Hütterscheid liegt auf einem Hochplateau zwischen Prüm und Enz. Für eine kurze Entdeckungsreise verbindet der Ort eine Höhenlandschaft mit zwei Rundwanderungen und Bauzeugnissen aus mehreren Jahrhunderten. Die Wege unterscheiden sich in Länge und Schwierigkeit; Ortsgeschichte und historische Gebäude bieten weitere konkrete Anknüpfungspunkte.
Hochplateau, Wald und Höhen
Die Gemarkung Hütterscheids umfasst 299 Hektar, davon sind 53 Hektar Wald. In der umliegenden Hügel- und Kuppenlandschaft steigt das Gelände nach Norden stufenweise bis auf 400 Meter an. Wald und Höhenzüge geben dem Rundweg „Zur schönen Aussicht“ seinen landschaftlichen Rahmen: Er führt durch Wald und über die Höhen von Hütterscheid.
Zwei Rundwege mit unterschiedlichem Umfang
Die 11,4 Kilometer lange Wanderung „Zur schönen Aussicht“ ist als mittelschwer eingestuft. Sie umfasst 248 Höhenmeter im Aufstieg und dauert 3 Stunden 10 Minuten. Unterwegs bietet die Runde Ausblicke über Hütterscheid und das Bitburger Land und führt am Knutschheisjen vorbei. Start und Ziel liegen an der Grillhütte an der Hauptstraße; dort ist Parken möglich.
Der Moortalweg Nr. 3 ist ebenfalls ein Rundweg. Er ist 5,6 Kilometer lang, als leicht und familienfreundlich eingestuft und beginnt und endet auf der Hauptstraße. Im Vergleich zur längeren, mittelschweren „Zur schönen Aussicht“ ist er die kürzere und leichter klassifizierte Runde. Damit stehen zwei klar unterschiedliche Wanderoptionen zur Wahl, ohne dass die Strecken zu einer gemeinsamen Route zusammengefasst werden müssen.
Kirche, Kreuze und Ortsbild
Zu den denkmalgeschützten Bauwerken zählt die katholische Filialkirche St. Anna und Bernhard. Das barock gestaltete Hallengebäude mit Dachreiter wurde 1925 bis 1927 errichtet. In der Portalbekrönung sind Elemente aus dem Jahr 1795 wiederverwendet. So treffen am Kirchenportal Teile aus unterschiedlichen Bauzeiten aufeinander.
Das ehemalige Schulgebäude an der Hauptstraße 12 ist ein roter Sandsteinquaderbau aus der Zeit um 1900 und trägt zum Ortsbild bei. An der Hauptstraße steht außerdem ein denkmalgeschütztes Wegkreuz, das den oberen Teil eines Nischenkreuzes aus der Mitte des 18. Jahrhunderts enthält. Ein weiteres, hohes Nischenkreuz steht im Wald südwestlich von Hütterscheid an der Grenze zu Baustert; es ist auf 1666 datiert. Die Eiche im Geißbüsch gehört zu den Naturdenkmalen in Hütterscheid.
Historische Spuren
Auch die Ortsgeschichte reicht über mehrere Jahrhunderte zurück. 1531 war Hütterscheid zwischen den Herrschaften Bettingen und Neuerburg geteilt; der südliche und der nördliche Teil gehörten unterschiedlichen Herrschaften an. Eine Urkunde von 1244 nennt „Henricus de Houckesheide“ im Zusammenhang mit einer Person. Für das Dorf ist 1463 die Form „Huderscheit“ überliefert. Die unterschiedlichen Jahreszahlen stehen damit für verschiedene historische Bezüge: eine Personennennung und eine spätere Namensform des Dorfes.
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