In Güstelitz bieten die Ortsgeschichte von Alt Güstelitz und die frühere Rügensche Kleinbahn zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Das Gut erzählt von wechselnden Besitzverhältnissen und einem Herrenhaus. Teile der früheren Bahntrasse, die mit Güstelitz verbunden sind, werden heute zum Wandern und Radfahren genutzt. Wer sich für regionale Geschichte oder Wege auf einer ehemaligen Bahntrasse interessiert, kann diese Themen bei der Wahl des Reiseziels berücksichtigen.
Gutsgeschichte und frühere Kleinbahn
Das Anwesen Alt Güstelitz ging durch die Hände der Familien von Scheelen, von Bohlen und von Platen, ehe es 1785 an das Haus Putbus verkauft wurde. Um 1880 entstand ein Herrenhaus. Die verbliebenen Baulichkeiten sollen Berichten zufolge um 1995 abgetragen worden sein. Die Zeitangaben markieren verschiedene Stationen: den Verkauf des Guts, den späteren Bau des Herrenhauses und den berichteten Abtrag der verbliebenen Strukturen.
Güstelitz war früher ein Haltepunkt der Rügenschen Kleinbahn. Heute dienen Teile der ehemaligen Kleinbahntrasse, die mit Güstelitz verbunden sind, als Wege für Wanderungen und Radtouren. Die Beschreibung konkreter Wegeabschnitte kann sich im Detail ändern; prüfen Sie daher vor einer Tour die aktuelle Wegbeschreibung. So lässt sich die historische Bahnverbindung als Thema der Ortsgeschichte von ihrer heutigen Nutzung von Teilen der Trasse als Wander- und Radwege unterscheiden.
Im übergeordneten Reiseziel Putbus
Putbus liegt im Südosten Rügens direkt im UNESCO-Biosphärenreservat Südost-Rügen. Fürst Wilhelm Malte zu Putbus plante 1810 eine planmäßig angelegte Residenzstadt rund um das Schloss. Das klassizistische Ensemble weiß getünchter Wohn- und Geschäftshäuser gruppiert sich um den Circus. Der Schlosspark Putbus ist ein etwa 75 Hektar großer englischer Landschaftspark und zählt zu den bedeutendsten erhaltenen Parklandschaften Norddeutschlands.
Auch die Baugeschichte bietet in Putbus verschiedene Anknüpfungspunkte. Die Schlosskirche entstand Ende des 19. Jahrhunderts durch den Umbau eines früheren Kursaals im Park und wurde 1892 geweiht. Der Marstall wurde zwischen 1821 und 1824 als Pferdestall und Remise für die fürstliche Familie errichtet; heute wird er als Veranstaltungsort der Festspiele Rügen genutzt. Die Orangerie beherbergt wechselnde Ausstellungen der Kulturstiftung Rügen. Im Rügener Puppen- und Spielzeugmuseum werden Puppen, Spielsachen, Plüschtiere, Zinnsoldaten, Schiffe und Modelleisenbahnen aus drei Jahrhunderten ausgestellt; einzelne Präsentationen können wechseln.
Das Theater Putbus ist Spielstätte des Theaters Vorpommern und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Sein Repertoire umfasst Schauspiel, Musiktheater, Kabarett, Kindervorstellungen, Konzerte und Gastspiele zu jeder Jahreszeit. Einzelne Produktionen ändern sich, deshalb empfiehlt sich für konkrete Aufführungen ein Blick auf den aktuellen Spielplan.
Bahn, Boot und Rad im größeren Gebiet
Im übergeordneten Reiseziel Putbus besteht eine Bahnverbindung zum Rasenden Roland. Die dampfbetriebene Schmalspurbahn mit 750-Millimeter-Spurweite verkehrt seit 1895 auf Rügen und verbindet Putbus mit Binz, Sellin, Baabe und Göhren. Insgesamt umfasst die Strecke 24,2 Kilometer Gleis; die Fahrpläne sind saisonal. Bootstouren nach Vilm starten in Lauterbach, wobei die Verfügbarkeit einzelner Touren variieren kann.
Für Radfahrende beschreibt Putbus eine leichte Bodden-Runde von etwa 12 Kilometern. Sie beginnt in Putbus, führt über Lauterbach und den Goor-Wald und kehrt durch den Schlosspark zurück. Die Strecke ist flach, familienfreundlich und bietet Aussicht auf den Rügischen Bodden. Prüfen Sie vor dem Losfahren die Wegbedingungen. So stehen in Putbus eine Bahnverbindung, Bootstouren ab Lauterbach und eine beschriebene Rundstrecke als unterschiedliche Möglichkeiten für die Reiseplanung im größeren Gebiet zur Wahl.
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