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Die Maria-Magdalena-Kirche in Vilmnitz verbindet spätromanisch-gotische Backsteinarchitektur mit einer besonderen Ausstattung und einer langjährigen Sommerkonzerttradition. Ihre Baugeschichte reicht von romanischen Bauteilen bis zu einem später erneuerten Kirchenschiff. Für die Planung eines kulturorientierten Aufenthalts bietet die Kirche damit mehrere konkrete Themen: Bauphasen, Ausstattung und Musik.

Baugeschichte der Maria-Magdalena-Kirche

Die Kirche ist ein spätromanischer und gotischer Backsteinbau. Zu ihren ältesten erhaltenen Elementen zählen der romanische Ostchor und die Sakristei. Das Mittelschiff stammt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts und wurde im 15. Jahrhundert erneuert. Die heutige Baugeschichte lässt sich deshalb nicht auf eine einzelne Epoche reduzieren: Ostchor und Sakristei stehen für die älteren romanischen Bauteile, während das Mittelschiff eine spätere Bauphase ergänzt. Wer sich für historische Architektur interessiert, kann diese zeitliche Abfolge als Leitfaden nehmen, statt die Kirche nur einer Stilperiode zuzuordnen.

Krypta, Epitaphien und Orgel

Im Inneren verbindet sich die Baugeschichte mit einer bemerkenswerten historischen Ausstattung. Die einsehbare Krypta ist mit der Familie Putbus verbunden und umfasst rund 28 Särge. Hinzu kommen vier große Sandsteinepitaphien aus dem Jahr 1600, eine Barockkanzel von 1708/09 und die restaurierte historische Mehmel-Orgel. So stehen in einem Bau sowohl die mit der Familie Putbus verbundenen Begräbnisstätten als auch Epitaphien und Ausstattungsstücke aus unterschiedlichen Jahrhunderten im Blickpunkt. Der Zugang zu einzelnen Bereichen kann variieren; prüfen Sie vor dem Besuch, welche Bereiche zugänglich sind.

Sommerliche Konzerttradition

Seit mehr als 25 Jahren gibt es in der Maria-Magdalena-Kirche während der Sommermonate wöchentliche Konzerte am Donnerstagabend. Diese Tradition ergänzt den architektonischen und historischen Schwerpunkt um einen musikalischen Anlass. Wenn Sie einen Konzertbesuch in Ihre Reise einplanen möchten, prüfen Sie das aktuelle Sommerprogramm für Ihren Reisezeitraum.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Putbus

Putbus wurde 1810 als planmäßig angelegte Residenzstadt rund um das Schloss von Fürst Wilhelm Malte zu Putbus geplant. Rund um den Circus steht ein klassizistisches Ensemble weiß getünchter Wohn- und Geschäftshäuser. Eine weitere Perspektive auf die Gestaltung der Stadt bietet der etwa 75 Hektar große Schlosspark Putbus: Er ist als englischer Landschaftspark angelegt und zählt zu den bedeutendsten erhaltenen Parklandschaften Norddeutschlands.

Weitere kulturelle Themen in Putbus reichen von Ausstellungen bis zu Aufführungen. Die Orangerie beherbergt wechselnde Ausstellungen der Kulturstiftung Rügen; wenn Sie eine bestimmte Schau besuchen möchten, prüfen Sie das Programm für Ihre Reisezeit. Der Marstall entstand zwischen 1821 und 1824 und diente der fürstlichen Familie als Pferdestall und Remise. Heute wird er als Veranstaltungsort der Festspiele Rügen genutzt, deren Programm variieren kann. Das Theater Putbus ist Spielstätte des Theaters Vorpommern und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem Repertoire stehen Schauspiel, Musiktheater, Kabarett, Kindervorstellungen, Konzerte und Gastspiele zu jeder Jahreszeit; die einzelnen Produktionen wechseln.

Auch das Rügener Puppen- und Spielzeugmuseum in Putbus setzt einen eigenen Schwerpunkt: Dort werden Puppen, Spielsachen, Plüschtiere, Zinnsoldaten, Schiffe und Modelleisenbahnen aus drei Jahrhunderten ausgestellt. Die Schlosskirche in Putbus entstand Ende des 19. Jahrhunderts durch den Umbau eines früheren Kursaals im Park und wurde 1892 geweiht. Diese unterschiedlichen Kulturangebote ergänzen den Kirchenbesuch in Vilmnitz um weitere, ausdrücklich Putbus zugeordnete Themen.

Putbus und der Rasende Roland

Zum übergeordneten Reiseziel Putbus gehört auch der Rasende Roland, eine dampfbetriebene Schmalspurbahn mit 750-Millimeter-Spurweite. Sie verkehrt seit 1895 auf Rügen und verbindet Putbus mit Binz, Sellin, Baabe und Göhren. Die Strecke umfasst insgesamt 24,2 Kilometer Gleis. Da die Fahrpläne saisonal sind, prüfen Sie die Verbindung für Ihren Reisezeitraum, wenn Sie die Bahn in Ihre Planung aufnehmen möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Neuendorf, Groß-Stresow, Kasnevitz, Lauterbach, Lonvitz, Pastitz, Güstelitz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Putbus.

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