshausgeschichte

Die Hausform des sogenannten Winkelhofs wurde in den späten 1920er-Jahren entwickelt und prägt noch heute maßgeblich das Ortsbild von Zarnewanz. Daneben lässt sich das Gutshaus Zarnewanz als einzelner historischer Bau betrachten: Es wurde etwa 1850 errichtet, liegt zentral im Dorf neben einer angrenzenden Parkanlage und befindet sich in Privatbesitz.

Zur Geschichte des Gutshauses gehört auch eine spätere religiöse Nutzung. Im ehemaligen Speisesaal wurde ein Kirchsaal eingerichtet, den der Landessuperintendent Heinrich Behm aus Bad Doberan 1931 weihte. 2022 wurde der Kirchsaal entwidmet. Die Abfolge von Bauzeit um 1850, Weihe und Entwidmung macht mehrere Stationen der Nutzungsgeschichte an einem Gebäude fassbar.

Ein zweiter Gutshausbezug liegt in Stormstorf, einem Ortsteil von Zarnewanz. Das dortige Gutshaus wurde 1871 errichtet; es befindet sich in Privatbesitz und ist bewohnt. Die Gutsanlage mit Gutshaus und Park in Stormstorf ist Bestandteil der Kreisdenkmalliste. Für den Vergleich mit dem Gutshaus Zarnewanz helfen die unterschiedlichen Bauzeiten: dort etwa 1850, in Stormstorf 1871.

Wanderwege und Rübenbahn

Im Wandergebiet Zarnewanz führen ausgeschilderte Wege entlang einer alten Rübenbahntrasse. Ein Wanderweg führt von Zarnewanz über Gnewitz und Stubbendorf bis nach Ehmkendorf durch das Recknitztal. Die Route durch das Recknitztal nennt eine Folge von Orten; die Wege an der Bahntrasse verorten das Wandern zusätzlich in der Geschichte des örtlichen Verkehrs.

Mit dem Bau der Tessiner Zuckerfabrik wurde 1895–1896 zugleich die 65 Kilometer lange Rübenbahn in Betrieb genommen. Die Schmalspurbahn Tessin GmbH verband unter anderem Zarnewanz und Gnewitz. So gehört die ehemalige Bahn nicht nur zur Ortsgeschichte, sondern erklärt auch den historischen Bezug der Wege entlang ihrer alten Trasse. Im weiteren regionalen Umfeld sind an vielen Stellen noch Spuren der ehemaligen Tessiner Bahn erkennbar; Informationstafeln erinnern an ihren Verlauf und ihre Geschichte.

Auch Radverkehr ist Teil der historischen Orientierung: Im Juni 2000 wurde in der Ortslage von Zarnewanz entlang der L 18 ein Radweg fertiggestellt.

Schutzgebiete und Recknitzlandschaft

Zwei Schutzgebiete setzen unterschiedliche räumliche Bezugspunkte: Teile der Gemeinde Zarnewanz sind Bestandteil des Naturschutzgebiets „Reppeliner Bachtal“. Das 115 Hektar große Landschaftsschutzgebiet „Stormstorfer Bachtal“ wird im Norden durch Stormstorf begrenzt.

Der Naturraum der Recknitz weitet den Blick darüber hinaus. Das gesamte Einzugsgebiet der Recknitz ist Lebensraum für viele seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten und wird im Besucherangebot des Wandergebiets Zarnewanz vorgestellt. So stehen örtliche Schutzgebiete neben einer größeren Recknitz-Perspektive, die im Wanderangebot aufgegriffen wird. Für die Naturthemen umfasst der Blick damit sowohl Schutzgebiete mit örtlichem Bezug als auch das gesamte Recknitz-Einzugsgebiet.

Weitere Reiseziele entdecken: Stubbendorf, Thelkow, Selpin, Cammin, Nustrow, Grammow, Gnewitz

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Tessin.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.