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Groß-Stresow liegt an der Stresower Bucht des Rügischen Boddens. Für die Reiseplanung prägen vor allem drei Themen den Ort: Ausblicke auf die Bucht, Wege zu Fuß und mit dem Rad sowie die Geschichte der Preußensäulen. Die Wege unterscheiden sich in ihrer Art: Eine Wanderroute bezieht eine Fahrt mit der Schmalspurbahn ein, eine andere ist eine leichte Tour von 13 Kilometern. So lässt sich entscheiden, ob Sie Bahn und Fußweg kombinieren, eine leichte Wanderung wählen oder auf dem Rad unterwegs sein möchten.

Boddenblicke und Wege am Wasser

Von einer Erhöhung bietet sich ein Blick über die Stresower Bucht. An der Küstenroute bei Muglitzer Ort sind die Nordspitze der Insel Vilm sowie das Reddevitzer und das Zickersche Höft auf der Halbinsel Mönchgut zu sehen. Diese Aussicht ist an die Küstenroute bei Muglitzer Ort gebunden. Der Wanderweg „Mönchgut – Großsteingräber und Bodden“ führt entlang der Stresower Bucht, wo sich viele Möglichkeiten zum Baden bieten. Landschaft und Wegverlauf gehören hier zusammen: Die Tour erschließt die Bucht als Teil einer Wanderung und führt zugleich durch Groß-Stresow.

Wandern und Radfahren

Für die Wahl der Wanderung ist die Länge nicht der einzige Unterschied. Die Route von Putbus nach Groß-Stresow ist etwa 8,5 km lang; sie verbindet eine Fahrt mit der historischen Schmalspurbahn „Rasender Roland“ mit dem Fußweg vom Haltepunkt „Seelvitz“ in Richtung Groß-Stresow. Die Strecke ist damit als Kombination aus Bahnfahrt und Gehen zu verstehen, nicht als reine Wanderstrecke von 8,5 km. Der Fahrplan des Rasenden Roland ist saisonal; prüfen Sie die passende Verbindung für Ihren Reisetag.

Die Route „Mönchgut – Großsteingräber und Bodden“ ist 13 km lang, leicht und weist geringe Steigung auf. Sie führt über Groß-Stresow und entlang der Bucht. Damit steht ihr eine andere Art der Tour gegenüber: Hier ist die Wanderung selbst der Schwerpunkt, während die Route von Putbus aus Bahn und Fußweg verbindet. Wegbedingungen und Markierungen können sich ändern; informieren Sie sich vor dem Start über den aktuellen Stand.

Auch mit dem Rad lässt sich Groß-Stresow in eine Tour einbeziehen. Der Radwanderweg „Auf Fürst Maltes Spuren“ führt durch den Ort; am Weg gibt es dort eine Möglichkeit zur Einkehr. Da sich die Bedingungen auf der Route ändern können, ist ein aktueller Blick auf die Wegverhältnisse vor der Fahrt sinnvoll. So können Sie zwischen einer Radstrecke mit Einkehrmöglichkeit und den unterschiedlich angelegten Wanderrouten wählen, ohne die Wege zu einer einzigen Tour zusammenzufassen.

Preußensäule und Ortsgeschichte

Die 15 Meter hohe Stresower Preußensäule wurde 1991 wegen drohender Einsturzgefahr demontiert; 2014 wurde die letzte der beiden Preußensäulen wieder aufgestellt. Die Säule in Groß-Stresow trug das aus sächsischem Sandstein gefertigte Standbild Friedrich Wilhelm I., das über drei Meter misst. Die Säule wurde auf einer mit Natursteinpflaster befestigten Erhöhung errichtet. Diese Angaben geben der Säulengeschichte mehrere konkrete Bezugspunkte: ihre Höhe, das Material des Standbilds und die bauliche Gestaltung der Erhöhung.

Das „Verräterhaus“ erinnert an die Schlacht zwischen Preußen, Dänemark und Schweden bei Groß-Stresow während des Nordischen Krieges. Vor dem heutigen Museum steht eine Statue des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. Die historische Ausrichtung reicht damit über die Säule hinaus und schließt auch die Erinnerung an die Schlacht ein.

Naturraum bei den Ziegensteinen

Das Naturschutzgebiet „Quellsumpf Ziegensteine bei Groß Stresow“ gehört zum Biosphärenreservat Südost-Rügen. Bei den Ziegensteinen gibt es einen kleinen Rastplatz. Zusammen mit den Wegen an der Bucht ergeben sich so unterschiedliche Naturbezüge: der Blick über das Wasser, die Wanderung entlang der Küste und ein Rastpunkt bei den Ziegensteinen.

Weitere Reiseziele entdecken: Neuendorf, Güstelitz, Vilmnitz, Lauterbach, Lonvitz, Kasnevitz, Pastitz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Putbus.

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