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Stiefern verbindet eine jahrhundertealte Weinbautradition mit markanten Spuren der Kulturgeschichte und mit Wegen am Kamp. Der Ort liegt im Zentrum des Naturparks Kamptal. Für Ihre Planung ergeben sich dadurch unterschiedliche Schwerpunkte: Sie können Bauwerke und historische Orte in den Blick nehmen oder Fluss- und Landschaftsrouten anhand ihres Verlaufs vergleichen.

Löss, Naturpark und Weinbautradition

Rund 87.000 Jahre alte mächtige Lössablagerungen umrahmen das Siedlungsgebiet von Stiefern. Einen konkreten Bezug zu diesem Landschaftsthema bietet die Lösswand: Sie ist Erlebnis-Punkt 14 des Kulturparks Kamptal und liegt direkt am Radweg. Der Weinbau hat in Stiefern eine jahrhundertealte Tradition. Während die Lössablagerungen den Landschaftsrahmen prägen, verweist der Weinbau auf eine lange lokale Kulturgeschichte.

Kirche, Kalvarienberg und historische Brücke

Die Kirche St. Johannes der Täufer ist seit 1266 Pfarrkirche und von mächtigen mittelalterlichen Wehrmauern umgeben. Ihr Hochaltarbild stammt aus dem Jahr 1767 und ist ein Werk des Kremser Schmidt. Pfarrstatus, Mauern und Altarbild verweisen auf unterschiedliche historische Bezugspunkte: auf die Pfarrgeschichte seit 1266, das mittelalterliche Umfeld und eine spätere künstlerische Arbeit.

Zwischen Stiefern und Schönberg liegt der Kalvarienberg. Er ist durch zwei Kreuzwege gekennzeichnet und hatte im 18. Jahrhundert überregionale Bedeutung. Vom Hang des Kalvarienbergs reicht die Aussicht bis ins Voralpenland. Hier verbinden sich ein historischer Bezug und ein weiter Blick; die Pfarrkirche wiederum bietet mit ihrem Hochaltarbild einen konkreten kunsthistorischen Anhaltspunkt.

Auch die ehemalige Stieferner Straßenbrücke gehört zu den besonderen technischen Zeugnissen des Kamptals. Sie wurde 1900 erbaut und ist ein technisches Denkmal. Unter den einst zahlreichen Kamptal-Brücken ist sie die letzte original erhaltene Straßenbrücke aus Eisen.

Wege nach ihrem Verlauf auswählen

Der Babenberger-Rundwanderweg 658 führt durch Stiefern und erschließt das Tal des Stiefernbaches. Einen anderen örtlichen Bezug hat die Routenvariante „Stiefinger Schleife“: Sie zweigt in der Kellergasse vom Kamptal-Radweg ab und führt zur Pfarrkirche. So lassen sich die Wege nach ihrem jeweiligen Ziel unterscheiden: Der Rundwanderweg erschließt das Bachtal, die Stiefinger Schleife nimmt die Pfarrkirche als Ziel auf.

Der Flusslehrpfad Kamptal verläuft entlang des Kampflusses von Schönbergneustift über Schönberg, Stiefern und Oberplank nach Plank. Für die Planung ist sein Flussverlauf der entscheidende Unterschied zu den örtlich beschriebenen Zielen der anderen Wege. Sie können also danach wählen, ob das Tal des Stiefernbaches, die Pfarrkirche oder die Abfolge der Orte am Kamp Ihren Ausflugsschwerpunkt bilden soll.

Bademöglichkeit und Anreise

Die Stieferner Badwiesn am Kamp ist frei zugänglich und bietet eine Bademöglichkeit. Prüfen Sie vor dem Besuch die Zugangsbedingungen. Damit ergänzt ein Aufenthalt am Wasser die historischen Orte und Routen um einen eigenen Schwerpunkt.

Der Bahnhof Stiefern liegt in der Marktgemeinde Schönberg am Kamp. Ein gestaltetes Wartehäuschen bietet bei witterungsbedingtem Bedarf Schutz beim Warten auf die Kamptalbahn. Da Bahnverbindungen und Fahrpläne zeitabhängig sind, prüfen Sie für Ihre Anreise die aktuellen Verbindungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Schönberg Am Kamp, Rossatz, Rastenfeld, Stratzing, Neuweidling, Krumau am Kamp, Mühldorf, Spitz

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Krems-Land.

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