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Portonovo verbindet die Geschichte eines schiffbaren Hafens mit Dorfkultur, sakraler Kunst und einem naturkundlichen Rad-Itinerar. Für kulturell Interessierte stehen der alte Ortskern und die Kirche Santa Croce mit konkreten Themen im Mittelpunkt; die historische Verkehrs- und Landwirtschaftsgeschichte erweitert den Blick auf den Ort. Bei der Planung können Sie unterscheiden, ob Sie vor allem Bauwerke und Kunst betrachten oder Portonovo zusätzlich als Teil einer Radroute einbeziehen möchten.

Hafenname und historische Verbindungen

Portonovo lag in den Ländereien, die seit dem Mittelalter das Patrimonium der Partecipanza di Medicina bildeten. Auch der Ortsname steht mit einem schiffbaren Porto Nuovo in Verbindung. Dieser neue Hafen wurde eröffnet, nachdem die Bolognesen den Porto Vecchio von Buda 1325 gewaltsam zugeschüttet hatten. Ziel war es, den Handelsverkehr mit den Tälern von Argenta und dem Po di Primaro wiederherzustellen. Portonovo war früher außerdem über den Canale di Medicina mit dem Gemeindehauptort Medicina verbunden. Der Hafen steht für den Handelsverkehr mit Argenta und dem Po di Primaro, der Kanal für die frühere Verbindung zum Gemeindehauptort: zwei unterschiedliche Maßstäbe der Ortsgeschichte.

Ein Rundgang durch Ortskern und Sozialgeschichte

Ein Rundgang durch Portonovo begann 2024 am Dorfplatz, führte zur Kirche Santa Croce und durch den alten Ortskern. Dabei kamen das Kino, die alten Häuser der Teilpächter, Getreidespeicher und Lagerhäuser in den Blick. Auch der kleine Friedhof der Ortschaft gehörte zum Weg; dort konnte die Geschichte des Biennio Rosso und der bäuerlichen Kämpfe vertieft werden. Die alten landwirtschaftlichen Betriebsstrukturen gelten als besonders interessant. So treffen in einem Rundgang bauliche Zeugnisse, landwirtschaftliche Strukturen und bäuerliche Sozialgeschichte aufeinander.

Kirche Santa Croce: Bauzeit, Orgel und Kunst

Die Kirche Santa Croce in Portonovo wurde zwischen 1721 und 1730 erbaut. Auf ihrem Hauptaltar befindet sich Ercole Lellis Werk „Die Erhöhung des Kreuzes und der heilige Michael“. Eine Madonna von G. B. Bolognini zeigt die Heiligen Lucia, Petrus und Paulus sowie eine Ansicht von Medicina. Die Kirche Santa Croce e San Michele besitzt außerdem eine historische Orgel: Domenico Maria Gentili baute sie 1774, Paolo Tollari restaurierte sie. Bauzeit, Altarbild und Madonna stehen neben der Geschichte des Instruments für verschiedene Aspekte der Kirche – Architektur, Bildmotive und Musik.

Eine naturkundliche Radroute als eigener Schwerpunkt

Ein weiterer Zugang zu Portonovo ist der 32 km lange naturkundliche Itinerar durch das Gebiet von Medicina und teilweise Molinella. Portonovo wird in der Streckenauflistung genannt; die Route ist für Mountainbikes geeignet. Damit bildet sie ein eigenes Radthema neben dem kulturhistorischen Rundgang. Prüfen Sie die Streckenbedingungen vor Ort, bevor Sie losfahren.

Den Aufenthalt nach den eigenen Interessen ausrichten

Bei der Suche nach einer Ferienwohnung lässt sich der Reiseakzent als Orientierung nehmen: Portonovos Orts- und Kirchengeschichte bildet den kulturellen Schwerpunkt, während die Radroute ein anderes Thema für die Planung setzt. Überlegen Sie, ob Sie Ihren Aufenthalt vor allem den Bauwerken und der Dorfgeschichte widmen oder zusätzlich das Radfahren einbeziehen möchten.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bologna.

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