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Klaus vereint eine markante Ortsgeschichte mit Wanderzielen in der Landschaft. Im Ort stehen die Pfarrkirche St. Agnes und der Friedhof unter Denkmalschutz; ebenso geschützt sind die Lourdeskapelle Tschütsch und das Kriegerdenkmal, das auch Franzosenkapelle heißt. Dazu kommt die Wanderung von Klaus zur Hohen Lug: Sie führt durch Wiesen, felsige Passagen und kühlen Wald hinauf zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die gesamte Region. Damit stehen Kulturgeschichte und ein konkreter Weg mit Aussicht als zwei unterschiedliche Gründe für einen Aufenthalt zur Wahl.

Kirche, Denkmäler und Jahreszahlen

Die Pfarrkirche in Klaus ist der heiligen Agnes geweiht. Spätgotisch sind ihre ältesten Teile; sie stammen aus dem 15. Jahrhundert. Die zeitliche Einordnung bezieht sich auf den ältesten Baubestand der heutigen Kirche. Für den historischen Blick liefert die Pfarrkirche damit sowohl eine konkrete Widmung als auch einen Bezug zur spätgotischen Bauzeit.

Die Lourdeskapelle Tschütsch ist ebenfalls ein geschütztes Denkmal. Das Kriegerdenkmal in Klaus steht unter Denkmalschutz und wird auch Franzosenkapelle genannt. Franzosenkapelle ist somit keine zusätzliche Kapelle, sondern eine weitere Bezeichnung für dasselbe Denkmal.

Die Ortsgeschichte lässt sich auch über Jahreszahlen erschließen. Seit dem 12. Jahrhundert gewann der Rebenanbau in Klaus zunehmend an Bedeutung. 1265 schenkte der Churer Bischof Heinrich von Montfort die Kapelle in Kalchern dem Kloster St. Johann im Thurtal. Die älteste noch erhaltene Urkunde stammt aus dem Jahr 1621; die ältesten Teile der Pfarrkirche wiederum stammen aus dem 15. Jahrhundert. Diese Daten betreffen unterschiedliche Felder: landwirtschaftliche Entwicklung, eine kirchliche Schenkung, schriftliche Überlieferung und Baugeschichte. Zusammen bieten sie mehrere historische Anknüpfungspunkte für Klaus.

Wandern zur Hohen Lug und zum Götzner Moos

Eine Wanderung zur Hohen Lug beginnt in Klaus beim Gasthaus Adler. Sie führt hinauf durch einen kühlen Wald zu einem Aussichtspunkt auf der Hohen Lug. Unterwegs wechseln sich Wiesen, felsige Abschnitte und Wald ab; so gehören sowohl der Wegverlauf als auch das Ziel mit dem Blick über die gesamte Region zu den konkreten Merkmalen der Strecke.

Eine weitere Wanderung verläuft über Luagrosa in Richtung Hohe Lug und weiter zum Götzner Moos. Am Waldrand und auf dem Hochmoorgelände wachsen Sumpfdotterblumen. Damit unterscheidet sich der Landschaftsbezug dieser Route: Zum Weg in Richtung Hohe Lug kommt das Götzner Moos mit seiner Hochmoorlandschaft und den dort genannten Pflanzen hinzu.

Für den Vergleich der Wege zählt vor allem der jeweilige Landschaftsschwerpunkt. Beim Aufstieg ab Klaus prägen Wiesen, felsige Abschnitte und kühler Wald den Verlauf bis zum Aussichtspunkt. Die Route über Luagrosa führt weiter zum Götzner Moos und verbindet den Wegverlauf mit dem Hochmoorgelände und den Sumpfdotterblumen. So lassen sich zwei unterschiedliche Naturthemen für die Reiseentscheidung unterscheiden: der Weg mit Aussicht auf die gesamte Region und die Strecke mit Bezug zum Hochmoor.

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