Der GR 34 verläuft auf dem Klippenweg von Morieux und wurde bis zum Pont-Neuf und den Teichen verlängert. Damit steht ein Fernwanderweg im Mittelpunkt, der für Reisende interessant ist, die Wege, Landschaft und Kultur auf einer Reise verbinden möchten. Ein weiterer markanter Orientierungspunkt ist das Viaduc des Ponts-Neufs: Es überspannt das Gouessant-Tal in den Gemeinden Hillion und Morieux. Der Ingenieur Harel de la Noë begann 1912 mit dem Bau. Seit der Sanierung 2014 führt eine Véloroute über das Viadukt, das viele Wanderer und Spaziergänger nutzen. Wenn Sie es einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Zugangsbedingungen.
Kirche und Kapellen: mehrere Epochen in Morieux
Die Kirche Saint-Gobrien gibt einen Einblick in die romanische Baugeschichte: Sie entstand in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Zu ihr gehören etwa 400 Quadratmeter Wandfresken, die aus dem 12. bis 17. Jahrhundert stammen. Seit 1995 ist die Kirche als Monument historique klassifiziert. Die Fresken und der lange Entstehungszeitraum machen den Ort auch für Reisende interessant, die sich mit unterschiedlichen Schichten des Kulturerbes beschäftigen möchten.
Zwei Kapellen Saint-Maurice setzen andere Akzente. Die Chapelle Saint-Maurice-du-Bas wurde 1869 von der Familie Rouxel erbaut. Sie steht auf einem felsigen Vorgebirge und überblickt den Meeresstrand. Ebenfalls 1869 ließ die Familie Rouxel die Chapelle Saint-Maurice-du-Haut nach Plänen von Abbé Prud'homme errichten. Diese überarbeitete Kapelle ist rechteckig, einschiffig und aus Granit; zu ihren Merkmalen zählen eine Tür mit Spitzbogen und ein Okulus. Baujahr und Bauherren verbinden die beiden Kapellen, ihre Lage und Architektur unterscheiden sie.
Wege zu Brunnen, Schloss und Viadukt
Die Fontaine Sainte-Eugénie gehört zu den Besichtigungspunkten auf der Route durch Morieux und liegt etwas von der Straße zurück. Lange Zeit war sie Ziel von Wallfahrten. Dem Wasser der Quelle wurde damals zugeschrieben, Kopfschmerzen zu lindern – eine überlieferte Glaubensvorstellung, keine Aussage über eine heutige Heilwirkung. Eine weitere Möglichkeit, die Wege in Morieux einzuordnen, ist die Route „Entre Mer et Campagne“: Sie beginnt am Parkplatz des Nebenrathauses von Lamballe-Armor in Morieux. Die Route durch Morieux führt außerdem am Château du Tertre-Rogon vorbei, einem Schloss aus dem 18. Jahrhundert.
Küste und Aktivitäten draußen
Der Hafen von Saint-Maurice und der Strand von Béliard bilden zwei Zugänge zum Meer und zum Felsen Roc Verde für Wattfischer, Bootsfahrer und Strandbesucher. An den Grèves de Saint-Maurice wird bei Springtiden häufig Wattfischerei betrieben, unter anderem auf Herzmuscheln und Venusmuscheln. Der Gezeitenbezug gehört damit zur zeitlichen Einordnung dieser Aktivität.
Der Parc Aventure Indian Forest in Morieux bietet 15 Hochseilgarten-Parcours auf sechs Hektar. Zum Angebot zählen außerdem fünf Paintballfelder, ein Lasergame im Freien, der 17 Meter hohe Crazy Jump und die Schnitzeljagd Crazy Enigma. Die Aktivitätsdetails können sich ändern; prüfen Sie deshalb vor einem Besuch, welche Angebote aktuell verfügbar sind. So stehen in Morieux sehr unterschiedliche Interessen nebeneinander: Wandern und Spaziergänge, Bau- und Glaubensgeschichte, Küstenaktivitäten sowie ein Freizeitpark mit mehreren Outdoor-Angeboten.
Weitere Reiseziele entdecken: Lezardrieux, Tréméloir, Saint-Connec, Plélauff, Duault, Kerpert, Saint Mayeux, Saint-Gilles-Pligeaux.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.